„Nur wo wir handeln, fühlen wir uns lebendig“. Diese menschliche Konstante drohen wir zu verlieren, warnt der Soziologe Hartmut Rosa, wenn wir uns zunehmend von KI und Algorithmen steuern lassen: wenn wir uns freiwillig in Konstellationen begeben, Protokolle bedienen, Optionen wählen, Formulare ausfüllen. Unser Spielraum für eigenes Handeln verringere sich dadurch. Auch das moralische Urteilsvermögen gehe verloren. Langfristig eine Gefahr für die Demokratie. Bekannt wurde Hartmut Rosa, Professor in Jena, aufgewachsen im Südschwarzwald, durch seine Theorien zu „Beschleunigung“ und „Resonanz“.
Kultur & Gesellschaft
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Wir sprechen jede Woche mit Zeitgenossen, die auf einen besonderen Lebensweg zurückblicken: Sie sind Aktivist*innen, Künstler*innen oder Forscher*innen. Sie haben Zeitgeschichte erlebt und geprägt – und sie haben viel zu erzählen. Zur ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/swr2-zeitgenossen/8758618/
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Folge vom 25.05.2026Hartmut Rosa: „Das Verfügbarmachen der Welt erzeugt Monster“
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Folge vom 23.05.2026Olaf Salié: „Unabhängig sein, das habe ich früh entwickelt“Für Olaf Salié verkörpert das französische Chanson eine Lebensphilosophie: „Das Chanson predigt Individualismus. Es ermutigt, einen eigenen Weg zu gehen“. Zum Beispiel, weil Liebe und Freiheit immer zusammengedacht werden. Damit haben große Chansonnièren wie Juliette Gréco das Bild der emanzipierten, auch sexuell unabhängigen Frau geprägt. Als Arbeiter- und Kampflied hat das Chanson soziale Missstände kritisiert und mit „Le Déserteur“ die Hymne der Pazifisten hervorgebracht. Andererseits kollaborierten Edith Piaf und Maurice Chevalier mit den Nazis. Auch das gehört zur Geschichte dieses Lieds.
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Folge vom 16.05.2026Roland Emmerich: „Was auch immer ich mache, muss groß sein“Er ist ein Meister der Apokalypse. Wenn auf der Leinwand die Welt untergeht, steckt oft Roland Emmerich dahinter. Der international gefeierte Regisseur ist bekannt für spektakuläre Katastrophenfilme wie „The Day After Tomorrow“ und „Independence Day“. Wie entstehen Weltuntergangsszenarien fürs Kino? Was treibt ihn an, ganze Städte einstürzen zu lassen und den Himmel in Flammen zu setzen? Und welche Geschichten interessieren ihn heute? Darüber spricht Roland Emmerich, geboren in Stuttgart, aufgewachsen in Maichingen, Karriere in Hollywood, in Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart.
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Folge vom 14.05.2026Alexander Alberts-Dakash: „Die Suche nach den leiblichen Eltern kostet sehr viel Kraft“Am Anfang stand die Frage, wer die eigenen, biologischen Eltern sind. Danach hat Alexander Alberts-Dakash die genealogische Recherche zu seiner Profession gemacht: Auf der Basis von Speichelproben und DNA-Profilen forscht der DNA-Detektiv in Kirchenbüchern, Sterberegistern und anderen Dokumenten nach der Herkunft seiner Klienten, in der Regel Adoptiv-, Spender- oder Kuckuckskinder. Das Wissen über die eigene Herkunft, sagt er, sei zentral für die Identitätsbildung eines Menschen. In politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich unsicheren Zeiten boomt das Interesse an der Ahnenforschung.