„Talent zum Glück“. Der Erbe eines Schausteller-Imperiums hat es im gleichnamigen ersten Roman von Sasa Hanten, Rechtsanwältin, Kunstsammlerin und Kolumnistin, aufgewachsen auf einem Bauernhof, Internat in Kaiserslautern. Worin besteht dieses Talent, im Roman wie im Leben? „Die Welt so zu formen, dass die Wahrscheinlichkeit für Glück sich erhöht“. Insgesamt sei ihr Roman ein Aufruf zur Opulenz, vor allem zur inneren Fülle. Denn „Talent verpflichtet“. Außerdem brauche man „Witz und Würde im Umgang mit Dingen, die man nicht ändern kann“. Nicht zu vergessen: „Impertinenz zahlt sich aus“.
Kultur & Gesellschaft
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Wir sprechen jede Woche mit Zeitgenossen, die auf einen besonderen Lebensweg zurückblicken: Sie sind Aktivist*innen, Künstler*innen oder Forscher*innen. Sie haben Zeitgeschichte erlebt und geprägt – und sie haben viel zu erzählen. Zur ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/swr2-zeitgenossen/8758618/
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Folge vom 26.09.2026Sasa Hanten: „Subversive Strategien sind genau mein Ding“
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Folge vom 19.09.2026Marieke Reimann: „Der negative Ton sorgt für Verdruss“ | Lukas Rietzschel: „Man kann den Osten nicht generalisieren“Menschen mit Ost-Biografie seien nicht ausreichend vertreten in Politik, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Außerdem würden ostdeutsche Realitäten oft verzerrt dargestellt. Erklärt die Publizistin Marieke Reimann und fordert eine „zweite Wende“. Ostdeutsche Biografien beschreibt der Schriftsteller Lukas Rietzschel in Romanen und Theaterstücken, zum Beispiel über das Leben eines AfD-Politikers. Oder über Leute, die seit Jahren in einem Schwebezustand leben. Den Aufstieg der Rechten könne man aber nicht mit Befindlichkeiten erklären. Eher mit einer Demokratie, die sich selbst schwächt.
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Folge vom 12.09.2026Monchi: „Ich hab‘ Bock auf konstruktives Streiten“ | Jana Hensel: „Die westdeutsch dominierte Politik hat Fehler gemacht“Zwei prominente ostdeutsche Stimmen zum Erfolg der Rechten. Die Publizistin Jana Hensel erklärt, „warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet“. Und meint, eine westdeutsch dominierte Politik habe seit der Wende dazu geführt, dass eine in Teilen rechtsextreme Partei im Osten zur stärksten politischen Kraft werden konnte. Was tun, wenn nicht mit der AfD Reden nicht mehr geht, weil die Nachbarschaft mehrheitlich rechts wählt? Diesen Alltag in seinem „54-Prozent-Dorf“ beschreibt Monchi, Sänger der Band „Feine Sahne Fischfilet“, in seinem Buch „Jenseits der Brandmauer“.
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Folge vom 05.09.2026Carolin Amlinger: „Alles, was der AfD schadet, nutzt der Demokratie“„Seit den 1930er Jahren hat die radikale Rechte keinen solchen Aufschwung erlebt“, sagt Carolin Amlinger. Die Literatursoziologin diagnostiziert aktuell eine grassierende „Zerstörungslust“ als Kern dessen, was sie „Demokratischen Faschismus“ nennt. Statt sich programmatisch rechten Parteien wie der AfD anzunähern, fordert sie die Parteien der politischen Mitte auf, eigene Zukunftsvisionen zu entwickeln. Ziel müsse es sein, die vielen frustrierten Menschen in Deutschland wieder für die Demokratie zu begeistern. Buch-Tipp: Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey: „Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus“, Suhrkamp Verlag, 30 Euro