In Frankfurt beginnt die Buchmesse. Aber ganz anders als gewohnt.
Insgesamt hat die Buchbranche in Deutschland 2019 einen Rekordumsatz von mehr als 9,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das ist nach wie vor mehr als die Film- und die Musikindustrie mit der Computerspielbranche zusammen. Zumindest die großen Verlage halten sich für krisenfest.
Doch die Buchmesse in Frankfurt wird dieses Jahr fast ausschließlich virtuell stattfinden. Die Präsenzmesse ist abgesagt, alles wird sich in einer Datenwolke abspielen, sagt die SZ-Literaturkritikerin Marie Schmidt. Offenbar lesen die Menschen in Coronazeiten mehr, doch die Digitalisierung der Branche lässt auf sich warten. Profitiert von der Krise hätten neben Amazon allerdings auch die auch örtlichen Buchhandlungen. Eine spezielle Corona-Literatur habe sich allerdings bislang noch nicht entwickelt.
Weitere Nachrichten: IWF fürchtet bleibenden Schaden für die Weltwirtschaft, Kritik an Unions-Vorschlag zu längeren Weihnachtsferien.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
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Folge vom 13.10.2020Buchmesse in der Datenwolke
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Folge vom 12.10.2020Corona-Bestimmungen: Wirrwarr um das BeherbergungsverbotDeutschland gleicht im Umgang mit Corona einem Flickenteppich. Und bei manchen Verboten stellen sich derzeit mehr Fragen - als sie Antworten geben. Einschränkungen beim innerdeutschen Reiseverkehr gibt es derzeit etwa in Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern. Doch die Kritik daran wächst. Für den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach etwa ist das Beherbergungsverbot völlig willkürlich: Denn keine Studie zeige, dass Reisen innerhalb Deutschlands ein Pandemietreiber seien. Man löse also damit kein Problem, da es kein Problem gebe, sagte Lauterbach der SZ. Diesen Mittwoch also steht das Thema wieder auf der Tagesordnung des Treffens der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten. Fernreisen seien in diesen Zeiten nach wie vor sehr schwierig, sagt Lea Hampel. Allerdings hält die SZ-Wirtschaftsredakteurin Warnungen vor ganzen Ländern langfristig für nicht sinnvoll. Wenn man jedoch Klarheit über die Stornierungsbedingungen habe, seien auch Auslandsreisen fürs kommendes Jahr jetzt schon planbar. In Deutschland allerdings gebe es derzeit wirklich ein Wirrwarr an Regelungen, die dringend auf ihre Wirksamkeit überprüft werden müssten. Weitere Nachrichten: Schwere Fehler in Ischgl, Wirtschaftsnobelpreis. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk, Moritz Eder _Zusätzliches Audiomaterial über dpa._
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Folge vom 09.10.2020Friedensnobelpreis 2020: Wie das Welternährungsprogramm Überleben sichertGegen Hunger als Kriegswaffe: Der Friedensnobelpreis geht verdient an das UN-Welternährungsprogramm. Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen bekommt überraschend den Friedensnobelpreis. Die Organisation wird für ihren Einsatz im Kampf gegen den Hunger in der Welt und für bessere Chancen auf Frieden in Konfliktregionen ausgezeichnet. Das WFP leiste tatsächlich Großes, sagte SZ-Redakteur Arne Perras, der lange Korrespondent in Afrika und Südostasien war. Im Südsudan habe er gesehen, wie diese Organisation in unzugänglichem Kriegsgebiet das Überleben von vielen Geflüchteten gesichert habe. Denn Hunger werde bis heute als Kriegsmittel eingesetzt. Jetzt habe aber auch die Corona-Pandemie die Situation wieder verschärft. Doch auch durch starke Bevölkerungszunahme wurden Erfolge in manchen Gegenden wieder zunichte gemacht. Allerdings sei dies kein globaler Trend. **Weitere Nachrichten:** Bundesregierung und Bürgermeister vereinbaren Schritte gegen Corona, FDP-Spitze distanziert sich von Thüringens FDP-Chef Kemmerich, Räumung “Liebig 34” in Berlin. **Moderation, Redaktion:** Lars Langenau **Redaktion:** Laura Terberl **Produktion:** Valérie Nowak, Moritz Eder _Zusätzliches Audiomaterial über Norwegian Nobel Institute in Oslo, Norway._
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Folge vom 08.10.20204000 Neuinfektionen: Ist das schon die zweite Welle?Das Robert-Koch-Institut meldet 4.000 Neuinfektionen an einem Tag. In Panik muss man deswegen nicht geraten, aber Vorsicht walten lassen. Lothar Wieler hat man zum Anfang der Coronakrise sehr häufig gehört und gesehen. Damals gaben der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) und seine Kolleginnen und Kollegen täglich ein Update. An diesem Donnerstag meldete er sich zusammen mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn zurück. Und seine Laune könnte besser sein. Er mache sich große Sorgen, sagt Wieler. Die Infektionszahlen steigen immer weiter. Mehr als 4000 Corona-Neuinfektionen meldet das RKI binnen 24 Stunden. Langsam aber stetig kommt Deutschland den Infektionszahlen aus dem Frühjahr näher. In Panik müsse man deswegen nicht geraten, sagt Christina Kunkel. Doch die SZ-Wissenschaftsredakteurin empfiehlt, Vorsicht walten zu lassen. **Weitere Themen:** Trump verweigert virtuelle Debatte, Louise Glück gewinnt Literatur-Nobelpreis. **Moderation, Redaktion:** Jean-Marie Magro **Redaktion:** Laura Terberl **Produktion:** Valérie Nowak, Moritz Eder _Zusätzliches Audiomaterial über Reuters._