Heute wagen wir mal wieder einen kleinen Ausblick auf die nächste Woche mit "Musik grenzenlos": Welche Themen stehen im Fokus der kommenden Hörbars?
Da wäre zum Beispiel die Formation Black Sea Dahu aus der Schweiz mit ihrer melancholisch-faszinierenden Mischung aus Kammerpop und Dark Folk. Oder: Mammal Hands, ein Trio aus London, das auf seinem neuen Album "Circadia" mal wieder mit hypnotischen Jazzsounds überzeugt.
Außerdem: Lucas Santtana, der liebenswerte Tropicália-Experte aus Salvador de Bahia - ebenfalls mit neuem Album ("Brasiliano").
Nicht zu vergessen: der spanische Pianist Marco Mezquida und Oud-Virtuose Yinon Muallem aus Israel. Eine wunderbar bunte Hörbar-Klangwelt erwartet uns also mal wieder - in Auszügen auch in dieser Wochenend-Ausgabe. Und: wir gedenken Michel Portal, dem französischen (Bass-) Klarinettisten, der in seinem langen Künstlerleben die Grenzen der Ausdrucksmöglichkeiten seines Instrumentes verschoben hat, in einer beispiellosen Mischung aus Jazz, Neuer Musik, Klassik und Weltmusik. Am 12. Februar ist er im Alter von 90 Jahren in Paris gestorben.
Weltmusik gemischt
Die hr2-Hörbar Folgen
Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
Folgen von Die hr2-Hörbar
100 Folgen
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Folge vom 21.02.2026Musik grenzenlos von Michel Portal bis Marco Mezquida
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Folge vom 20.02.2026Romana Amerling singt Henry Love & mehr Musik grenzenlosWenn man im Wien der 1920er und 30er Jahre als Komponistin was werden wollte, war es ratsam, sich ein Pseudonym zuzulegen. Ein männliches Pseudonym! Uns so wurde aus der begabten und gefragten Pianistin Hilde Loewe-Flatter im Handumdrehen Henry Love und schrieb zahlreiche, zur damaligen Zeit beliebte Lieder und Jazzschlager. Die Wiener Sopranistin Romana Amerling hat einige dieser Songs ausgegraben und widmet ihnen ihr neues Album. Wir entdecken ein eigenständiges, zwischen Wiener Kulturerbe, literarischem Anspruch und Unterhaltungskunst oszillierendes Chanson-Werk. Amerling bringt diese facettenreiche Musik erstmals wieder zum Klingen - elegant, leichtfüßig, swingend, mit einem Hauch von Cabaret. An ihrer Seite: Mitglieder der Wiener Philharmoniker wie zum Beispiel der Klarinettist Daniel Ottensamer. Amerling, die sonst eher auf internationalen Konzertbühnen und in Opernproduktionen präsent ist, zeigt hier eine weitere Seite ihrer künstlerischen Persönlichkeit.
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Folge vom 19.02.2026Raül Refree & Maria Mazzotta & mehr Musik grenzenlosDer Katalane Raül Refree und die aus dem süditalienischen Salento stammende Maria Mazzotta haben sich Zeit gelassen, zueinander zu finden. Er, der Produzent und Gitarrist aus Barcelona, fand ihre Stimme schon früh bemerkenswert; sie ist tief verwurzelt in der musikalischen Tradition ihrer Region. Als die Beiden sich schließlich in Apulien trafen, teilte Mazzotta mit ihm die Lieder des alten süditalienischen Repertoires und die Geschichten dahinter - darunter die pizzica taranta, ein Ritualgesang, der einst als musikalisches Heilmittel gegen tiefe Schwermut galt. Als Refree später den Auftrag erhielt, ein Werk über Metamorphosen zu schreiben, griff er auf dieses Material zurück: Lullabys, Klagegesänge und religiöse Weisen bis hin zur ekstatischen Pizzica. Und so hat sich das gemeinsame Projekt "San Paolo di Galatina" geformt, eine musikalische Erzählung über Trost, Transformation und die Kraft des Rauschs. Neben diesem intensiven Duo-Projekt öffnen wir die Ohren heute außerdem für weitere Stimmen der globalen Klanglandschaft: etwa den Garifuna-Gesang von Aurelio aus Honduras, den energiegeladenen brasilianischen Roots-Sound von Matuto und die tief empfundene Poesie des Portugiesen Salvador Sobral.
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Folge vom 18.02.2026Federspiel: Wir & Jetzt & mehr Musik grenzenlosSieben Bläser, ein neues Kapitel: Die Gruppe Federspiel aus Österreich spannt mit dem Album "Wir & Jetzt" einen Bogen über zwei Jahrzehnte lebendige Bandgeschichte zum Hier und Jetzt. Erfahrung und Neugier greifen dabei kreativ ineinander, dem Septett geht es schon lang nicht mehr um schiere Virtuosität und den vordergründigen Schaueffekt. Ihre Eigenkompositionen laden zum Innehalten und Nachdenken ein und feiern die Magie des Augenblicks: jenen schmalen Streifen zwischen Vergangenheit und Zukunft, den allein wir mit unserem Handeln füllen und beeinflussen können. Wir leben nur im Hier und Jetzt, und dieses "Wir", das ist für die innovative Blaskapelle aus der Wachau viel mehr als die eigene Band: das sind wir alle! Federspiel, so hat mal ein Kollege vom Schweizer Radio SRF gesagt, das ist "ein Spiel zwischen Rausch und Attacke, zwischen Tradition und Revolution, zwischen Ernst und Ironie". Wie wahr! Außerdem in der Sendung: die ivorische Sängerin Dobet Gnahoré mit energiegeladenem Afropop, Dulce Joya Léon mit romantisch-virtuoser Klavierpoesie, Bukahara mit globalem Urban Folk, The Ukrainians mit ihrer Osteuropa-Variante des Kraftwerk‘schen "Models", Luísa Maita mit lässigem São-Paulo-Groove, der Pianist Michael Schlierf mit Band und ?Shmaltz! mit einem raffinierten Balkan-Tango.