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VON UNTEN - Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki

Wir sind mit Euch auf der Straße. Hört uns auf Radio Helsinki 92.6 MHz im Raum Graz, via livestream weltweit oder hier auf CBA. VON UNTEN ist ein kritisches, unabhängiges Nachrichtenmagazin mit Schwerpunkt auf regionalen Themen. Mit VON UNTEN wollen wir vor allem widerständigen und unterrepräsentierten Stimmen Gehör verschaffen und eine Alternative zu etablierten Nachrichtensendungen anbieten. Inhaltlich liegt der VON UNTEN Schwerpunkt auf politischen Themen, kulturelle Themen haben ebenfalls Platz. Folge der VON UNTEN-Redaktion auf Twitter.

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99 Folgen
  • Folge vom 07.01.2026
    Anwältin Pia Kern zum AntifaGraz25 Prozess | USA, Venezuela und das Öl
    Anwältin Pia Kern zum AntifaGraz25 Prozess In Graz findet vom 7.-9. Jänner ein groß angelegter Repressionsprozess gegen mehrere Antifaschist:innen statt, der weit über den konkreten Tatvorwurf hinausreicht. Im ersten Beitrag sprechen wir mit der Rechtsanwältin Frau Kern, die mehrere Angeklagte vertritt, über die juristische und politische Dimension des Verfahrens. Thema sind unter anderem die außergewöhnlich umfangreichen Ermittlungsmaßnahmen – von Telefonüberwachungen über Hausdurchsuchungen durch Spezialeinheiten bis hin zu Untersuchungshaft – und die Frage, ob diese verhältnismäßig waren. Wir beleuchten, welche Auswirkungen die Ermittlungen auf das Leben der Betroffenen hatten und warum die Anklage wegen „schweren Raubs“ Fragen aufwirft. Diskutiert wird auch, ob in diesem Prozess lediglich individuelle Schuld verhandelt wird – oder ob es um ein politisches Signal und die Grenzen von Protest und politischer Teilhabe in Österreich geht. Schließlich sprechen wir über die Rolle von Öffentlichkeit, Solidarität und kritischer Prozessbeobachtung. Begleitendes Rahmen- und Solidaritätsprogramm: • 7.–9. Jänner: Anlaufstelle im Spektral Graz, täglich Küfa ab 18:00 Uhr • Dienstag, 7. Jänner, 19:00 Uhr: Offenes Antifa-Treffen im Spektral • Donnerstag, 8. Jänner, 17:30 Uhr: Kundgebung der Offensive Gegen Rechts am Südtirolerplatz, Graz • Freitag, 9. Jänner, ab 20:00 Uhr: Soli-Party in der Arena Wien • Samstag 17. Jänner, ab 19:00 Uhr: Soli-Party im EKH in Wien Weitere Infos zum Prozess und zur Solidaritätsarbeit gibt es auf Instagram unter @AntifaGraz25. USA, Venezuela und das Öl  Die jüngsten Ereignisse in Venezuela markieren eine neue Eskalation der US-Außenpolitik. Die militärische Festsetzung von Präsident Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten ist kein juristischer Grenzfall, sondern ein klarer Bruch des Völkerrechts. Völkerrechtler:innen sprechen von einem Verstoß gegen die UN-Charta und einem „Verbrechen der Aggression“. Ein Selbstverteidigungsrecht besteht nur bei einem unmittelbar drohenden Angriff – dafür gibt es im Fall Venezuela keine Hinweise. Bemerkenswert ist nicht nur der massive Eingriff in die Souveränität Venezuelas – der schwerste in Lateinamerika seit 1989 –, sondern die Offenheit, mit der er erfolgt. Die US-Regierung verzichtet weitgehend auf bekannte Rechtfertigungen wie Demokratie oder Menschenrechte und spricht offen von Kontrolle und Einfluss. Kommentator:innen sehen darin eine neue Form des Neo-Imperialismus. Während einzelne republikanische Politiker:innen den Angriff mit der Behauptung rechtfertigen, Venezuela sei ein „Drogenstaat“, nutzt US-Präsident Donald Trump nahezu jede Interviewgelegenheit, um klarzumachen, dass es ihm vor allem um die Kontrolle der venezolanischen Ölvorkommen und deren Vermarktung auf dem Weltmarkt geht. In einem Interview mit dem Venezuela-Experten Tobias Lambert analysiert Radio Onda die Hintergründe, historischen Kontinuitäten der US-Interventionspolitik und mögliche Folgen für Venezuela und die internationale Ordnung.
