Er bündelte den Strom vergangenen Lebens in viel gelesenen Erzählungen. Beim Publikum war er sehr beliebt. „Schilderer Deutschlands“ nannte Kanzler Helmut Schmidt seinen Freund Siegfried Lenz. Mit Günter Grass begleitete Lenz 1970 Willy Brandt auf seiner Polen-Reise. Sie unterstützten dessen Versöhnungskurs und die neue Ost-Politik. Geist und Macht standen sich nie so nahe wie damals. Von überragender Bedeutung ist sein Buch „Deutschstunde“ von 1968 über Schuld und Verantwortung im NS-Staat. Am 17. März wäre Siegfried Lenz 100 Jahre alt geworden. Warum soll man ihn heute noch lesen? Michael Köhler diskutiert mit Günter Berg – Vorstand der Siegfried Lenz Stiftung; Helmut Böttiger – Literaturkritiker, Berlin; Dr. Maren Ermisch – Universität Münster, Mitherausgeberin der Hamburger Gesamtausgabe der Werke von Siegfried Lenz
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Im SWR Kultur Forum diskutieren wir über Gott und die Welt, über Fußball und den Erdball. Unsere Gäste kommen aus Wissenschaft, Literatur und Kultur – und manchmal auch aus der Politik.
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Folge vom 13.03.2026Schilderer Deutschlands – Warum Siegfried Lenz lesen?
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Folge vom 12.03.2026Nicht totzukriegen – Was fasziniert uns am Vampir?Ob Kinofilme wie „Blood and Sinners“, Remakes wie „Dracula – Die Auferstehung“ oder Serien wie „Oderbruch“ und „What we do in the Shadows“ – zahllose Regisseure und Autoren erzählen wieder Vampirgeschichten. Die Kritiker und das Publikum sind begeistert: „Blood and Sinners“ ist in 16 Kategorien für den Oscar nominiert, die ARD-Produktion „Oderbruch“ wurde über 13 Millionen Mal gestreamt. Woher kommt das Interesse an diesen blutrünstigen Gestalten? Was ist neu an den Vampirfiguren von heute? Und was erzählt die Lust am Grauen über unsere Gegenwart? Norbert Lang diskutiert mit Dana Grigorcea – Autorin; Simeon Elias Hüttel – Kulturwissenschaftler; Prof. Dr. Marcus Stiglegger – Filmwissenschaftler
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Folge vom 11.03.2026Angst vor dem Crash – Was kostet uns der Irankrieg?Rekordpreise an den Tankstellen, nervöse Finanzmärkte – zwar hat US-Präsident Donald Trump den Öl-Schock vorübergehend abmildern können, indem er ankündigte, der Krieg im Iran sei „bald vorbei“. Doch noch gehen die Angriffe der USA und Israels weiter, ist eine Ende der Kämpfe nicht in Sicht. Unter seinem neuen Führer Mojtaba Chamenei hält der Iran die Straße von Hormus weiter besetzt. Und viele fragen sich: Wohin führt das alles – für die angeschlagene deutsche Wirtschaft, für die vom Iran attackierten Golfstaaten, für die Weltwirtschaft insgesamt? Eva Röder diskutiert mit Prof. Dr. Rüdiger Bachmann – Wirtschaftswissenschaftler Universität Michigan; Dr. Bente Scheller – Nahostexpertin Heinrich-Böll-Stiftung; Dr. Sebastian Sons – CARPO-Institut
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Folge vom 10.03.2026Allmächtig oder überschätzt – Was kann KI wirklich?Klima retten, Autos lenken, Krebs erkennen, Urlaub buchen: Künstliche Intelligenz, so versprechen es die Tech-Konzerne, wird unser Leben bald überall begleiten, wenn nicht dominieren, und das weckt sowohl Hoffnungen als auch Ängste. Andererseits merken wir noch wenig von dieser Zukunft: Chatbots machen weiter Fehler, Firmen stellen KI-Experimente ernüchtert ein. Werden die Sprachmodelle gar nicht immer besser? Bleiben sie für sensible Bereiche unbrauchbar? Ist KI zu ressourcenhungrig, um sie sinnvoll einzusetzen? Wer profitiert vom Hype? Und was passiert, wenn die Blase platzt? Bernd Lechler diskutiert mit Prof. Dr. Holger Hoos – Lehrstuhl für Methodik der Künstlichen Intelligenz, RWTH Aachen; Prof. Dr. Rainer Mühlhoff – Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz, Uni Osnabrück; Prof. Dr. Katharina Zweig – Leiterin Algorithm Accountability Lab, RPTU Kaiserslautern