Religiös
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QuadraCast - der Fastenpodcast aus dem Priesterseminar St. Petrus“ dient einem Ziel: Christus näher zu kommen. Das ist das Fundament und das Ziel: Christus besser kennen zu lernen und ihn mehr zu lieben. Der diesjährige Fastenpodcast will diesem Ziel näherkommen, indem er über die Grundlagen des geistlichen Lebens spricht, die uns die Kirche aus ihrem großen Schatz mitteilt. Jede der sieben Wochen der Fastenzeit ist einem speziellen Aspekt des geistlichen Lebens gewidmet. Diese behandeln wir in einem 6 plus 1 – Schema. Was heißt das? Jeweils zum Auftakt der Woche – am Sonntag – senden wir eine 15-minütige Gesprächsfolge über einen Aspekt des geistlichen Lebens, wie z.B. über die Schriftlesung, Betrachtung und Beichte. Unser Gast ist der jeweilige Seminarist, der in der darauffolgenden Woche diesen Aspekt mit praktischen Kurzimpulsen vertiefen wird. Dieser Podcast wird von Seminaristen des Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad und in Zusammenarbeit mit dem deutschsprachigen Distrikt der Priesterbruderschaft St. Petrus produziert.
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Folge vom 23.03.2023[Glauben] Tag 4 – «Der Herr ist Gott!»Der Unglaube ist bei weitem nicht die einzige Gefahr, die in der Welt herumschleicht, um den wahren Glauben zu verderben. Wie uns das Alte Testament aufzeigt, gibt es eine andere Gefahr: den falschen Glauben. Der Prophet Elija, den wir heute vor Augen haben, hatte in seinem Glauben eine besondere Herausforderung: Menschen, die einen falschen Kult verbreiteten. Um diese Gefahr zu bekämpfen, sandte Gott Elija, um den wahren Glauben zu verkünden. Elija wusste, dass es keinen anderen Gott außer den Herrn gibt, und setzte sein Vertrauen gänzlich auf Ihn. Als das Feuer vom Himmel kam und das Opfer auf Elijas Altar verzehrte, warf sich das ganze Volk auf das Angesicht nieder und rief: «Der Herr ist Gott!» Dieser Vorgang kann auch bei uns die Frage aufwerfen: Erkennen wir wirklich an, dass der Herr unser Gott ist? Oder stützten wir uns auf Götzen, die «kein Heil bringen»? - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf den Propheten Elija schauen, der mit den Baalspropheten auf dem Berg Karmel in Konfrontation geht. Punkt 1 – Nur Gott ist glaubwürdig; Man kann noch so religiös sein, wenn man etwas Falsches glaubt, ist es falsch und der Glaube nützt nichts – wie der Glaube der Baalspriester, deren Opfer nicht verbrannte… Punkt 2 – Götzen von heute: Die alten Götzen der Baalspriester sind überholt und dumm, aber auch heute noch gibt es falschen Glauben: Glaube an Geld, Macht, Ruhm etc. – diese modernen Götzen sind nicht viel besser als die alten... Punkt 3 – Gott an erster Stelle: Letztlich ist jede Sünde ein Götzendienst. Mit jeder Sünde stellen wir uns selbst an die Stelle Gottes – oder eine andere Person, einen anderen Gegenstand. Wir glauben an etwas anderes als Gott – und das ist Götzendienst. Gespräch mit Jesus Christus, der uns durch die Tempelreinigung ein Beispiel für den Eifer für die Ehre des Vaters und die Reinheit seines Hauses gegeben hat. Bitte um das Feuer dieses heiligen Eifers für die Ehre des Vaters.
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Folge vom 22.03.2023[Glauben] Tag 3 – «Denn er ist es!»Worin liegt der Unterschied zwischen dem Blick eines Menschen und dem Blick Gottes? Vor allem darin, dass Gott der Kenner der Herzen ist und nicht auf das Äußere schaut, sondern auf das Innere. Auch die Bibel schildert uns dies an vielen Stellen – so bei auch bei der Wahl Davids zum Thronfolger Israels. Als Samuel zu Isaias kam und seinen ältesten Sohn sah, der groß und stark war, dachte er sofort: „Gewiss steht nun vor dem Herrn sein Gesalbter!“ Gott aber antwortete: «Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen». Ähnlich war es auch bei dem Nächstältesten, und beim Übernächsten. Warum täuschte sich Samuel bezüglich des Nachfolgers Israels? Eben deshalb, weil er nur das Äußere in Betracht zog und in irdischen Kategorien gedacht hat. Der übernatürliche Glaube, der sich auf Gott stützt, übersteigt den Verstand in dem Maße, in dem Gottes Pläne für den neuen König Samuels eigene Vorstellungen überstiegen. Was aber gibt uns Menschen das Vertrauen, dass Gott alles zur besten Vollendung bringen wird? Nichts anderes als das übernatürliche Geschenk des Glaubens. - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf den Propheten Samuel schauen, der unter der Söhnen Israels den neuen König Israels sucht und dabei nur auf das Äußere achtet. Punkt 1 – geweiteter Blick; Ohne den übernatürlichen Glauben denkt der Mensch nur in irdischen Kategorien (Leistung, Stärke, Aussehen): Samuel wollte die großen und starken Brüder Davids salben… Punkt 2 – übertroffener Verstand: Der übernatürliche Glaube jedoch übersteigt den Verstand. Gott hat den kleinsten und jüngsten auserwählt, David. Auch Christus ruft aus: «Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast». (vgl. Lk 10,21) Punkt 3 – nicht wider die Vernunft; Der übernatürliche Glaube ist nicht unvernünftig. David war keineswegs unfähig. In der Tat wurde er zum größten König, den das alte Israel kannte. «Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen». (vgl. 1 Kor 1,25) Gespräch mit Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, zu denen ich in eine je einzigartige und spezielle Beziehung gerufen bin. Bitte um eine ehrfürchtige, lebendige, innige Beziehung zu jeder der göttlichen Personen.
