Der Pianist Grégory Privat bewegt sich auf seinem neuen Album "Darling" souverän zwischen modernem Jazz und karibischen Klangfarben.
Seine Musik stammt aus zwei Welten: geprägt von klassischer Ausbildung und Improvisation, zugleich tief verwurzelt in den Rhythmen seiner Heimat Martinique. Daraus entsteht ein eleganter, oft sehr intimer Sound, der sich Zeit lässt und dennoch unmittelbar wirkt. In der Hörbar hören wir daraus u. a. "Darling", "Les roses de la vie", "Là-haut", "Palaviré" und "An tjè mwen" - Musik, die leise erzählt und lange nachhallt.
Auch sonst bleibt die Sendung in Schwingung: Natacha Atlas bringt eine markante Cover-Version von James Brown mit, Lokua Kanza sorgt für warme Songpoesie, während Kouglof und Gulaza traditionelle Linien in neue Kontexte setzen. Dazu nordische Farbigkeit bei Johanna Juhola, ein sanfter Pop-Moment mit Ayo und zum Ausklang Neues vom Soundrise Quartet - ein weiter Bogen zwischen Jazz, Weltmusik und offenen Klangräumen.
Weltmusik gemischt
Die hr2-Hörbar Folgen
Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
Folgen von Die hr2-Hörbar
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Folge vom 22.05.2026Zwischen Martinique und Moderne: Grégory Privat & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 21.05.2026Leléka: Zwischen Jazz und ESC & mehr Musik grenzenlosAm Ende war es dann Platz 9 in Wien. Nicht schlecht für eine ESC-Teilnehmerin, die aus einem vom Krieg gebeutelten Land stammt, in Deutschland lebt und eigentlich World-Jazz macht: Viktoria Leléka, die Ukrainerin, erlebt gerade bewegte Zeiten. Mit ihrer gleichnamigen Band kann sie in diesem Jahr auch noch 10-jähriges Bestehen feiern. Das Quartett Leléka hat sich 2016 in Berlin zusammengefunden und ist seitdem einen bemerkenswerten Weg miteinander gegangen. Im Zentrum: Viktoria Leléka, die mit ihrer zauberhaft-ätherischen Stimme die Tonalität des Ensembles vorgibt und erst möglich macht, dass sich ukrainische Volksmelodien mit jazziger Improvisation verbinden. Zeit für eine kleine Rückschau auf "10 Years of Leléka", wie der Titel einer Doppel-LP heißt, der jetzt exklusiv auf Vinyl (und natürlich digital im Netz) erscheint. Außerdem an der Hörbar: Neues von einer Band mit dem skurrilen Namen Fruchtiger Beigeschmack, virtuose Gitarrenakzente von Marcin und raubeinige Energie vom Haidouti Orkestar. Joe Sample beschert uns einen klassischen Jazz Moment, während Kroke und Chilly Gonzales & Bonnie Banane zwischen Melancholie und feinem Pop changieren.
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Folge vom 20.05.2026Zärtlichkeit und Nähe mit Neha! & mehr Musik grenzenlosNeha! Dieses rein weibliche Vokalsextett aus der Slowakei geht seinen eigenen Weg. "Neha" bedeutet "Zärtlichkeit" und die leben die Sechs auch in ihrer eigenen Gruppe durch besondere Achtsamkeit und gegenseitige Unterstützung. Bei Konzerten gehen die Sängerinnen ganz bewusst in den kreativen Austausch mit dem Publikum. Und auch auf ihrem Longplayer "Svetu" steht das Miteinander im Mittelpunkt. Stilistisch vereint das Sextett traditionelle Lieder aus sechs Ländern des ost- und südosteuropäischen Raums. Ihre Stimmen tragen die Musik gemeinsam - mal dicht verwoben, mal transparent geführt - und lassen eine archaische Kraft entstehen, die dabei überraschend frisch wirkt. Die übrige Playlist führt uns noch weiter: von Dave Lofts und Ibrahim Maalouf über die große Stimme von Susana Baca bis hin zum Haidouti Orkestar und FatsO, dem Projekt des kolumbianischen Bassisten, Sängers und Songwriters Daniel Restrepo. Dazu kammermusikalische Linien mit Uwaga! und Adam Bałdych.
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Folge vom 19.05.2026Songgewordenes Mutterglück: Abigail Lapell & mehr Musik grenzenlosEine der strengsten Fristen im Leben einer Mutter ist die Schwangerschaft. Abigail Lapell, Songwriterin aus Toronto, hat diese Frist kreativ genutzt und während ihrer eigenen Schwangerschaft neun Songs aufgenommen - einen für jeden Monat. Zusammengebunden zu einem Album ("Shadow Child"), ergibt sich ein buntes Kaleidoskop von Gedanken und Stimmungen, die diese intensive Zeit so abbilden, wie sie ist: aufwühlend, umwälzend, ein echter Einschnitt im Leben. Lapell wählt dafür (im Unterschied zu ihren vorigen Arbeiten) einen bewusst akustischen, sparsam instrumentierten Sound, um die Unmittelbarkeit ihrer Beziehung zu dem kleinen Wesen auszudrücken, das da in ihr heranwächst. Und: sie hat sich als Gäste im Studio einige ihrer Lieblingssängerinnen aus Kanada eingeladen, die eines eint: sie sind selbst Mütter. Außerdem spannt die Sendung einen weiten Bogen über Kontinente und Stile: mit Neuigkeiten von Angélique Kidjo, europäischen Klangbildern von Toasaves aus Belgien über den Bassisten Renaud García Fons bis zu erzählerischen Chanson Tönen von Les Ogres de Barback. Dazu kommen kubanische Eleganz mit Roberto Fonseca, die warme Stimme der Kongolesin Gasandji und einem instrumentalen Akzent aus Deutschland vom Duo Mehr Als Wir.