Bei ihrem virtuellen Parteitag läuten die US-Demokraten die heiße Wahlkampf-Phase ein. Leider wirkt die Veranstaltung streckenweise wie eine schlecht organisierte Zoom-Konferenz - doch Bernie Sanders und vor allem Michelle Obama retten den Abend.
Die US-Demokraten halten gerade ihren viertägigen virtuellen Parteitag ab, bei dem Joe Biden offiziell als Präsidentschaftskandidat gekürt wird. Bei den Reden am ersten Tag geht es aber sehr oft nicht um Biden, sondern um Donald Trump - eine zweite Amtszeit von Trump müsse unter allen Umständen verhindert werden, das sagen mehrere Redner im Laufe des Abends.
Die beste Rede kommt von Michelle Obama, der ehemaligen First Lady. Sie rettet quasi den Abend, da die virtuelle Veranstaltung davor eher wie eine amateurhafte Zoom-Konferenz gewirkt hätte, sagt Hubert Wetzel, unser US-Korrespondent in Washington.
Er erklärt im Podcast, für welches Publikum der Parteitag vor allem gedacht ist - und wieso die Strategie, vor allem gegen Trump Wahlkampf zu machen, funktionieren könnte.
Weitere Nachrichten: CSU-Ministerin Huml wusste schon früher von Corona-Test-Panne, Kalbitz schlägt Hohloch, Containern weiterhin strafbar.
Nach Redaktionsschluss ist Kalbitz endgültig als Fraktionsvorsitzender in Brandenburg zurückgetreten, die aktuelle Entwicklung lesen Sie hier: https://bit.ly/2YblIpL
Den angesprochenen Artikel über das Grundeinkommen-Experiment lesen Sie hier: https://bit.ly/3iQdc7n
**Redaktion, Moderation:** Laura Terberl
**Redaktion:** Vinzent-Vitus Leitgeb
**Produktion:** Justin Patchett
Weitere Audioquellen: Reuters
Nachrichten
Auf den Punkt Folgen
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
Folgen von Auf den Punkt
2084 Folgen
-
Folge vom 18.08.2020Wie die US-Demokraten Trump schlagen wollen
-
Folge vom 17.08.2020Belarus: Ist die Zeit des “letzten Diktators Europas” abgelaufen?Seit 26 Jahren regiert Alexander Lukaschenko Belarus. Doch seit seiner Wiederwahl mit angeblich 80 Prozent gibt es massive Proteste. Seit Tagen demonstrieren Zehntausende in Balarus gegen **Alexander Lukaschenko**. Spätestens seit der Präsident vor einer Woche mit angeblich 80,23 Prozent für eine sechste Amtszeit wiedergewählt wurde, gibt es Proteste im ganzen Land. Kaum jemand glaubt, dass **Swetlana Tichanowskaja**, die Kandidatin der Opposition, nur auf knapp zehn Prozent gekommen sein soll. Doch obwohl Lukaschenko am Montag einer Verfassungsreform zustimmte, lehnt er eine Neuwahl kategorisch ab. Inzwischen reicht der Protest in alle Teile der Gesellschaft, sagt **SZ-Russland-Korrespondentin Silke Bigalke**. Auch Russlands Präsident Wladimir Putin empfinde seinen Amtskollegen in **Minsk** zusehends als Belastung. Über die zentrale Figur der Opposition, Tichanowskaja, wisse man noch wenig. Aber sie sei ein Gegenentwurf zu einem Mann, den Guido Westerwelle einst den “**letzten Diktator Europas**” nannte. **Weitere Nachrichten:** Parteitag der US-Demokraten, FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg tritt ab. **Redaktion, Moderation:** Lars Langenau **Redaktion:** Laura Terberl **Produktion:** Carolin Lenk, Carlo Sarsky _Weitere Audioquellen: Guardian News und The Independent_
-
Folge vom 14.08.2020Kühnert: "Mein Respekt für Olaf Scholz musste erst wachsen"SPD-Vize Kevin Kühnert über sein Verhältnis zu Olaf Scholz, warum er für ihn als Kanzlerkandidaten wirbt und welche Rolle er selbst im Wahlkampf spielen wird. Olaf Scholz steht für viele linke Sozialdemokraten symbolisch für den Niedergang der letzten Jahre. Wohl auch deswegen konnte Scholz mit seiner damaligen Tandempartnerin Klara Geywitz nicht die Wahl um den Parteivorsitz gewinnen. Und ausgerechnet Scholz soll jetzt derjenige sein, der für die SPD das Kanzleramt wieder erobert? Ja, sagen nicht nur seine Vertrauten, sondern auch diejenigen, die noch vor ein paar Monaten gegen ihn Wahlkampf gemacht und gewonnen haben: Saskia Esken, Norbert Walter-Borjans und sogar Kevin Kühnert. Der stellvertretende Parteivorsitzende und Juso-Chef zählt wirklich nicht zu den Freunden von Olaf Scholz. Warum soll der Finanzminister jetzt doch der richtige Kandidat sein? "Mein Respekt für Olaf Scholz musste erst wachsen", erklärt Kühnert in dieser Folge. **Weitere Themen:** RKI-Studie in Kupferzell, EU begrüßt Übereinkunft zwischen Israel und VAE. **Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro **Redaktion:** Laura Terberl **Produktion:** Valérie Nowak _Weitere Audioquellen: SPD_
-
Folge vom 13.08.2020Gesundheitsämter: Woran es fehlt im Kampf gegen CoronaZuerst eine Panne beim RKI, dann eine in Bayern. Sind die Behörden der Corona-Krise gewachsen? Beim Blick auf die Gesundheitsämter kommen Zweifel auf. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml muss am Mittwoch eine sehr unangenehme Pressekonferenz abhalten. Etwa 44.000 Menschen, die von einer Reise zurückgekehrt sind, haben noch kein Testergebnis bekommen. Darunter sind auch 900 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Personen. Und auf Bundesebene veröffentlicht das Robert-Koch-Institut ein veraltetes Papier, wonach schon im Herbst mit einem Impfstoff gerechnet werde. Das Papier wurde kurz danach zurückgezogen. Sind die Behörden der Corona-Krise gewachsen? Beim Blick auf die Gesundheitsämter konstatiert Kristiana Ludwig, dass diese noch immer unterbesetzt sind. Die SZ-Hauptstadtkorrespondentin meint, es fehle eine schnelle Eingreiftruppe, die in Hotspots kurzfristig intervenieren kann. **Weitere Themen:** Über 1400 Neuinfektionen, 700 Festnahmen in Belarus, Delivery Hero Favorit für Dax. **Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro **Redaktion:** Vinzent-Vitus Leitgeb **Produktion:** Carolin Lenk _Weitere Audioquellen: Reuters_