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  • Folge vom 31.12.2025
    AntifaGraz25 Prozess: 2026 startet mit Repression | Feiertage: Nüchtern bleiben? | Silvester-Feuerwerk: Schock für Tiere
    AntifaGraz25: 2026 startet mit Repression Der Antifa-Prozess in Graz, der im Jänner 2026 beginnt, ist mehr als ein Strafverfahren. Er steht exemplarisch für den Umgang von Medien, Politik und Sicherheitsbehörden mit antifaschistischem Protest. Es scheint, als ginge es bei diesem Prozess bereits seit den Ermittlungen nicht nur um die bedauerliche Nacht, in der eine Person schwer verletzt wurde, sondern darum, jede Form von Antifaschismus mit allen möglichen Mitteln zu kriminalisieren. In einem Kommentar der Redaktion hört ihr, wie aus einer Demonstration gegen den Akademikerball ein repressives Großverfahren wurde: von entpolitisierter Vorberichterstattung über Boulevard-Framing bis zur massiven Anklage die im Rahmen des Prozesses vom 7.-9. Jänner 2026 in Graz verhandelt wird. „Ich geh mal in Trinkrente!“ – Nüchtern bleiben während der Feiertage Nüchtern bleiben während Weihnachten und Silvester? Für viele Menschen unvorstellbar. Adrien und Melissa von Radio Dreyeckland in Freiburg haben sich gefragt, wie hoch der soziale Druck zum Alkohol Trinken in den Feiertagen ist. Ihr hört einen übernommenen Beitrag von Radio Dreyeckland in Freiburg mit der Kulturwissenschaftlerin Ina Kuhn. Sie arbeitet an der Uni Freiburg und erforscht wie Menschen, die früher alkoholabhängig waren, im Alltag asbtinent leben. Silvester-Feuerwerk ist ein Schockerlebnis für Tiere Die Art und Weise wie Silvester gefeiert wird ist ein Problem für Haus- und Wildtiere und für die Umwelt. Verbrennungen, Schockzustände, geschädigte Hörorgane und andere Verletzungen werden bei Tieren nach Silvester festgestellt. Ausserdem entstehen durch Silvesterfeuerwerk in Deutschland jährlich 3.500 Tonnen Kunststoffmüll und es werden jedes Jahr mehr als 2.050 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerk sinnlos freigesetzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Dazu kommen zahlreiche Verletzungen und Todesfälle von Mennschen durch Feuerwerk. Dazu hört ihr ein Gespräch mit René Sievert vom Naturschutzbund-Regionalverband Leipzig e.V., übernommen von Radio Blau aus Leipzig.
