Der französische Pianist Paul Lay hat für sein ungewöhnliches Projekt "Waves of Light“ das Vokalansemble Les Éléments eingeladen, einen der renommiertesten Chöre Frankreich. Zusammen erschaffen sie ein visionäres Crossover, das von innen heraus leuchtet.
Für "Waves of Light“ komponierte Lay Musik zu Gedichten von Pablo Neruda, Henry David Thoreau, Victor Hugo und Emily Dickinson, sowie mehrere Originalstücke für Chor und Jazz-Trio. Das Grundthema ist Licht - ein Licht, das mal verhalten aufzieht, ehe es triumphal alles durchdringt, oder das direkt strahlend alles in einen hellen Schein setzt. Ein außergewöhnliches Album - mit der Freiheit des Jazz und der Präzision und Wucht von Chormusik.
Außerdem an der Hörbar: die US-Bluegrass-Queen Alison Krauss, die britischen Folkies Rivers of England, Chanson vom Duo Presque Oui - und viel anderes mehr.
Weltmusik gemischt
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Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
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Folge vom 03.04.2026Paul Lay: Jazztrio trifft Chor & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 02.04.2026Iron & Wine, Hühnerzähne & mehr Musik grenzenlosDer amerikanische Sänger und Songschreiber Sam Beam alias Iron & Wine freut sich auf seinem neuen Album darüber, dass ihm die Musik wieder perlend von der Hand geht. Mit so viel Freude und Leichtigkeit hat er fast nicht mehr gerechnet. Was für ein Geschenk! "Hen’s Teeth“ heißt die Platte, im Amerikanischen ein Begriff für etwas Widersprüchliches, Unmögliches. Hennen haben keine Zähne. Und für Sam Beam fühlte sich Musik lange genauso absurd an. Er hatte Depressionen, Schreibblockade, Weltverzweiflung. Gegen diese Widerstände ist schon das letzte Album "Light Verse“ entstanden - und das neue "Hen’s teeth“ führt die Selbsttherapie weiter. Meist beginnt er verhalten und kammermusikalisch, um sich dann in richtige Wirbel zu steigern. "Man kann in einem Song ja überall hingehen“, erzählt Sam Beam dazu in einem aktuellen Interview. "Kein einzelnes Detail ist wichtiger als ein anderes. Die Songs können schön und friedlich, aber auch düster sein. Das passiert alles gleichzeitig. Wenn Leute meine Songs beruhigend nennen, dann liegt das wohl an meiner Stimme. Die lässt sie leichter einschlafen.“ Einschläfernd? Von wegen! Dafür sorgen an der Hörbar heute auch Ganes aus Südtirol, Julinoza aus der Ukraine und die deutsch-französisch-polnische Marion & Sobo Band.
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Folge vom 01.04.2026Art Blakeys Jazz-Hochschule & mehr Musik grenzenlosAus dem Nachlass des 1990 verstorbenen Jazz-Schlagzeugers und Bandleaders Art Blakey stammt ein neues Livealbum, das ins Jahr 1982 und an einen wichtigen Punkt der Jazzgeschichte führt. "Strasbourg 82" zeigt das druckvolle Hardbop-Kollektiv bei der Arbeit. Die Konzertaufnahme vor Publikum, vermutlich bei Radio France, dokumentiert eine wichtige Phase der Jazz Messengers: Die Brüder Wynton und Branford Marsalis, die Ende der 1970er und Anfang der 1980er bei Art Blakeys spielten, sind gerade zur Tür raus - und Blakey lässt wieder seine Magie als Mentor spielen. Sein Prinzip ist, die Band quasi als Akademie für aufstrebende Talente zu führen. Mit neuen Namen legt er los - und schafft eine grandiose Balance zwischen Tradition und improvisierender Freiheit. Außerdem an der Hörbar heute: Jazzsängerin Melody Gardot mal ganz brasilianisch, geschwinde Fingerfertigkeiten von Aly Keïta, Popklassiker von Fleetwood Mac und die chinesische Wölbbrettzither Guzheng "in groovy"…
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Folge vom 31.03.2026Türkischer Blues & mehr Musik grenzenlosDas Grammy-nominierte Psych-Groove-Quintett Altın Gün aus Amsterdam kehrt mit seinem sechsten Studioalbum "Garip“ zurück - eine Hommage an den legendären anatolischen Volkssänger Neşet Ertaş. Dabei verleihen sie der Langhalslaute Bağlama einen Rock-Touch. "Garip“ ("seltsam") versammelt zehn Ertaş-Klassiker, die Altın Gün zu psychedelischem Groove umarbeiten. Dass die Band insgesamt wieder rockiger geworden ist, liegt u.a. am Ausstieg von Sängerin Merve Daşdemir. Sie hatte den Sound der Band von 2016 bis 2024 mit Disko- und Synthiepop maßgeblich geprägt. Den Gesang übernimmt nun komplett der Bağlama-Spieler und Keyboarder Erdinç Eçevit. Für ihn ist "Garip“ eine Gelegenheit, zu den eigenen Wurzeln zurückzukehren. "Meine Eltern stammen aus derselben Gegend wie Ertaş“, sagt er. "Als ich fünf, sechs Jahre alt war, hörte mein Großvater immer Kassetten von Neşet Ertaş. Damals war ich zu jung, um die Texte und ihre Bedeutung zu verstehen, aber die Melodien haben mir gefallen.“ Jetzt hat er sich ganz in Ertaş' Texte vertieft - in "den Blues des türkischen Volkes.“ Weitere Highlights an der heutigen Hörbar sind Quadro Nuevo, das Michael Wollny Trio, Uusikuu und KT Tunstall.