Mit dem Tod von Abdullah Ibrahim verliert die Musikwelt eine ihrer prägenden Stimmen - einen Pianisten, dessen Spiel weit über den Jazz hinauswirkte.
Geboren in Kapstadt, wurde er zum musikalischen Erzähler der südafrikanischen Geschichte: geprägt von Spiritualität, vom Kampf gegen Apartheid und von einer tiefen Verbindung zu afrikanischen Traditionen. Sein reduziertes, oft meditatives Klavierspiel verband Jazz mit Gospel, Township-Rhythmen und klassischer Form - und schuf eine unverwechselbare Klangsprache. In der Hörbar erinnern wir daran mit Aufnahmen wie "Calypso Minor", "The Mountain of the Night", "Moniebah" oder "African Market" - Musik von großer Ruhe und innerer Kraft.
Außerdem: Oquestrada eröffnen mit leichtfüßigem Folk-Charme aus Portugal, Patent Ochsner und Chantal Acda setzen Akzente, während Anoushka Shankar und Acetre globale Klangräume öffnen. Dazu kommen feinsinnige Pop- und Chansonfarben von Melissmell, neues von The Ediacaran & Raquel Lúa sowie afrikanische Energie von Mokoomba und vieles mehr.
Weltmusik gemischt
Die hr2-Hörbar Folgen
Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
Folgen von Die hr2-Hörbar
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Folge vom 23.06.2026Abschied und Nachklang – Abdullah Ibrahim & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 21.06.2026Die Welt in Vierteltönen: Ibrahim Maalouf & mehr Musik grenzenlosEs gibt viele gute Trompeter auf der Welt. Aber nur ganz wenige verstehen sich darauf, die Töne zwischen den Tönen zu treffen mit ihrem Instrument, das ja nur drei Ventile besitzt. Eigentlich. Denn Ibrahim Maalouf, der französisch-libanesische Trompeter, hatte das Glück, dass sein Vater nicht nur ein Musikliebhaber, sondern auch ein Tüftler war. Er fügte ein viertes Ventil hinzu und erfand die Viertelton-Trompete, mit der es erstmals möglich war, auch arabische Tonskalen korrekt zu spielen. Ibrahim Maaloufs erstaunliche Karriere zwischen Jazz und World Music fußt zu einem guten Teil auf dieser Erfindung. Und er möchte diese Spielweise gerne weitergeben, in der Welt verbreiten, die nahöstliche und westliche Klangwelt ein Stück näher zusammenbringen. "Trumpets of Michel-Ange" hat er sein künstlerisch-pädagogisches Projekt genannt und unter diesem Titel jetzt schon das zweite Album zusammengestellt. Wir hören rein in die überaus farbige und lebensfrohe Klangwelt des Ibrahim Maalouf und seiner Freunde. Dazu gibt’s an der Hörbar wie gewohnt einen bunten Querschnitt durch die grenzenlose Welt der Musik.
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Folge vom 20.06.2026Dalaras, Touchwood, Wildes Holz & mehr Musik grenzenlosGeorge Dalaras hat sich vor gut 20 Jahren mit dem albanischen Akkordeonisten Dasho Kurti zusammengetan und erkundet musikalisch die nordgriechische Grenzregion. Das deutsch-irische Duo "Touchwood" erzählt uns die Geschichte von "Sovay", die beinahe ein tödliches Ende genommen hätte, und das Trio "Wildes Holz" ist mit einer wirklich aparten Version von "Popcorn" zu hören. Das war jener Instrumental-Hit vom Moog-Synthesizer-Pionier Gershon Kingsley von 1969, den wir zwar alle kennen, uns dann aber immer fragen: wie heißt das Ding eigentlich noch mal? Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
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Folge vom 19.06.2026Jazz-Nostalgie mit Jeff Goldblum & mehr Musik grenzenlosDer in erster Linie als Schauspieler bekannte Jeff Goldbum gibt wieder den Jazz-Crooner mit seinem Mildred Snitzer Orchestra und legt mit "Night Blooms" das Nachfolgealbum zum letztjährigen "Still Blooming" vor. Auch diesmal mit dabei die "Wicked"-Kolleginnen Cynthia Erivo und Ariana Grande. Dreimal ist der Chef am Klavier diesmal als Sänger zu hören, ansonsten hat er sich wieder illustre Gäste eingeladen wie Melody Gardot oder Scarlett Johansson, und sie präsentieren neben Songs aus dem "Wicked"-Musical echte Jazz-Evergreens wie "Mean to me", "As time goes by" oder "Stella by starlight". Jazz-Nostalgie vom Feinsten. Außerdem nimmt uns Sigrid Moldestad mit zu einem beschaulichen Herbstabend an der norwegischen Küste, für den Afrikaner Balla Tounkara ist die Welt verrückt, Mahsa Vardat aus dem Iran erinnert an die Vergänglichkeit des Seins, und Eckart Breitschuh demonstriert, dass Jacques Brel auch auf Deutsch überzeugt.