TalkLeben & Liebe
Tabubruch von MDR AKTUELL Folgen
Nicht jeder führt ein "normales Leben". Soldaten mit Kriegstraumata, trans* Personen oder Menschen mit schweren Erkrankungen - es gibt Personen, deren Lebensgeschichten sind ungewöhnlich und mit Tabus behaftet. Sie leben mit besonderen Schicksalen. Oft leiden sie darunter, aber selten wird über sie berichtet. MDR AKTUELL gibt Menschen ein Gesicht, deren Leben hinter Nachrichtenmeldungen und Statistiken steckt. Juliane Neubauer trifft diese Männer und Frauen, begleitet sie und hört ihnen zu, um ganz persönliche Geschichten zu erzählen. Es geht nicht um normale Interviews, sondern um tiefreichende Gespräche, die Barrieren brechen und den Horizont erweitern. Es ist Zeit, einige Tabus zu brechen.
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Folge vom 25.04.2025Arbeit im Kinderhospiz: Zwischen tieftraurig und irre witzigNadine ist Trauerbegleiterin in einem Kinder- und Jugendhospiz. Von Freunden und Bekannten hört sie immer wieder: "Das könnte ich nicht!" Doch auch wenn Nadine erlebt, wie Kinder und Jugendliche sterben, erfüllt sie ihre Arbeit. Sie sagt, in ihrem Hospiz gehe es weitaus fröhlicher, lustiger und lebendiger zu, als viele glaubten: "Natürlich sind wir tieftraurig, wenn die Kinder versterben. Aber bis dahin ist so viel Freude. Ganz viel Liebe." Es sei an der Zeit, das Thema Kinderhospiz aus der Tabuzone zu holen. Denn von dem, was dort geschehe, könne jeder und jede viel mitnehmen für das eigene Leben und dem Umgang mit Trauer. Links: - Bundesverband Kinderhospiz e.V. - https://www.bundesverband-kinderhospiz.de/ - Podcast-Tipp: Tschüss Kohle, Hallo Zukunft - https://1.ard.de/tschuess-kohle Wenn auch Du uns Deine Geschichte erzählen oder uns ein Thema vorschlagen möchtest, dann schreib unserer Autorin Juliane! Gern auch anonym - an tabubruch@mdraktuell.de.
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Folge vom 21.03.2025Wechseljahre: „Die schwärzeste Zeit meines Lebens“Herzrasen, Herzstolpern – es waren unerklärliche Beschwerden, die Katrin aus ihrem Alltag rissen. Die heute 56-Jährige war ratlos, ebenso die Ärzte und Ärztinnen, bei denen sie Hilfe suchte. Katrin, eigentlich eine Powerfrau im Beruf und im Privaten, konnte nicht mehr. Sie war lange krankgeschrieben, hatte wenig Energie und konnte nicht mehr arbeiten. Dazu die Symptome, die Ungewissheit und Todesangst wegen der Herzprobleme. Es dauert lange, bis endlich eine Psychologin schaltet. Sie sagt zu Katrin: Das sind die Wechseljahre! Ab da geht es für Katrin bergauf. Doch sie fragt sich bis heute: Warum bereitet niemand Frauen auf diese Zeit vor? Mehr als neun Millionen Frauen sind allein in Deutschland derzeit in den Wechseljahren. Und wenige haben sich vorher intensiv damit beschäftigt. Auch viele Ärztinnen und Ärzte haben wenig Ahnung. Und so leiden viele Frauen unnötig. Sie plagen sich mit Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und zig anderen Symptomen der Wechseljahre. Eigentlich könnte ihnen besser geholfen werden, aber dazu fehlt es an Wissen. Katrin tut inzwischen selbst etwas gegen diese Unwissenheit. Mit einem Podcast, der Frauen helfen soll, durch diese Zeit zu kommen. Niemand soll so leiden müssen wie sie, findet Katrin. Links: - Deutsche Menopause Gesellschaft e.V. - https://www.menopause-gesellschaft.de/was-ist-die-menopause - Deutscher verband für Wechseljahreberatung e.V. - https://dv-wechseljahreberatung.de/ Podcast-Tipps: - Katrins Podcast "Hormongesteuert – der Wechseljahre-Podcast mit Dr. Katrin Schaudig" - https://1.ard.de/hormongesteuert - Podcast Durchgefallen – Wie Schule uns als Gesellschaft spaltet - https://1.ard.de/podcast-durchgefallen Wenn auch Du uns Deine Geschichte erzählen oder uns ein Thema vorschlagen möchtest, dann schreib unserer Autorin Juliane! Gern auch anonym - an tabubruch@mdraktuell.de.
