"Was zählt ein Mensch?" Mit dieser Frage hat die preisgekrönte Publizistin Carolin Emcke ihr neues Buch betitelt. Darin ergründet sie, welche Forderungen ein "radikaler Humanismus" stellt – vor allem mit Blick auf Israel/Palästina, das Massaker am 7. Oktober 2023, den Gaza-Krieg und die internationale Debatte. Emcke kommt dabei zugute, dass sie seit 20 Jahren den Nahen Osten bereist und dort viele Freunde hat. Sie prüft die Geltung der Menschenrechte, das Gewicht der Erinnerung zumal an den Holocaust und die Argumente der hiesigen Öffentlichkeit. Keine leichte Kost, wie es scheint. radio3-Literaturkritiker Arno Orzessek weiß Genaueres.
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Die Welt der Literatur - Neuerscheinungen und Empfehlungen zum Wiederlesen.
Folgen von Literatur aktuell
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Folge vom 22.09.2026Carolin Emcke: "Was zählt ein Mensch?"
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Folge vom 21.09.2026Die Verlegerin Antje Kunstmann ist totAm vergangenen Mittwoch bereits ist die Münchner Verlegerin im Alter von 77 Jahren gestorben, wie der Kunstmann-Verlag heute bekannt gegeben hat. Knut Cordsen mit einem Nachruf auf die Verlegerin Antje Kunstmann.
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Folge vom 21.09.2026Shida Bazyar: "Die Lücken"Schon vor Erscheinen stand "Die Lücken" von Shida Bazyar auf der Long List für den Deutschen Buchpreis - inzwischen ist der 500-seitige Roman eines von sechs Büchern auf der Shortlist. Shida Bazyar, die vor zehn Jahren mit ihrem Debütroman "Nachts ist es leise in Teheran" die deutsche Literaturszene erobert hatte und mit demselben Roman kürzlich erst für den International Booker Prize nominiert war, macht sich in "Die Lücken" auf die Suche nach den Fundamenten unserer Heimat. Anhand eines fiktiven Ortes im Hunsrück erzählt sie fast 100 Jahre deutsche Geschichte und Geschichten, samt jüdischer und migrantischer Perspektiven, also genau jener Perspektiven, die Lücken reißen in der kollektiven Erinnerung. radio3-Literaturkritikerin Sarah Murrenhoff berichtet von ihrer Lektüre.
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Folge vom 18.09.2026Heike Geißler zu ihrem Buch "Michaela Kohlhaas"Mit ihrem Roman "Michaela Kohlhaas" hat die Schriftstellerin Heike Geißler den klassischen Stoff von Heinrich von Kleist in unsere Zeit übertragen: Ein Mensch leidet an der Ungerechtigkeit seiner Zeit und leistet Widerstand. Die weibliche Kohlhaas des 21. Jahrhunderts tut dies allerdings auf ganz andere Weise als der Mörder Michael vor 200 Jahren. Beim ersten Tucholsky-Literaturfestival in Rheinsberg wird Heike Geißler aus ihrem Roman lesen. Vorher spricht Katja Weber mit ihr über die Ungerechtigkeiten unserer Zeit und die Möglichkeiten der Literatur, damit umzugehen.