Religiös
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QuadraCast - der Fastenpodcast aus dem Priesterseminar St. Petrus“ dient einem Ziel: Christus näher zu kommen. Das ist das Fundament und das Ziel: Christus besser kennen zu lernen und ihn mehr zu lieben. Der diesjährige Fastenpodcast will diesem Ziel näherkommen, indem er über die Grundlagen des geistlichen Lebens spricht, die uns die Kirche aus ihrem großen Schatz mitteilt. Jede der sieben Wochen der Fastenzeit ist einem speziellen Aspekt des geistlichen Lebens gewidmet. Diese behandeln wir in einem 6 plus 1 – Schema. Was heißt das? Jeweils zum Auftakt der Woche – am Sonntag – senden wir eine 15-minütige Gesprächsfolge über einen Aspekt des geistlichen Lebens, wie z.B. über die Schriftlesung, Betrachtung und Beichte. Unser Gast ist der jeweilige Seminarist, der in der darauffolgenden Woche diesen Aspekt mit praktischen Kurzimpulsen vertiefen wird. Dieser Podcast wird von Seminaristen des Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad und in Zusammenarbeit mit dem deutschsprachigen Distrikt der Priesterbruderschaft St. Petrus produziert.
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Folge vom 31.03.2023[Hoffnung] Tag 5 – «Sursum Corda»Unsere Hoffnung stützt sich auf die sichere Verheißung Gottes, dass er uns die notwendigen Mittel geben wird, um die Glückseligkeit zu erreichen. Der Anker unseres Lebensschiffes ist bei unserer Taufe sozusagen schon festgehakt worden im Himmel. Aber warum brauchen wir dann noch Hoffnung? Der Grund ist, dass wir das Seil noch loslassen können. Wir haben immer die Möglichkeit nein zu sagen zu Seinem Angebot der Gnade. Die natürliche Hoffnung der Matrosen ist gegründet auf der Veränderlichkeit des Wetters. Manchmal weht der Wind, manchmal ist es windstill. Die übernatürliche Hoffnung aber hat ihren Grund in der Allmacht Gottes: Er kann uns selig machen. Und in der Güte Gottes, die besagt: Er will uns selig machen. Und schliesslich in seiner Verheissung, die uns versichert: Er wird uns selig machen, wenn wir ausharren. Schreiten wir also in dieser Hoffnung hochherzig voran, und lassen wir das feste Seil, dass Gott uns durch Christus Erlösung und durch unsere Taufe zugeworfen hat, nie wieder los. - - - Zurichtung des Schauplatzes: Susanna «war sehr schön und gottesfürchtig.» Als Richter amtierten in jenem Jahr zwei Älteste aus dem Volk, die in Begierde nach ihr, sie erst überwältigen wollen und dann ungerecht anklagen. «Sie aber blickte weinend zum Himmel auf; denn ihr Herz vertraute dem Herrn. Der Herr erhörte ihr Rufen.» Er erweckt den heiligen Geist in einem jungen Mann – dem Propheten Daniel. Daniel überführt die ungerechten Ankläger und das ganze Volk «pries Gott, der alle rettet, die auf ihn hoffen.» (Daniel 13) Punkt 1 – Gott kann uns selig machen: «Auch ihre Eltern waren gerecht und hatten ihre Tochter nach dem Gesetz des Mose erzogen.» In der Taufe hat Gott uns Anteil an seinem Leben geschenkt und nährt es in uns durch seine Kirche, die Sakramente, die Heilige Schrift. Durch sie schenkt Gott uns alles, damit wir zu unserem Ziel gelangen. Punkt 2 – Gott will uns selig machen: «Der Herr erhörte ihr Rufen.» Er ist in der Fülle der Zeit Mensch geworden und hat uns die Fülle der Offenbarung in menschlicher Sprache kundgetan. Seither wissen wir, wer Gott ist. Und wir wissen, dass Er bis zum Äussersten, bis zur Hingabe seines Lebens am Kreuzesstamm geht, um uns zu erlösen. Punkt 3 – Gott wird uns selig machen: Die Gemeinde «pries Gott, der alle rettet, die auf ihn hoffen.» Er wird jene nicht im Stich lassen, die sich ihm anvertrauen – manchmal auf wunderbare Weise. Gespräch der Dankbarkeit mit Jesus Christus, dem Heiland über sein erlösendes Leiden für mich und über die Kirche, seine Braut und unsere Mutter, durch die ich alle Mittel erhalte, mein Ziel zu erreichen – Gott auf ewig zu schauen.
