Je nach Quelle und Zählungen treffen Menschen täglich bis zu 20 000 Entscheidungen. Rund 95 Prozent aller Entscheidungen laufen jedoch unbewusst und blitzschnell im Hintergrund ab.
Damit das Gehirn nicht überlastet wird, nutzt es Routinen und Faustregeln (Heuristiken), anstatt jede Option tief zu durchdenken.
Da jede Entscheidung mentale Energie verbraucht, sinkt die Qualität unserer Urteile im Laufe des Tages spürbar ab, wenn wir zu viele Entscheidungen ungebündelt treffen müssen.
Entscheidungen sollten weniger nach richtig oder falsch gefällt werden, sondern viel mehr nach der Stimmigkeit. Das Bauchgefühl gibt uns über diese Stimmigkeit oft besser Auskunft als der Kopf. Den Kopf brauchen wir hingegen dringend, wenn es darum geht, unsere kognitiven Verzerrungen aufzulösen und uns nicht von Mustern leiten zu lassen, die uns mehr schaden als nützen.
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Die Live-Sendung auf Radio SRF 1 am Vormittag ist ein radiophoner Treffpunkt, der Meinungen, Geschichten, Erfahrungen und Emotionen aus dem Alltag und dem Leben des Publikums aufgreift. Wir sind dort, wo Menschen sich treffen und bringen Menschen zusammen. Das Publikum kann während der Sendung etwas lernen, sich unterhalten und sich selbst beteiligen: direkt in der Sendung und im Internet.
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Folge vom 06.10.2026Wie treffen Sie Entscheidungen?
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Folge vom 05.10.2026Ist die Badewanne vom Aussterben bedroht?1999 haben noch fast drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer mindestens einmal im Jahr in der eigenen Badewanne gebadet. 2024 war es nur noch knapp die Hälfte. Ist die Badewanne nicht nur wörtlich ein Auslaufmodell? Die ersten Badewannen stammen wohl aus Mesopotamien und werden von Archäologinnen und Archäologen auf 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung datiert. Die erste offizielle Erwähnung einer Badewanne stammt aus dem Jahr 1300 v. Chr. Sie steht im Palast des Nestor in Pylos, Griechenland. Bis in die heutigen Tage gibt es Menschen, die gerne ein Bad nehmen, und doch geht die Zahl der Badewannen in Schweizer Badezimmern zurück. In der Sendung «Treffpunkt» sprechen wir mit der Innenarchitektin und Spezialistin für Badezimmer Christine Seyffer darüber, wie sich die Badewanne über die Jahre verändert hat, fragen, warum heute in Grossüberbauungen immer weniger Badewannen eingebaut werden und ob Duschen in jedem Fall nachhaltiger ist als ein Bad zu nehmen.
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Folge vom 02.10.2026Wanderkarten lieber digital oder in Papierform?1982 erschien in der Schweiz die erste Wanderkarte. Heute ist die ganze Schweiz mit den roten und gelben Wanderwegen abgebildet. Sowohl digital als auch auf Papier. In der Sendung «Treffpunkt» fragen wir, wofür man denn noch Papierwanderkarten benötigt. Im Studio ist Urs Isenegger von der Swisstopo und gibt einen Einblick in die Geschichte der Kartenherstellung. Er schildert anschaulich, wie Vermessungsteams früher auf die Berge kraxelten. Dies zu einer Zeit als es noch keine wasserfeste Ausrüstung gab und mutige Menschen mit ihren Kameras aus den Flugzeugen gehangen sind, um die ersten Luftaufnahmen zu machen.
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Folge vom 30.09.2026Die Viehschau: Mehr als ein Schönheitswettbewerb für das ViehKuh ist Kuh? Ganz und gar nicht – zumindest nicht, wenn eine Viehschauerin genauer hinschaut. An einer Viehschau geht es um Körperbau, Haltung, Euter, Beine und noch um einiges mehr. Eine Kuh, ein Ring, ein kritischer Blick – und am Ende entscheidet sich, welche die Schönste ist. Viehschauen gehören seit Generationen zur Schweizer Landwirtschaft. Doch diese Tradition bekommt Risse: Immer mehr Schauen verschwinden, weil es weniger Bauern gibt, der Aufwand gross ist und sich die Landwirtschaft verändert. Was passiert mit einer Tradition, die für viele zum Herbst gehört wie Nebel und Raclette? Sind Viehschauen noch zeitgemäss – oder bald nur noch eine Erinnerung an eine bäuerliche Welt, die es so nicht mehr gibt? Und auf was schaut eine Viehschaurichterin genau, damit die schönste Kuh am Ende auch gewinnt? Darüber sprechen wir heute im Treffpunkt.