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TalkLeben & Liebe

Tabubruch von MDR AKTUELL

Nicht jeder führt ein "normales Leben". Soldaten mit Kriegstraumata, trans* Personen oder Menschen mit schweren Erkrankungen - es gibt Personen, deren Lebensgeschichten sind ungewöhnlich und mit Tabus behaftet. Sie leben mit besonderen Schicksalen. Oft leiden sie darunter, aber selten wird über sie berichtet. MDR AKTUELL gibt Menschen ein Gesicht, deren Leben hinter Nachrichtenmeldungen und Statistiken steckt. Juliane Neubauer trifft diese Männer und Frauen, begleitet sie und hört ihnen zu, um ganz persönliche Geschichten zu erzählen. Es geht nicht um normale Interviews, sondern um tiefreichende Gespräche, die Barrieren brechen und den Horizont erweitern. Es ist Zeit, einige Tabus zu brechen.

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Folgen von Tabubruch von MDR AKTUELL

60 Folgen
  • Folge vom 01.02.2024
    Ich bin ein Kuckuckskind
    Emma* war Anfang 20, als sie erfuhr, dass sie ein Kuckuckskind ist. Ein DNA-Test ergab: Der Mann, der für sie immer ihr Vater war, ist nicht ihr leiblicher Vater. Für Emma bricht eine Welt zusammen. Ihr sozialer Vater wendet sich von ihr ab, ein Treffen mit dem biologischen Vater endet enttäuschend. Auch die Beziehung zur Mutter erleidet zunächst eine Krise. Der ganze Fall landet sogar vor Gericht. Das bringt die nächsten seelischen Verletzungen für Emma mit sich. Irgendwann ist alles zu viel, sie erleidet einen Zusammenbruch und Panikattacken. Nach Jahren des Verdrängens arbeitet sie ihre Familiengeschichte und ihre psychologischen Probleme infolge der Ereignisse nun auf. Und sie findet, es ist an der Zeit, ihre Geschichte als Kuckuckskind zu erzählen. Denn sie ist damit nicht allein in Deutschland, auch wenn das Thema selten erzählt wird. *Emma heißt in Wirklichkeit anders, wir haben den Namen auf ihren Wunsch hin geändert. Wenn auch Du uns Deine Geschichte erzählen oder uns ein Thema vorschlagen möchtest, dann schreib uns. Gern auch anonym – an tabubruch@mdraktuell.de
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  • Folge vom 27.11.2023
    Asexualität: Ich liebe nicht wie du
    Anna (Name geändert) ist 25 Jahre alt, lebt in Berlin und studiert Psychologie. Sie sagt, sie sei asexuell und aromantisch. Klassische Beziehungen, wie sie die meisten Menschen führen, bedeuten ihr wenig bis nichts. In ihrer Jugend fühlte sie sich oft wie ein Alien. Andere hatten Beziehungen und Sex, das war ihnen wichtig. Anna selbst hatte solche Bedürfnisse nicht. Trotzdem hatte sie Beziehungen und auch Sex, aber vor allem, weil sie dachte, dass müsste so sein. Später kam sie durch eine Freundin und ein Buch auf die Idee, was bei ihr anders ist. Sie sagt, sie liebe anders als andere Menschen. Sex und Intimität lägen für sie weit auseinander. Asexualität und Aromantik seien Teil des queeren Themenspektrums, allerdings würden sie kaum beachtet. Menschen, die asexuell seien, würden stigmatisiert, findet Anna. Deswegen will sie über das Thema sprechen. Ihr Ziel: mehr Bewusstsein und mehr Offenheit dafür zu schaffen.Mit Juliane spricht Anna darüber, wie es ist, wenn einem Sex wenig oder gar nichts bedeutet. Es geht darum, dass manche asexuelle Menschen durchaus Sex haben, während andere das kategorisch ablehnen. Und Anna erklärt, unter welchen Bedingungen Partnerschaften für sie denkbar sind.Wenn auch Du uns Deine Geschichte erzählen oder uns ein Thema vorschlagen möchtest, dann schreib uns. Gern auch anonym – an tabubruch@mdraktuell.de Weiterführende Informationen zu Asexualität
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  • Folge vom 18.10.2023
    Callboy: Sex als Nebenberuf
    Noah liebt seinen Nebenberuf. Er ist Callboy. Er lässt sich von Frauen buchen, die Zärtlichkeit und Sex mit ihm erleben wollen. Die Idee hatte Noahs Lebenspartnerin, mit der er heute noch zusammen ist. Noah bewarb sich bei einer Callboy-Agentur - kurze Zeit später hatte er seinen ersten Auftrag. Das Dasein als Callboy wird, wie Prostitution allgemein, oft als Tabu gesehen und kritisch beäugt. Noah weiß das, deswegen arbeitet er unter einem Pseudonym. Nur wenige Menschen wissen von seinem Nebenjob. Eigentlich würde er das Tabu um seinen Nebenberuf gern schleifen.Im Gespräch mit Susann Böttcher berichtet Noah, wie seine Verabredungen ablaufen. Manchmal geht es nur um Sex. Oft aber suchen die Frauen vor allem Zärtlichkeit und einen Menschen, mit dem sie über alles sprechen können. Auch dann will Noah für sie da sein. Manchmal wird er nur zum Spazierengehen gebucht. Er hat Frauen für eine Nacht und Stammkundinnen, mit denen er sich schon seit Jahren trifft. Er kann von zahllosen tollen Abenden und Nächten erzählen - aber auch von negativen Erfahrungen als Callboy.Informationen über Sexarbeit: Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e.V.Hier unser Podcast-Tipp: Sputnik Pride – Podcast über queere ThemenWenn auch Du uns Deine Geschichte erzählen oder uns ein Thema vorschlagen möchtest, dann schreib uns. Gern auch anonym – an tabubruch@mdraktuell.de
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  • Folge vom 06.09.2023
    Der Tatortreiniger: Beim ersten Einsatz half Mutti
    Thomas Kundt hatte ein geordnetes Leben als Versicherungsvertreter. Aber irgendwann wollte er etwas anderes machen. So wurde er Tatortreiniger. Bei seinem ersten Einsatz half ihm seine Mutter beim Putzen. Inzwischen ist er routiniert jeden Tag im Einsatz. Er kommt, wenn Polizei, Notarzt und Bestatter weg sind. Er reinigt Leichenfundorte. Immer wieder sind es auch Tatorte. Bei jedem Einsatz trifft er auf die Hinterlassenschaften und die Geschichten von Menschen, die nicht mehr da sind. Das lässt den Familienvater Kundt nicht kalt. Im Podcast erklärt er Susann Böttcher, wie er bei seiner Arbeit vorgeht. Wie wichtig ihm Respekt vor den Toten ist. Was ein trockener und was ein feuchter Messi ist. Und wie sehr es ihn mitnimmt, wenn Kinder betroffen sind. Kundt erzählt offen über seine Arbeit. Und er hat einen Blick, was die Schicksale, die er im Rahmen seiner Arbeit mitbekommt, über Missstände in unserer Gesellschaft aussagen. Und natürlich geht es auch um Bjarne Mädel, den Schauspieler, der als Tatortreiniger einen riesigen TV-Hit landete. Kundt outet sich als großer Fan. Wenn auch Du uns Deine Geschichte erzählen oder uns ein Thema vorschlagen möchtest, dann schreib unserer Autorin Susann! Gern auch anonym - an tabubruch@mdraktuell.de.
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