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Religiös

QuadraCast

QuadraCast - der Fastenpodcast aus dem Priesterseminar St. Petrus“ dient einem Ziel: Christus näher zu kommen. Das ist das Fundament und das Ziel: Christus besser kennen zu lernen und ihn mehr zu lieben.  Der diesjährige Fastenpodcast will diesem Ziel näherkommen, indem er über die Grundlagen des geistlichen Lebens spricht, die uns die Kirche aus ihrem großen Schatz mitteilt. Jede der sieben Wochen der Fastenzeit ist einem speziellen Aspekt des geistlichen Lebens gewidmet. Diese behandeln wir in einem 6 plus 1 – Schema. Was heißt das? Jeweils zum Auftakt der Woche – am Sonntag – senden wir eine 15-minütige Gesprächsfolge über einen Aspekt des geistlichen Lebens, wie z.B. über die Schriftlesung, Betrachtung und Beichte. Unser Gast ist der jeweilige Seminarist, der in der darauffolgenden Woche diesen Aspekt mit praktischen Kurzimpulsen vertiefen wird.  Dieser Podcast wird von Seminaristen des Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad und in Zusammenarbeit mit dem deutschsprachigen Distrikt der Priesterbruderschaft St. Petrus produziert.

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Folgen von QuadraCast

213 Folgen
  • Folge vom 11.03.2023
    [Gerechtigkeit] Tag 6 – «Was ist mit den anderen neun?»
    Von der Tugend der «gratitudo» angeleitet danken wir nämlich vor allem Gott, von dem wir an erster Stelle alle Wohltaten, alle guten Gaben, alle Gnaden empfangen. Unsere Dankbarkeit muss dementsprechend groß sein, und wir sehen ein: Gott können wir aus uns selbst nie genug danken. Papst Benedikt XVI sagt: «Die aufsteigende Bewegung des Dankens und die absteigende des Segnens gehören zusammen.» In jeder Heiligen Messe geschieht beides: an der Stelle Jesu danken wir, dankt der Priester Gott für das erlösende Opfer Christi, und durch dieses Dankesopfer werden wir, wenn der Priester die Wandlungsworte spricht, selbst verwandelt. - - -Zurichtung des Schauplatzes: auf Christus blicken, den Meister, wie du ihm auf dem Weg des Lebens begegnest und ihm zurufst: «Hab Erbarmen mit mir!». Wie er sich dir zuwendet und seine erbarmende Liebe dich rein macht. (Lk 17,13 ff.)Punkt 1 – Unverdiente Güte; Was uns geschenkt wird, erhalten wir nicht, weil wir es verdient haben, sondern aufgrund der Güte dessen, der es uns schenken will. Jesus, unser Herr und Meister, hat uns so viel geschenkt: Unser Leben, das neue Leben in der Gnade durch die Taufe, er schenkt sich selbst in der Heiligen Eucharistie, er schenkt uns alle «guten Gaben, alles was wir haben». Er schenkt, weil er uns liebt, nicht weil wir es verdient hätten. Wie groß ist doch die Milde Gottes!Punkt 2 – Geschenktes Leben; Die Wahrheit ist: Alle Menschen haben von Gott empfangen, was sie haben und was sie sind. Besonders muss ich an mich selbst denken. Ich gehöre zu denen, die rein geworden sind, die der Herr vom Aussatz der Sünde befreit hat. Er hat sich meiner erbarmt, als ich zu ihm rief und ihn um Vergebung gebeten habe.Punkt 3 – betende Dankbarkeit; Möge auch ich einer sein, der umkehrt: Der sich zum Herrn bekehrt, Gott lobt und preist und ihm dankt durch den Herrn Jesus Christus. Dass ich kein verstocktes Herz haben möge, sondern die barmherzige und huldvolle Hand Gottes Tag für Tag dankbar erkenne, und meine Dankbarkeit meinen Wohltätern gegenüber besonders durch das Gebet für sie zeige.Gespräch mit Jesus Christus, der mir in der Heiligen Eucharistie nicht nur auf dem Weg meines Lebens begegnet, sondern in meinem Herzen Wohnung nehmen möchte. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
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  • Folge vom 10.03.2023
    [Gerechtigkeit] Tag 5 – «Höflichkeit macht uns menschlicher»
