Wenn Donald Trump nach Peking zu Chinas Staatschef Xi Jinping reist, dann ist das mehr als ein Staatsbesuch. Es ist das Treffen zweier Widersacher, die um die Rolle als globale Führungsmacht konkurrieren. Im Ringen um Einfluss und Hegemonie wirkten die USA zuletzt geschwächt: abhängig von chinesischen Rohstoffen, im Krieg gegen Iran ohne überzeugende Strategie. Hier Trumps atemlose Politik der schnellen Deals ohne Rücksicht auf Verluste, dort der mit Weitsicht geplante und scheinbar unaufhaltsame Aufstieg der Volksrepublik China. Wer gewinnt im Kampf der Systeme? Michael Risel diskutiert mit Dr. Josef Braml – Politikwissenschaftler; Dr. Angela Stanzel – Sinologin, Stiftung Wissenschaft und Politik; Prof. Dr. Susanne Weigelin-Schwiedrzik – Sinologin, Universität Wien
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Im SWR Kultur Forum diskutieren wir über Gott und die Welt, über Fußball und den Erdball. Unsere Gäste kommen aus Wissenschaft, Literatur und Kultur – und manchmal auch aus der Politik.
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Folge vom 13.05.2026Trump in China – Wer ist hier die Supermacht?
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Folge vom 12.05.202670 Jahre ESC – Kann Musik uns noch vereinen?Ein friedlicher Wettbewerb der Musik in Europa – das war die Idee vor 70 Jahren, als der erste damals noch „Grand Prix Eurovision De La Chanson Européene“ an den Start ging. Doch zum Jubiläum des Eurovision Song Contest (ESC) würde man sich wieder ein bisschen Frieden wünschen. Nach Jahren der Proteste boykottieren fünf Länder den Eurovision Song Contest, weil sie es falsch finden, dass Israel teilnehmen darf. Kann unter diesen Vorzeichen noch eine unbeschwerte, europäische Party gefeiert werden? Was macht einen guten ESC-Song und die passende Performance aus? Und wer wird das Rennen diesmal machen? Eva Röder diskutiert mit Jan Feddersen – Journalist und ESC-Experte; Joachim Hentschel –Musikjournalist und Autor; Prof. Dr. Barbara Hornberger – Musikwissenschaftlerin Universität Wuppertal
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Folge vom 11.05.2026Zivilgesellschaft auf dem Prüfstand – Der Streit um „Demokratie leben“Extremismus bekämpfen, Zusammenhalt stärken – das ist das Ziel von „Demokratie leben“, einem Förderprogramm, mit dem der Bund zivilgesellschaftliches Engagement unterstützt und um das ein heftiger Streit tobt. Denn Bundesbildungsministerin Karin Prien will „Demokratie leben“ neu aufstellen: Statt Projekten aus dem „linksliberalen Milieu“ soll das Geld künftig der „Mitte der Gesellschaft“ zugutekommen, so Prien – Vereinen, Feuerwehren, Schulen. Kritiker sprechen von einem Kahlschlag, viele von den durch die Kürzungen betroffenen Organisationen sehen sich in ihrer Existenz bedroht und fürchten, der Kampf gegen den Rechtsextremismus werde geschwächt. Die Reform von „Demokratie leben“ – schadet oder nutzt sie der Demokratie? Doris Maull diskutiert mit Prof. Dr. Sabine Achour – Professorin für Politische Bildung, FU Berlin; Dr. Reinhard Müller – Leitender Redakteur, Frankfurter Allgemeine Zeitung; Dominik Schumacher –Bundesverband Mobile Beratung
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Folge vom 08.05.2026Vereinte Kunstnationen? – Die Biennale Venedig zwischen Kunst und PolitikUm den russischen Pavillon bei der Kunstbiennale in Venedig gibt es seit Wochen Streit: die EU hat deswegen Subventionen gekürzt, der italienische Kulturminister will der Eröffnung aus Protest fernbleiben. Auch zum Auftritt Israels gibt es wie schon vor zwei Jahren Boykottaufrufe. Wie sind diese Debatten zu bewerten? Sind Kunst und Nationalismus noch in irgendeiner Form vereinbar? Und welche Rolle spielt das Konzept der vor einem Jahr verstorbenen Kuratorin Koyo Kouoh, die die Ausstellung unter den Titel „In Minor Keys“ (In Moll) gestellt hat? Karsten Umlauf diskutiert mit Silke Hohmann – Kunstkritikerin und Journalistin, Monopol-Magazin; Dr. Hanno Rauterberg – Kunsthistoriker und Journalist, Die Zeit; Marcus Woeller – Feuilleton-Redakteur, Die Welt