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Folge vom 30.03.2023[Hoffnung] Tag 4 – «Die Furcht des Herrn»Eine der wichtigsten Eigenschaften, die die Bibel benennt, ist die sogenannte Gottesfurcht. Gemäß der Bibel sollen wir Gott also fürchten. Schließt die vollkommene Liebe die Furcht nicht aus? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir eine Unterscheidung machen im Begriff der Furcht. Die Furcht eines Sklaven führt dazu, dass er den Willen seines Herrn vollbringt, aber ohne innere Zustimmung. Die Furcht des Dieners dagegen ist auch eine Furcht vor Strafe, aber das Herz ist hier schon mit involviert. Der Diener weiß, dass es gut ist, den Befehlen des Meisters Gehorsam zu leisten. Die Furcht des Sohnes vor seinem Vater ist die Furcht ihm zu missfallen, weil er ihn liebt. Er hat Ehrfurcht vor seinem Vater, und fürchtet die Trennung von ihm. Diese Furcht ist vollkommen, weil sie aus der Liebe hervorgeht. Was also ist der Zusammenhang von Gottesfurcht und Hoffnung? In gewisser Weise ist die Gottesfurcht das Gegenstück zur Hoffnung. Wir haben nicht Angst vor Gott, aber wir fürchten, dass wir Gott verlieren können. - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf Christus schauen, der seinen Jünger das Gleichnis vom verlorenen Sohn lehrt. Der, nachdem er sein Erbe verprasst hatte, als «Sklave» die Schweine hüten musste – ja er hätte sogar die Schoten der Schweine essen wollen. Er erinnert sich, dass sein Vater selbst die Diener gut behandelt hatte. Er wollte ihn bitten, ihn als Diener wieder aufzunehmen. Der Vater aber setzt ihn in die volle Würde des Sohnes ein. (vgl. Lk 15,20 ff) Punkt 1 – Furcht des Sklaven: Der Sklave tut, was er muss – aus Furcht vor seinem Herrn oder aus Furcht um sein Leben. So verdingt sich der Sohn als Schweinehirte – ja möchte gleichsam die Nahrung der Schweine essen, um nicht zugrunde zu gehen. Punkt 2 – Furcht des Dieners: Sein Vater behandelt die Diener gut, sie erhalten «Brot im Überfluss». Wohl fürchtet der Diener die Strafe, aber er weiss auch, dass sein Herr gerecht ist und ihm den Lohn nicht vorenthält. Punkt 3 – Furcht des Sohnes: Sein Vater lässt die schönen Kleider und einen Ring bringen, das Mastkalb schlachten und ein Fest feiern. Was wird der Sohn nun für seinen Vater empfinden, nach dem er ganz unverdient in die volle Würde eingesetzt wurde? Gespräch mit Maria, der «Magd» des Herrn, deren Furcht vor Gott ganz rein und heilig, ganz voll Liebe ist. Mit Jesus Christus, der «Ikone des unsichtbaren Gottes» - der uns offenbart hat, dass Gott Vater ist – mein Vater.