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Folge vom 21.03.2023[Glauben] Tag 2 – «Jetzt also gehe hin!»Jeder Mensch erkennt die Tatsache an, dass es Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt – zeitliche, aber auch ewige Güter. Es war der Kampf für das Ewige, zu dem Mose berufen worden ist. Gott sprach zu ihm: «Jetzt also gehe hin! Ich will dich zum Pharao senden! Führe mein Volk, die Kinder Israels, aus Ägypten heraus!» Aus diesem Grund offenbart Gott Mose seinen heiligen Namen: «Ich bin, der ich bin!» Er will Mose verstehen lassen, dass seine Kraft nicht auf etwas Äußerlichem und Veränderlichem beruht, sondern auf Gott selbst. Fiel es Mose leicht diesen Glaubensakt zu setzen? Nein. Es gibt viel Menschliches in ihm – ähnlich wie bei uns, er versucht sogar eine Ausrede zu finden. Obwohl immer noch zögerlich, gehorcht Mose am Ende dem Befehl Gottes. Er versteht schließlich, dass Gott nichts von ihm verlangt, wozu Er ihn nicht befähigen könnte. Das ist eben die Frucht des wahren Glaubens: unser Vertrauen von unserer eigenen Person loszureißen und es ganz auf Gott zu setzen. - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf Mose blicken, der vor dem brennenden Dornbusch mit Gott spricht und zu seinem Volk und dem Pharao gesandt wird. Punkt 1 – zu schützen; Die primäre Intention des Exodus war es, frei den wahren Glauben ausüben zu können – dies war in der ägyptischen Zwangsherrschaft nicht mehr möglich. Den eigenen Glauben zu schützen, heißt auch für uns Umstände zu meiden, die den Glauben gefährden. Punkt 2 – zu kennen; an den Sendungsauftrag des Moses schließt sich ein langes Gespräch an, in dem Moses u.a. den Gottesnamen JHWH erfragt; wie Mose müssen auch wir wissen, was wir glauben – ansonsten ist unser Glaube ohne Fundament. Punkt 3 – zu bekennen; Obwohl Moses sich für unfähig hielt, soll er seine Mission erfüllen; die Tatsache, dass er sich für des Sprechens unfähig hält, ist für Gott von geringem Gewicht, denn: Wenn er eine Pflicht vom Menschen einfordert, befähigt er ihn auch dazu. Gespräch mit Jesus Christus, der gekommen ist, um uns den Vater zu offenbaren und unseren Glauben zu erneuern und zu stärken. Er kommt auch heute – in der hl. Eucharistie, in der hl. Schrift und durch seine Kirche.
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Folge vom 20.03.2023[Glauben] Tag 1 – «Ziehe fort aus deinem Land …»Wie schwierig ist es, die eigenen Gewohnheiten umzuformen – den üblichen Gang seines Lebens zu verändern. Und doch war es dies, was Gott von Abraham verlangte! „Ziehe fort aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde!“ (Gen 12,1). Welche Veränderung dies für Abraham bedeuten musste! Dem Ruf Gottes ins weit entfernte Land zu folgen, dort ein neues Leben anzufangen. Gott will seiner Schöpfung das Heil schenken, aber er will nicht, dass dies ohne uns geschieht. Wie bei Abraham verlangt Er unsere Mitarbeit, damit Sein Licht sich unter den Menschen verbreiten kann. Die Fastenzeit ist ein Sinnbild dessen, was unser christliches Leben insgesamt sein sollte: ein schwieriger, aber segenbringender Fortzug in das ferne Land – in die ganze Welt – um das Licht Gottes den anderen zu bringen. Der Glaube bleibt nie ohne Früchte. - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf Abraham blicken, der auf einen langen Weg um des Glaubens willen aufbricht. (Gen 12,1–5) Punkt 1 – Gerufen; Glaube setzt einen Ruf voraus: Wie Gott Abraham ruft, ruft er auch uns aus unserem Alltag heraus. Punkt 2 – Meine Antwort; Glaube erfordert eine Antwort auf den Ruf Gottes: eine Zustimmung zu seinen Plänen – auch wenn man keinen direkten Einblick hat; er ist ein Schritt ins Ungewisse. Punkt 3 – Glaube trägt Frucht; Gott lässt uns nicht fallen, sondern erfüllt seine Verheißung; der Glaube ist also der Anfang des Guten, das Gott verwirklichen will. Gespräch mit Gott, dem Vater, der einen ganz einzigartigen und persönlichen Plan des Heiles für mein Leben hat.