    Vielleicht etwas überraschend, gehört auch die Höflichkeit – also Liebenswürdigkeit, Leutseligkeit, Freundlichkeit –zu der Kardinaltugend der Gerechtigkeit. Die Höflichkeit sollte für uns keine veraltete Tugend aus vergangenen Jahrhunderten sein. Sie geht nämlich über ein allgemeines, schwammiges «Nettsein» hinaus. Höflichkeit ist ein Werk der Gerechtigkeit, denn sie bezeugt ja gerade, dass alle Menschen eine menschliche Familie bilden, dass der Mensch kein Einzelkämpfer ist, sondern für das Erreichen seines irdischen und ewigen Glückes auf den Mitmenschen angewiesen ist. - - -Zurichtung des Schauplatzes: auf Christus blicken, der niemanden abweist und sich allen gegenüber liebenswürdig, freundlich und offen verhält, und der Mensch geworden ist, aus „Güte und Menschenfreundlichkeit“ (Tit 3,4). Der Herr verkehrt sogar mit den wenig liebsamen und öffentlich geächteten Zöllnern und Sündern.Punkt 1 – die Freundlichkeit Jesu; Der Herr zeigt sich jedem, auch den Zöllnern und in vielerlei Sünden verstrickten Menschen gegenüber liebenswürdig, offen, freundlich: Er wird getadelt, weil er mit ihnen Mahl hält, sie zu seinen Jüngern beruft, sie tröstet, ihnen das Reich Gottes verheißt.Punkt 2 – das Gebot der Feindesliebe; Mit seinem Verhalten übersteigt Christus gesellschaftliche Grenzen, die sicherlich ihren Sinn haben, aber auch im Weg der Güte stehen können: Er predigt die Feindesliebe, zeigt seine Güte gegenüber denen, die ihn versuchen wollen, die ihn verfolgen, die ihm skeptisch und sogar feindlich gesinnt sind.Punkt 3 – die Offenbarung des Vaters; In dem Verhalten Jesu wird die Güte und Menschenfreundlichkeit des Vaters offenbar: Wie oft vergibt er uns, vergibt er sogar den größten Sündern, und wird nie müde, seine Gnade und Huld zu schenken! Um wieviel mehr sind also auch wir dazu verpflichtet, unserem Nächsten offenherzig und freundlich zu begegnen, ungeachtet unserer persönlichen Empfindungen.Gespräch mit Jesus Christus, in dem die Güte und Menschenfreundlichkeit des Vaters sichtbar in der Welt und auch heute in meinem Leben erscheint. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
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  • Folge vom 09.03.2023
    [Gerechtigkeit] Tag 4 – «Besitz als Dienst»
    «Liberalitas» - also Liberalität die Tugend der Freigebigkeit und Hochherzigkeit im Umgang mit Geld und materiellen Gütern. Liberal zu sein bedeutet, sich aus dem Egoismus zu befreien, den Blick auf den anderen zu weiten, und sich bewusst zu machen, dass der Mensch aus Leib und Seele besteht. Ratzinger ruft uns dazu auf, «Besitz nur als Dienst zu verstehen, sich der Kultur des Habens in einer Kultur der inneren Freiheit entgegenzustellen und so auch die Voraussetzungen für soziale Gerechtigkeit zu schaffen.» Denn nicht nur vom Brot allein lebt der Mensch, und so motiviert uns die Freigebigkeit vor allem aber die Ehre Gottes in allem zu suchen.- - -Zurichtung des Schauplatzes: das Gleichnis von der armen Witwe betrachten. Viele Reiche werfen hohe Summen in einen Opferstock. Eine arme Witwe kommt und wirft bloß zwei Münzen hinein, und doch – oder genau darum – lobt sie der Herr: „diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles hergegeben, was sie besaß.“ (Mk 12,44)Punkt 1 – aus meiner Komfortzone raus: Der Herr tadelt keineswegs die Reichen, die von ihrem Überfluss einen Teil abgeben, das Geld spenden und damit viel Gutes erreichen. Doch gibt er uns die arme Witwe als Vorbild: Witwen, genau wie Waisen, gehörten im Alten Bund zu den „Armen“ des Landes. Sie mussten um ihr Überleben kämpfen und bangen. Diese arme Witwe gibt aber noch das, was sie selbst zum Überleben braucht, ab. Der Herr ruft uns heraus aus unserer Komfortzone, zeigt uns die neue Radikalität des Reiches Gottes.Punkt 2 – mein Alles geben; Die Witwe, die