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Auf den Tag genau

Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.

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Folgen von Auf den Tag genau

2057 Folgen
  • Folge vom 02.10.2023
    Die Republik Türkei
    Jahrhundertelang galt das alte Osmanische Reich als „kranker Mann am Bosporus“, dem nur deshalb nicht die Totenglocke läutete, weil sich die europäischen Großmächte nicht über die Verteilung des Erbes einigen konnten. Ihre letzten europäischen Besitzungen verloren die Türken fast alle im Ersten Balkankrieg 1912/13, und auch im Ersten Weltkrieg setzten sie mit den Mittelmächten auf das falsche Pferd. Dass nur fünf Jahre nach dessen Ende die eigentlich beschlossene Zerschlagung der Türkei null und nichtig und stattdessen deren Wiedergeburt als moderne Republik zu vermelden war, grenzt da tatsächlich an ein politisches Wunder. Zwar war der militärische Weg dorthin äußerst blutig und an einigen Fronten auch von schlimmen Gräueltaten begleitet. Dennoch blickt das 8-Uhr-Abendblatt vom 2. Oktober 1923 mit einigem Respekt in die neue Hauptstadt Angora, das heutige Ankara, und auf den uns als Atatürk bekannten Staatsgründer Mustafa Kemal Pascha. Wie weit man in Deutschland von einem vergleichbaren Aufbruch entfernt war, wie tief man, im Gegenteil, in der politischen und ökonomischen Dauerkrise steckte, verrät einmal mehr der Preis, den man aufwenden musste, um des Abends in der S-Bahn oder Stammkneipe von den Entwicklungen in der fernen Türkei zu lesen: 4 Millionen Mark. Das Wort hat Paula Rosa Leu.
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  • Folge vom 01.10.2023
    Aida - Erich Kleibers Antritt an der Staatsoper
    Wenn in Musikerkreisen nach den bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts gefragt wird, fällt der Name Kleiber meistens gleich zweimal. Obwohl sein Repertoire so begrenzt und seine Auftritte so selten waren, wird Sohn Carlos (Jahrgang 1930) von hochrangigen Kollegen regelmäßig zum "greatest conductor of all time" gewählt. Aber auch schon Vater Erich (Jahrgang 1890) galt zu Lebzeiten als großer Pultstar. Prägend waren dabei vor allem seine zwölf Jahre an der Berliner Staatsoper, zu deren Musikalischem Leiter er 1923, erst 33jährig, als Nachfolger von Leo Blech berufen wurde. Neben seinen Interpretationen des großen romantischen Opernrepertoires avancierten insbesondere Uraufführungen wie die von Alban Bergs Wozzeck zu Höhepunkten des Weimarer Musiktheaters. Aber auch um das italienische Fach machte sich der hochpolitische Internationalist und Antifaschist Erich Kleiber verdient, unter anderem gleich zu Beginn seiner Ära um Giuseppe Verdis Aida. Was die Deutsche Allgemeine Zeitung, deren Preis am 1. Oktober 1923 auf 3 Millionen Mark geklettert war, davon hielt, weiß Frank Riede.
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  • Folge vom 30.09.2023
    Wiedersehen mit Eleonora Duse
    Eleonora Duse zählte fraglos zu den größten Theaterschauspielerinnen ihrer Zeit. Einer Zeit, die sich vor einhundert Jahren bereits dem Ende zuneigte, denn „die Duse“ zählte damals bereits 65 Jahre und hatte sich, bedingt durch den Weltkrieg, einen Autounfall und gesundheitliche Probleme, bereits seit einigen Jahren auf der Bühne rar gemacht. Umso größer war allenthalben die Freud , dass eines ihrer seltenen Gastspiele sie im September 1923 noch einmal nach Wien führte, wo sie auf den Robert-Bühnen in der Wasagasse in Tommaso Gallarati Scottis heute zumindest hierzulande vergessenem Volksstück Cosí sia – So sei es – zu erleben war. Die Erinnerungen, die ihr Spiel beim Theaterkritiker Oskar Maurus Fontana weckte, klingen retrospektiv beinahe schon wie ein vorweggenommener Nachruf, denn nur ein gutes halbes Jahr nach diesen letzten Auftritten auf dem europäischen Kontinent starb die Duse am 21. April 1924 auf einer USA-Tournee in Pittsburgh/Pennsylvania. Der Berliner Börsen-Courier vom 30. September 1923 (dessen Morgenausgabe am Kiosk 3 Millionen Mark kostete) und Paula Rosa Leu flechten dieser großen Mimin einen wohlverdienten Kranz.
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  • Folge vom 29.09.2023
    Werner Bergengruen: Wirklichkeit
    Viele betrachten die Literatur als Spiegel ihrer Entstehungszeit. So lernen wir beim großen Realisten Honoré de Balsac und in seinem 88 Titel umfassenden Zyklus „La comédie humaine“ die französische Gesellschaft der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kennen. Natürlich erkennen wir Lesenden auch stets Parallelen zu unserer Zeit und unserer Gesellschaft. Seltener stellen wir uns aber die Frage, welchen Verlauf die in früheren Zeiten verfassten Geschichten eigentlich heutzutage nehmen würden. In der BZ am Mittag vom 29. September 1923 tut genau dies der deutsch-baltische Schriftsteller Werner Bergengruen, der seit 1922 in Berlin journalistisch tätig war. Er nimmt die berühmte Erzählung von Balsac „Das Chagrinleder“ und passt die Story der seinigen Welt an. Es liest für uns Frank Riede.
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