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  • Folge vom 18.12.2025
    Radio Orange vor dem Aus?! | Valerie Springer zum Tag der Menschenrechte
    Radio Orange vor dem Aus?! Im Rahmen der massiven Sozialkürzungen der neoliberalen Wiener Regierung, wurden auch für unser Schwesternradio Orange 94.0 existenzielle Förderungskürzungen beschlossen. In einem Maß, das existenzgefährdend für das Community Radio der Hauptstadt ist. Das Grundprinzip freier Community Radios steht für niederschwellige, gesellschaftliche Teilhabe, Medienkompetenz, Vielstimmigkeit und Werbefreiheit. Also ein eigentlich als selbstverständlich geltender Teil einer funktionierenden Demokratie. Diese Struktur bringt Menschen, Kulturen, migrantisierte oder rassifizierte Menschen, Lebensrealitäten und Sprachen in einer Form zusammen, wie sonst eigentlich wenig. Vielleicht Jugendzentren, aber nicht mal dort gibt es eine dermaßene Vielfalt an Begegnungen. Doch diese Form gemeinnützigen Journalismus ist existenziell bedroht. Wieso Community Radios generell und speziell Radio Orange 94.0 in Wien wichtig sind, hört ihr in Ausschnitten der Pressekonferenz vom 4. Dezember. Die gesamte Pressekonferez könnt ihr hier nachhören. Auf der Website von Radio Organge 94.0 gibts noch mehr Infos zur aktuellen Situation. Bild: Radio FRO Valerie Springer zum Tag der Menschenrechte Zum 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, hört ihr einen Kommentar von Valerie Springer zum historischen Versprechen der Menschenrechte von 1948 und was daraus geworden ist. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte markierte einen radikalen Bruch: Die Würde des Menschen sollte über staatlicher Macht stehen. Doch zwischen rechtlicher Verankerung und gelebter Wirklichkeit klaffte immer schon und bis heute eine Lücke. Der Beitrag arbeitet auf, unter welchen Bedingungen die Charta der Menschenrechte implementiert wurde, und wieso sie trotz der eigens auferlegten Prinzipien, nicht für alle Menschen gilt. Die Schriftstellerin Valerie Springer fragt im Beitrag nach Verantwortung im Alltag, nach dem Mut zum Widerspruch und danach, wo Menschenrechte beginnen: nicht als abstraktes Ideal, sondern als Haltung im Zwischenmenschlichen. Und zwar abseits von politisch modernen Echo-Kammern oder dem eigenen Drang nach Zugehörigkeit. „Der Anspruch der Menschenrechte ist meinem Empfinden nach, jenseits westlichen Besitzstandes, nach wie vor universell.“
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  • Folge vom 26.11.2025
    Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer zu Pilotprojekt für pflegende Angehörige | Ursachen und Prävention von Femiziden
    Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer zu Pilotprojekt für pflegende Angehörige Die Stadt Graz startet ein wegweisendes Pilotprojekt: Pflegende Angehörige können künftig angestellt und fair entlohnt werden. Stadtrat Robert Krotzer erklärt, wie das Modell funktioniert, warum feministische Perspektiven dabei eine zentrale Rolle spielen und worin es sich vom burgenländischen Ansatz unterscheidet. Wir fragen nach der tatsächlichen finanziellen Verbesserung, nach Pensionsansprüchen und danach, ob die Anstellung über die Pilotphase hinaus gedacht ist. Auch verpflichtende Schulungen, laufende Unterstützung und mögliche Hürden wie Einkommensgrenzen stehen im Fokus. Außerdem: Welche nächsten Schritte plant die Stadt, damit Care-Arbeit endlich die Wertschätzung bekommt, die sie verdient? Ursachen und Prävention von Femiziden In einem aktuellen Beitrag der Tagesaktuellen Redaktion von Radio Corax sprechen die Forscherinnen Tamara Candela und Tabea Louis über ihre Arbeit zu Feminiziden. Die beiden Wissenschaftlerinnen haben im September das Paper „Das Unsichtbare sichtbar machen: Formen und Charakteristika von Feminiziden in Hamburg“ veröffentlicht, in dem sie strukturelle Bedingungen und gesellschaftliche Muster analysieren, die Gewalt gegen Frauen begünstigen. Laut dem neuen Lagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ wurden im Jahr 2023 insgesamt 360 Frauen und Mädchen getötet – 247 davon in Folge häuslicher Gewalt. Candela und Louis lehren zudem an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg das Seminar „Feminizidforschung: Eine Einführung in Theorie und Empirie“, in dem sie grundlegende Begriffe herausarbeiten und die mediale Berichterstattung kritisch beleuchten. Im Beitrag sprechen sie darüber, wie Forschung und Aktivismus zusammenwirken, warum Schutzkonzepte nur greifen, wenn sie die Realität der Betroffenen ernst nehmen, und weshalb Trans*feminizide sowie Transizide in Deutschland bisher kaum wissenschaftlich erfasst werden.
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