ihr Alles hergibt, empfängt in ihrer gebenden, opfernden Haltung doch mehr, als sie gegeben hat: Sie führt ein wahrhaft gottgefälliges Leben und sammelt sich unvergängliche, unverwesliche Schätze im Himmelreich, wo weder Wurm noch Motte ihre Verdienste zerstören können.Punkt 3 – mein und Christi Opfer; Indem die Witwe alles gibt, vereint sie sich mit dem Opfer Jesu Christi, der noch unendlich mehr gegeben hat: sich selbst zum Lösepreis für die Sünden der Welt. Und doch hat die Witwe Anteil an diesem Opfer Christi. Und auch wir erhalten Anteil, wenn wir die Opfer, die wir tagtäglich in einem Geist der Hochherzigkeit darbringen, mit dem Opfer Christi verbinden, indem wir sie, wie man sagt, auf die Patene legen. Nicht der materielle Besitz ist es, auf den es letztlich ankommt, sondern das höchste Gut zu besitzen: Gott selbst.Gespräch mit Jesus Christus, der meine kleinen Opfer mit seinem Opfer verbindet und so dem Vater als eine wohlgefällige Gabe darbringt. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
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  • Folge vom 08.03.2023
    [Gerechtigkeit] Tag 3 – «Gott ist gerecht und wahrhaftig»
    Wahrhaftig zu sein – also die Tugend der «veracitas» zu üben – bedeutet für Paulus, die innere Wahrheit auch nach außen hin zu bekennen. Papst Benedikt XVI sagt: «wer die Wahrheit lebt, der lebt die Gerechtigkeit, denn der Dekalog, die Zehn Gebote, sind nicht nur Gesetz, sondern Selbstoffenbarung der Wahrheit Gottes». Wahrhaftig nennt ihn der Evangelist Johannes Christus und gibt damit an, dass die göttliche Sendung Jesu mit seinem Handeln überein geht: Er sucht nicht seinen eigenen Vorteil, seine eigene Ehre. Er ist «gehorsam und demütig von Herzen». Und so merken wir, dass Nachfolge Christi damit zu tun hat, uns nicht besser darzustellen als wir eigentlich sind, sondern in unserem Handeln den zu verherrlichen, der auch uns gesandt hat.- - -Zurichtung des Schauplatzes: Auf Christus blicken, der von sich sagt: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben» (Joh 14,6). Er ist die Wahrheit, die zu uns Menschen gekommen ist, um uns durch die Wahrheit zu befreien. Er ist gerecht und wahrhaftig, denn in seinem irdischen Leben sucht er die Ehre Gott Vaters, der ihn gesandt hat, und sein Handeln, seine Lehre, all seine Worte stimmen mit dieser Sendung in vollkommener Weise überein.Punkt 1 – die Torah in Person; Gott ist der Wahrhaftige, er ist die Wahrheit selbst; er treibt die Menschen nicht in Verwirrung und Sünde, sondern ist derjenige, der das Gesetz gibt, der uns zu sich ruft als sein Volk, seine Kinder. Das Gesetz ist Jesus Christus selbst, er ist die Torah in Person: In ihm erkennt der Mensch auch die Wahrheit über seine eigene Natur: Als Christus Berufene soll unser Leben diese Wahrheit widerspiegeln.Punkt 2 – nur ein Häufchen Staub; Nachfolge Christi bedeutet auch, sich selbst zu erkennen und kennen zu lernen. Wenn wir erkennen, dass wir vor unserem Gott und Schöpfer nur ein Häufchen Staub sind, folgt daraus eine Haltung der Demut. Die Wahrhaftigkeit treibt uns an, uns so zu geben, wie wir sind, nicht wie wir gerne wären.Punkt 3 – Zeugen Gottes in der Welt; Handeln wir wahrhaftig, zeigt sich durch uns auch die Wahrheit Gottes: Als Zeugen Gottes in der Welt sollen wir den verkünden, der uns gesandt hat, nicht uns selbst: durch die Befolgung der Gebote Gottes und indem wir das Evangelium konsequent leben, auch wenn das bedeuten könnte, dass wir persönliche Nachteile erfahren.Gespräch mit Jesus Christus, in dem mir die Wahrheit als Person entgegentritt – als liebevoller, von Herzen demütiger, aber ebenso göttlicher und heiliger Heiland. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte). 
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