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Folge vom 29.03.2023[Hoffnung] Tag 3 – «Gratwanderung»Im eigentlichen Sinne ist die Tugend der Hoffnung nicht eine Mitte zwischen zwei Extremen. Wie die anderen göttlichen Tugenden des Glaubens und der Liebe schaut sie auf ein unendliches Gut. Solange wir nicht vollkommen sind, hoffen wir immer zu wenig auf dieses Gut, und zu viel hoffen ist niemals möglich. Im Hinblick auf unsere menschliche Existenz gibt es zwei entgegengesetzte Haltungen, die uns die Hoffnung rauben können. Dies sind die Verzweiflung und die Vermessenheit. Was ist also die Verzweiflung? Allgemein ist es die Überzeugung, ein bestimmtes Ziel nicht erreichen zu können. Das genaue Gegenteil ist die Vermessenheit. „Gott ist barmherzig,“ sagt der Vermessene, „und Er wird sicher nicht zulassen, dass ich für ewig verloren gehe.“ Auf die Versuchung zu verzweifeln, antwortet die Hoffnung: Nein, noch ist der Weg offen; wenn ich treu bleibe oder nötigenfalls umkehre, wird Gott seine Verheißung an mir erfüllen. Auf die Vermessenheit antwortet sie: Weh dir! Noch bist du nicht am Ziel. - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf den Apostel Petrus und Christus in der Nacht des letzten Paschas und der Verurteilung des Herrn blicken. Punkt 1 – «Niemals…»: Petrus widerspricht Christus, seinem Herrn und Meister: «Und müsste ich mit dir sterben, nie und niemals werde ich dich verleugnen». (Mt 26,35) Er schenkte dem, was der Heiland gesagt hat, keinen rechten Glauben. Er gibt sich den Vorzug vor den anderen und traut sich mehr Kraft und Mut zu als den Übrigen. Er baut auf seine vermeintliche Tugend und brüstet sich damit. Punkt 2 – «Und es war kalt»: Leider herrschte auch im Herzen des armen Petrus große Kälte und sein Geist hatte sich verfinstert. Dreimal verleugnet er am wärmenden Kohlefeuer seinen Heiland, der zur gleichen Zeit unermessliche Bosheit erfährt. Die Menschenfurcht ließ seine Liebe lau werden, er hatte die Warnung Christi geringgeschätzt. Punkt 3 – ein Blick voll Liebe: Der Heiland wusste um den traurigen Fall des Petrus. Anstatt ihn aber zu strafen, hatte er nur Mitleid mit ihm und schenkte ihm einen Blick voll Liebe und Erbarmen, um ihn zur Umkehr zu bewegen. Christus rührt mit seinem Blick das Herz von Petrus. Und Petrus empfängt das «Geschenk der Tränen» über seine Sünden. Gespräch mit Jesus Christus und mit Gott dem Vater, der unser Herz geschaffen hat und vor dem alles offen liegt. Bitte um rechte Selbsterkenntnis und eine feste Hoffnung dem Blick der Barmherzigkeit begegnen zu dürfen.
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Folge vom 28.03.2023[Hoffnung] Tag 2 – «Die Hoffnung der Jugend»Hoffnung und Jugend sind eng miteinander verbunden. Ein junger Mensch strahlt in der Regel mehr Hoffnung aus als ein alter Mensch. Weil der Jugendliche noch viel Zukunft und wenig Vergangenheit hat, hat er Grund zu hoffen. Das christliche Leben unterscheidet sich davon; denn hier bleibt nicht nur der Jugendliche, sondern auch der Greis in einem ganz realen Sinn Kind Gottes. Er hat nämlich das ganze ewige Leben noch vor sich, angesichts dessen die Vergangenheit ihm nur als ein kurzer Augenblick erscheint. So kann auch ein alter Mensch, wenn er an das ewige Leben glaubt, jung im Herzen sein. Die Jugend ist weiter eine Zeit der Hoffnung aufgrund ihrer natürlichen Lebendigkeit und ihres Enthusiasmus für alles, was neu ist. Das macht es für sie leicht, schwierige Sachen in Angriff zu nehmen. - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf König David blicken. Wir sehen ihn erst als jungen Mann, wie er sich für den Kampf gegen den Riesen Goliath rüstet. Wir sehen ihn als König, wie er mit dem ganzen Volk vor der Bundeslade tanzt. Und wir sehen ihn, wie er zu Gott betet. Sein Gebet sind die Psalmen. Punkt 1 – «Du bist ja nur ein Knabe»: Nur mit der Steinschleuder eines Hirtens tritt er gegen den übermächtigen Goliath an. «Der Herr, der mich aus den Tatzen der Löwen und Bären befreit hat, wird mich auch aus der Hand dieses Philisters befreien.» Punkt 2 – Tanzend spielen: Als König von Israel «drehte sich (David) im Tanz mit aller Kraft vor dem Herrn». Den Spötter erwidert er: «Vor dem Herrn […] will ich tanzend spielen! Ja, noch mehr als diesmal will ich mich erniedrigen.» Punkt 3 – Psalmist: Die Kirche betet noch heute mit Davids Worten, die Psalmen steigen ohne Unterbruch aus ihrem Herzen zu Gott. In ihnen betet sie den Weg von der Gefahr, der Aussichtslosigkeit zur Dankbarkeit, zum Vertrauen und zur Hoffnung. Gespräch mit Jesus Christus, über die Gnadenerweise, mit welchen Er mich beschenkt und um eine frische, jugendliche Hoffnung, die bereit ist für das Ziel unseres Lebens: die Heiligkeit.