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Folge vom 21.02.2025Haptophobie – panische Angst vor BerührungenAndere berühren oder selbst berührt werden, das ist für Ingo ein No-Go. Er leidet unter Haptophobie, er hat panische Angst davor berührt zu werden. Diese Angst begleitet ihn seit Jahrzehnten – und sie könnte ihn das Leben kosten. Die Angst hat ihren Ursprung in einer heftigen Gewalterfahrung, die Ingo 1993 erlitten hat. Die körperlichen Schmerzen verschwanden bald, aber etwas war anders nach dem Vorfall. Erst nach und nach merkte Ingo, dass er keine Berührungen von anderen mehr zulassen will. Lange bekommt er wenig Hilfe. Die Sensibilität im Umgang mit solchen Fällen ist damals weniger ausgeprägt als heute. Inzwischen hat er sich, auch mit Hilfe eines Arztes, in seinem Leben mit der Berührungsangst arrangiert. Es geht viel darum, die Kontrolle zu behalten, denn ungewollte Berührungen lauern überall im Alltag. Deswegen, so erzählt es Ingo, war die Corona-Pandemie auch wie Urlaub für ihn. Plötzlich hielten alle Abstand. Tragisch ist, dass die Berührungsangst Ingo nicht nur einschränkt, sondern ihn auch das Leben kosten könte. Denn Ingo ist krank. Wenn er sich nicht behandeln lässt, könnte er bald sterben. Diagnose und Therapie will Ingo aber nicht über sich ergehen lassen, da sie Kontrollverlust und unvermeidliche Berührungen mit sich brächten. Mit Juliane Neubauer spricht Ingo darüber, warum er sich auf seinem bunten Motorrad am sichersten fühlt, in welchen seltenen Fällen er Berührungen zulassen kann und wie er damit lebt, dass seine Angst ihn umbringen könnte. Links: Hier erzählt Ingo seine Geschichte - https://haptophobie.de/ Hilfe bei Angststörungen - https://www.angstselbsthilfe.de/ Klinik mit Schwerpunkt Phobien - https://www.oberbergkliniken.de/krankheitsbilder/phobien Podcast-Tipp: Willkommen im Club - der queere Podcast von PULS - https://1.ard.de/willkommen-im-club Wenn auch Du uns Deine Geschichte erzählen oder uns ein Thema vorschlagen möchtest, dann schreib unserer Autorin Juliane! Gern auch anonym - an tabubruch@mdraktuell.de.
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Folge vom 06.01.2025Alleinerziehend mit drei Kindern: "Mein Leben ist unfassbar voll"Kinder großzuziehen, ist fordernd. Was für Paare gilt, gilt noch mehr für Alleinerziehende. Was sie leisten müssen, bringt sie oft an ihre Grenzen. Darüber wird viel zu selten gesprochen, findet Anne. In dieser Folge erzählt die 31-Jährige ihre Geschichte. Sie ist allererziehend mit drei kleinen Kindern. Die Trennung vom Vater passiert, als sie zum dritten Mal schwanger ist. "Also es war wirklich so, am Morgen hatte ich keine Ahnung davon, was passiert und am Abend war ich dann alleinerziehend", erinnert sich Anne. Der Vater zeigt nach der Trennung wenig Präsenz. Anne ist auf sich alleingestellt. Sie muss sich um ihre Kinder kümmern, die unter der Trennung leiden. Sie muss selbst mit dem Ende ihrer Beziehung klarkommen und mit finanziellen Sorgen. Sie organisiert sich Hilfe, im Familien- und Freundeskreis, macht Therapie und nutzt Beratungsangebote. Auch der Wiedereinstieg in die Arbeit ist schwierig. Anne, die als Kindergärtnerin und Familienberaterin arbeitet, versucht, über die Runden zu kommen. Das alles bringt sie immer wieder an ihre Grenzen. Zeitweise hat sie Panikattacken. Heute geht es ihr besser. Sie kann berichten, was Kinder brauchen, wenn sich die Eltern trennen. Und wie man auch als Alleinerziehende wieder das Glück finden kann. Links: - Informationen für Alleinerziehende von der Diakonie: https://www.diakonie.de/informieren/infothek/aktuelles/themen/hilfen-fuer-alleinerziehende - Webseite von Anne: https://www.annebormann.de/ - Podcast-Tipp: MDR Investigativ - Hinter der Recherche https://www.ardaudiothek.de/sendung/podcast-mdr-investigativ-hinter-der-recherche/72453306/ Wenn auch Du uns Deine Geschichte erzählen oder uns ein Thema vorschlagen möchtest, dann schreib unserer Autorin Juliane! Gern auch anonym - an tabubruch@mdraktuell.de.