Musik und Maschine - ein bewegendes und kontrovers diskutiertes Thema in der Musikgeschichte, bis heute. Anfang des vergangenen Jahrhunderts schlug sich recht unbedarft die Begeisterung für Maschinen auch in Orchestermusik nieder, am bekanntesten vielleicht in “Pacific 231“ des Komponisten Arthur Honegger aus der Schweiz.
Paul Bartholomäi erläutert die Konstruktion der Lokomotive “Pacific 231“ und des sechsminütigen Orchesterstücks, stellt aber auch den Komponisten Arthur Honegger vor und erläutert die Vorstellungen der französischen “Groupe des Six“, zu der Honegger zwar zählt, deren Ideale er aber in seinen Werken zuweilen komplett konterkariert: zu ernst, zu deutsch fand das der Übervater der Gruppe, Erik Satie.
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Klassische Musik – noch Fragen? Paul Bartholomäi gibt ganz persönliche Antworten: In jedem Podcast entschlüsselt er ein anderes Werk, lässt Zusammenhänge hörbar werden, führt in die Welt der Komponisten. Weitere Folgen gibt’s hier ab dem 23. September.
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Folge vom 28.05.2026Notenschlüssel - Honegger: Pacific 231
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Folge vom 27.05.2026Notenschlüssel - Hindemith: Mathis der Maler"Wie kann der Künstler friedlich in seinem Atelier sitzen und sich seiner Kunst widmen, während draußen die Welt in Flammen steht und jede Hand gebraucht wird und jedes Hirn, um zu retten, was zu retten ist?" So fasst Paul Bartholomäi das Thema von Hindemiths Oper "Mathis der Maler" zusammen. Wahrscheinlich hat diese Frage alle Musikerinnen und Musiker seit Menschengedenken bis auf den heutigen Tag beschäftigt. Heiß brennend stellte sie sich aber, als Hindemith mit der Komposition seiner Oper "Mathis der Maler" schon ziemlich weit war: 1933 kamen in Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht. Welche Antwort hält da die Oper Hindemiths bereit? Und was bedeuten die teilweise boshaften zeitgenössischen Kommentare zu seiner Musik: "Beschäftigungspolyphonie", "Spaltklang", "Prima-vista-Komposition"? Und was hat Hindemiths Oper gar mit Berlioz oder Bach zu tun?
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Folge vom 29.04.2026Notenschlüssel - Händel: WassermusikEs muss schon ein pittoreskes Schauspiel gewesen sein, was als höfische Lustbarkeit am 17. Juli 1717 auf der Themse stattfand. Da plätscherten einerseits Schiffchen mit der Hofgesellschaft umher, andererseits solche mit Instrumentalisten, die Musik von Händel zum Besten gaben - eine erstaunliche Leistung, schiffsübergreifend zusammen zu spielen. Die Musik war die zweite Suite D-Dur der so genannten "Wassermusik" von Händel, und weil die plakative und eingängige Musik so erfolgreich war, komponierte Händel gleich noch zwei weitere, heute ebenso berühmte Suiten, die den Weg aufs Wasser aber nie gefunden haben dürften. Die Skurrilitäten um diese berühmten Klänge Händels interessieren Paul Bartholomäi im "Notenschlüssel" aber nur am Rande. Er blickt auf die Musik- und Kunstgeschichte Englands der 1710er Jahre, auf den Palladianismus, die Chinamode, die Landschaftsgärten. Wie passt das alles zu Händels Musik, namentlich der "Wassermusik"?
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Folge vom 29.04.2026Notenschlüssel - Debussy: Die versunkene KathedraleMusik vom Ende der Welt - angeregt von der Sage der mitsamt ihrer Kathedrale versunkenen bretonischen Stadt Ys im "Finistère", dem westlichsten Département der Bretagne, komponierte Claude Debussy sein zehntes Prélude für Klavier im ersten Heft. Wie der ungern also solcher bezeichnete musikalische "Impressionist" die Glockenklänge der Kathedrale in ein Klavierstück umschmilzt, das erklärt Paul Bartholomäi. Er untersucht auch die unterirdischen Verbindungslinien zur Musik Richard Wagners (der Debussy zunächst verfallen war, die er später aber ablehnte), erzählt natürlich die zugrundeliegende Sage und nimmt diese aus dem Wasser aufsteigenden Glockenklänge als Tor zur Musik des "ganzen Debussy".