Ein Kind, das ist für viele Paare das größte Glück. Der CDU-Politiker Jens Spahn hat sein Glück mithilfe einer Leihmutter in den USA gefunden. Er hat getan, was dort erlaubt, aber in Deutschland verboten ist: er hat eine Frau dafür bezahlt, dass sie für ihn und seinen Ehemann ein Kind austrägt. Das sorgt für eine rechtliche und ethische Debatte: wie weit darf man gehen, damit der Wunsch nach einem eigenen Kind in Erfüllung geht? Wer entscheidet, was kinderlosen Paaren ermöglicht und Leihmüttern und den von ihnen ausgetragenen Kindern zugemutet werden darf? Nicht erst der Fall Spahn zeigt, wie leicht sich das deutsche Verbot umgehen lässt. Wer ein Kind im Ausland austragen lässt, unterwirft sich den dortigen, oft kommerziellen Spielregeln. Brauchen wir also eine eigene Leihmutterschaft-Regelung? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. iur. Helmut Frister – Jurist und Vorsitzender des Deutschen Ethikrats; Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann – Biologin und Philosophin, Evangelische Hochschule Bochum; Sina Tonk – Verein Terre des Femmes – Menschenrechte für die Frau e. V.
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Im SWR Kultur Forum diskutieren wir über Gott und die Welt, über Fußball und den Erdball. Unsere Gäste kommen aus Wissenschaft, Literatur und Kultur – und manchmal auch aus der Politik.
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Folge vom 24.07.2026Kinder auf Bestellung – Soll Leihmutterschaft erlaubt sein?
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Folge vom 23.07.2026150 Jahre Bayreuth – Immer noch eine deutsche Kulturinstitution?Die Bayreuther Festspiele gelten als die Mutter aller Musik- und Opernfestivals. Ihr Alleinstellungsmerkmal sind die Werke Richard Wagners, die dort ausschließlich gespielt werden. Vor 150 Jahren sind die Festspiele vom Komponisten ins Leben gerufen worden für die Aufführung des „Ring des Nibelungen“. Wagner hatte von Anfang an die Verbindung von Politik und Kunst im Sinn. Seitdem haben die Festspiele eine wechselvolle Geschichte erlebt. Sind die Festspiele auch ein Spiegel der zerrissenen deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert? Welche Bedeutung haben sie noch heute? Bernd Künzig diskutiert mit Camilla Nylund – Sängerin; Bernhard Lang – Komponist; Stephan Mösch – Professor für Musiktheaterdramaturgie an der Musikhochschule Karlsruhe
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Folge vom 22.07.2026Lesen lassen – Verlieren wir die Lust am Buch?Bildungsstudien zeigen: die Lesekompetenz ist im Sinkflug. Jeder vierte Viertklässler kann in Deutschland nur unzureichend lesen. Gerade hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ermittelt, dass der Umsatz mit jugendlichen Buchkäufern um ein Drittel eingebrochen ist und schreibt: „Der sich immer weiter verschlechternde Zustand der Lesekompetenz in Deutschland schlägt sich erstmalig deutlich in den Buchkäufen nieder.“ Verlieren wir die Lust am Buch? Lassen wir künftig lesen? Michael Köhler diskutiert mit Prof. Dr. Simone Ehmig – Leseforscherin, Mainz; Dr. Christoph Engemann – Medienwissenschaftler, Berlin; Prof. em. Dr. Cornelia Rosebrock – Lesedidaktikerin, Goethe-Universität Frankfurt a.M.
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Folge vom 21.07.2026Von der Psychiatrie ins Museum – Wie blicken wir auf „Outsider-Kunst“?Die „Sammlung Prinzhorn“ umfasst rund 40.000 Werke von Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung von 1840 bis heute - eine weltweit einmalige Sammlung sogenannter „Outsider Art“ oder auch „Art brut“. Seit 25 Jahren hat sie ein eigenes Museum in Heidelberg. Der Blick auf diese Werke hat sich in dieser Zeit stark verändert, weg vom Stigma der „Irrenkunst“ hin zu international beachteten Werken, die anderen Künstler*innen als Inspirationsquelle dienen. Doch was ist in der Kunst schon „normal“ - und was „verrückt“? Wie schauen wir heute auf Werke, die häufig gar nicht als „Kunst“ gedacht waren. Und was bedeutet das für die Art, wie man sie zeigen sollte? Marie-Dominique Wetzel diskutiert mit Brigitte Reisz – Künstlerin und künstlerische Leiterin der AHOI studios Karlsruhe; Dr. Thomas Röske – Leiter des Museum Sammlung Prinzhorn in Heidelberg; Prof. Dr. Maike Rotzoll –Medizinhistorikerin Universität Marburg