Die 1988 in Santiago de Chile geborene Saxophonistin Melissa Aldana gehört spätestens seit ihrem Blue-Note-Debüt vor vier Jahren zu den Top-Acts der Jazz-Szene. Nun hat sie sich den lang gehegten Wunsch erfüllt, ein Album nur mit Balladen einzuspielen.
Am Klavier niemand geringeres als Gonzalo Rubalcaba, der auch dafür gesorgt hat, dass "Filin" sich die gleichnamigen kubanischen Lieder aus den 1940er bis 1960er Jahren zur Vorlage nimmt. Zweimal ist Sängerin Cécile McLorin Salvant als Gast mit dabei, Peter Washington bedient den Bass und am Schlagzeuger sitzt Kush Abadey. Ein ruhiges bis sehr ruhiges Album für die späten, ganz intimen Stunden.
Außerdem gehen wir mit Compay Segundo an den Strand, das Kaiser Quartett zeigt, dass ein Streichquartett auch in der Disco klarkommt, das Tiroler Frauentrio Ganes besingt uns den Frieden, und Leonard Bernstein porträtiert für uns einen Truthahn.
Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
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Folge vom 12.03.2026Jazz-Balladen mit Saxophonistin Melissa Aldana & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 11.03.2026Porträts engagierter Frauen mit Julie Campiche & mehr Musik grenzenlosDie Genfer Harfenisten Julie Campiche widmet ihr erstes Solo-Album "Unspoken" engagierten Frauen und Frauenrechts-Bewegungen, die sie musikalisch porträtiert, darunter etwa die mexikanische Migranten-Hilfsorganisation "Las patronas", die Street-Art-Künstlerin Maman du ciel oder auch die #MeToo-Gründerin Tarana Burke. Mit Harfe, Gesang und dezenten elektronischen Effekten und Loops werden spannende Klanglandschaften und Collagen erschaffen - ein Album mit Anspruch und Botschaft und in jedem Fall hörenswert. Außerdem singen "Les Ogres de Barback" ein kleines, leicht derbes Loblied auf die weiblichen Reize, Barb Jungr interpretiert Bob Dylan neu, Dobranotch sind mit einem Klezmer-Klassiker vertreten, und Felix Meyer und Konstantin Wecker fordern dazu auf, sich ein Herz zu fassen gegen die Gleichgültigkeit. Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
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Folge vom 10.03.2026Mit der Liebe rund um die Welt & mehr Musik grenzenlosEin weiterer schön zusammengestellter Sampler aus dem Hause Putumayo: "Love Songs Around the World" präsentiert Singer/Songwriter-Perlen zum wohl beliebtesten Lied-Thema aller Zeiten, von Frankreich und Portugal über Südamerika und Afrika, Indien und den Malediven bis hin zu Island. Wie immer hübsch und informativ aufgemacht, wobei hier - ob solo und oder im Duett - dem amourösen Sujet gemäß eher die ruhigen Töne dominieren. Außerdem bekennt Jazzsänger Hugh Coltman, dass er nie wirklich eine Chance hatte, Interclarinet sind mit einem Tango von Isaac Albéniz vertreten, alles ist gut, solange man etwas tut, meint Marcel Brell, und das Orkestar Kriminal aus Montreal klingt weit weniger kriminell, als man vermuten könnte.
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Folge vom 09.03.2026Feinster Vintage-Jazz mit Jake Mason & mehr Musik grenzenlosVon "Down Under", aus dem australischen Melbourne, kommt der Hammond-Organist Jake Mason, der mit seinem Trio mit Gitarre und Schlagzeug sein zweites Album vorlegt: "The modern ark". Schnörkelloser Retro-Jazz mit reichlich Soul, Funk und Blues, mit zwei wunderbaren vokalen Tracks mit Kurt Elling und Kate Ceberano. Und zudem mit der Botschaft, dass keine "moderne Arche" uns aus dem Hier und Jetzt entführen wird, sondern wir selbst uns unseren Problemen stellen müssen. Außerdem ist George Brassens der Meinung, dass dem Liebesgott Cupido fast alles egal ist, Cristina Branco nimmt uns mit zu einem Schnelldurchlauf durchs Leben, Fatoumata Diawara beklagt, dass niemand mit ihr spricht, und Wallis Bird vermisst für uns den Himmel.