Mit ihrem neuen Album "Hoggar" kehren die legendären Tuareg-Musiker Tinariwen zu den Wurzeln ihres Sounds zurück.
Nach über 45 Jahren Bandgeschichte besinnen sie sich erneut auf das, was ihre Musik einst geformt hat: akustische Gitarren, ein gemeinsamer Gesang "und ums Lagerfeuer" und die spirituelle Kraft der Wüstenlandschaft zwischen Mali und Algerien.
"Hoggar" markiert zugleich die Weitergabe des Feuers an eine jüngere Generation - ein Album, das Rebellion, Nomadentum und kulturelle Identität bündelt, ohne seine tiefe Erdung im Tuareg-Blues zu verlieren. An der Hörbar begegnet uns diese Rückbesinnung in Stücken wie "Khay erilan", "Erghad afewo" und "Tad adounya".
Und: die sudanesische Künstlerin Sulafa Elyas hat einen Gastauftritt mit einem traditionellen Song ihres Landes, "Sagherat Assan".
Dazu gibt’s wie immer ein Panorama aus globalen Musikfarben: Mário Lúcio mit kapverdischer Eleganz, eine charmante Alpen-Miniatur von Rainer Fabich & Matthias Schriefl, die poetische Stimme der Kolumbianerin Marta Gómez und Neues von Singer-Songwriter Michael Moravek.
Weltmusik gemischt
Die hr2-Hörbar Folgen
Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
Folgen von Die hr2-Hörbar
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Folge vom 27.03.2026Tinariwen - Legenden des Wüstenblues & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 25.03.2026Falk Zenkers Innenwege – Saiten, Zauber & mehr Musik grenzenlosSeit über dreißig Jahren schlägt Falk Zenker souverän Brücken zwischen Klassik, Flamenco, Weltmusik, Jazz-Impro und kunstvollem Live-Looping - eine Mischung, die ihn zu den markantesten Nylon-Gitarristen des Landes macht. Auf seinem neuen Soloalbum "Innenwege" richtet sich der Blick nach innen: Jede Komposition beleuchtet einen seelischen Zustand, mal leicht und weit, mal nachdenklich und konzentriert. In der Hörbar begegnen wir diesen inneren Landschaften u. a. mit Stücken wie "Windgeborgen", "Glück", "Zauberin" oder "Fernweh". Im weiteren Verlauf der Sendung öffnen sich zusätzliche Horizonte: das elegante Ensemble Saxofourte, das weltoffene Trio Macchiato, der Groove von Bruno’s Boogaloo Orchestra, fernwehwarme Klänge von A Presença das Formigas, temperamentvolle Energie des Haidouti Orkestar und ein traditioneller Schlusspunkt mit Bube Dame König.
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Folge vom 24.03.2026Souad Massi – Zagate & mehr Musik grenzenlosDie algerisch-französische Sängerin Souad Massi legt mit "Zagate“ ein Album vor, das ihre geteilte Herkunft eindrucksvoll widerspiegelt: Der Titel spielt auf das algerische "ça se gâte" an - eine Lage, die sich zuspitzt. Massi verwandelt die bedrohliche Szenerie um sie herum in kraftvolle Musik zwischen Auflehnung, Trost und innerer Ruhe. "Wie könnte ich so tun, als wäre alles in Ordnung?“, scheint sie uns sagen zu wollen und begehrt auf, ohne dabei die Sanftheit und Zerbrechlichkeit zu verraten, für die sie bekannt geworden ist. Im Titel "Samt“ zum Beispiel entfaltet sie über einem hypnotischen Afrobeat-Loop ihre suchende, leuchtende Stimme; "Tiri“ und "Congo Connection“ schlagen ähnliche Brücken zwischen persönlicher Reflexion und globalen Klangfarben. Das Album entstand überwiegend in Großbritannien und versammelt eine vielseitige Band um Gitarrist und Produzent Justin Adams. Vielseitig und breit ist auch das Panorama dieser Sendung: Mia Brentano steuert poetische Klavierstimmungen bei, Tribeqa liefert erdigen Groove, Handpan-Virtuose Manu Delago fein gewobene Klangtexturen. Dazu kommen die Temperamentfülle von Salsa Celtica, ein cineastischer Abstecher mit Trio Bravo+, und Philipp Wisser mit einem frischen Jazz-Impuls zum Schluss.
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Folge vom 23.03.2026Zwei ganze Sommer mit Lisa Bassenge & mehr Musik grenzenlosDie Berliner Sängerin Lisa Bassenge ist seit Jahren eine der markantesten Stimmen jenseits des Mainstreams. Mit "Two Whole Summers - Half A Life" legt sie jetzt ein neues Album vor, das durch eine sehr persönliche Songauswahl und eine stille, aber beharrliche Intensität überzeugt. Inzwischen bewährt: die Trio-Besetzung mit Jacob Karlzon (Klavier) und ihrem Ehemann Andreas Lang (Bass). Eigene Songs wechseln sich ab mit Stücken u. a. von The Cure, Hank Williams, Madonna, Elliott Smith und Björk - jede Interpretation getragen von Bassenges unverwechselbarer Stimmfarbe und ihrer eleganten Balance zwischen Jazz, Pop und Singer/Songwriter-Tradition. Die Themen kreisen - durchaus autobiographisch um den Lauf des Lebens: Von der Erinnerung an zwei lange, traumhafte Sommer in ihrer Jugend bis zur (ganz wertfreien) Erkenntnis, dass mit Anfang 50 doch ein guter Teil des Lebens schon gelebt ist. Neben diesem Album blicken wir in der heutigen Sendung auch wie gewohnt über den Tellerrand hinaus, denn für zusätzliche Klangfarben sorgt die heutige Sendung mit einer weit gespannten Auswahl: vom funky Eröffnungsstück des Bozen Brass Quintetts über das lyrische Duo von Jukka Perko & Iiro Rantala bis zur unwiderstehlichen Energie von Africando.