Zehn europäische Länder liegen an der Donau: Von ihrer Quelle im Schwarzwald bis zu ihrer Mündung ins Schwarze Meer fließt sie an Ländern und Regionen unterschiedlichster Kulturen, Religionen und Weltanschauungen vorbei, die sie zugleich begrenzt und miteinander verbindet. Die Leipziger Buchmesse widmet dieses Jahr dieser vielfältigen Region ihren Schwerpunkt, mit zahllosen Veranstaltungen zu Literatur aus Kroatien, Österreich, Moldau oder Rumänien. Massimo Maio spricht mit Stephan Ozsváth, dem Kurator des Fokusthemas "Donauregion", über das geplante Programm.
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Folge vom 20.03.2026Stephan Ozsváth kuratiert das Fokusthema "Donau" auf der Leipziger Buchmesse
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Folge vom 20.03.2026Katerina Poladjan gewinnt den Preis der Leipziger BuchmesseDie Berliner Schriftstellerin Katerina Poladjan hat mit ihrem Roman "Goldstrand" den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik gewonnen. Der Goldstrand in Bulgarien gilt heute als Ballermann des Balkans. Der Legende nach vergruben Piraten dort einen Goldschatz, der dann zur Strafe in goldenen Sand verwandelt wurde. Poladjan, die im vergangenen Jahr bereits mit dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds geehrt wurde, widmet ihren Roman diesem Ort. Bei der Preisverleihung wurden gestern Nachmittag auf der Leipziger Buchmesse außerdem Marie-Janine Calic für ihr Sachbuch "Balkan-Odyssee" und der Übersetzer Manfred Gmeiner ausgezeichnet, der den Roman "Unten leben" von Gustavo Faverón Patriau übersetzt hat. Wir sprechen mit radio3-Literaturredakteurin Anne-Dore Krohn, die bei der Preisverleihung in Leipzig dabei war.
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Folge vom 20.03.2026Leipziger Buchmesse: Was ist wahr und wann kann das gefährlich sein?Gestern Abend ist der Schriftsteller Boualem Sansal zum ersten Mal in Deutschland aufgetreten, seit er aus der Haft in Algerien entlassen wurde. Natürlich ging es um Meinungsfreiheit und wie gefährlich deren Verteidigung Schriftsteller*innen in autoritären Systemen werden kann. Zusammen mit der Publizistin Thea Dorn, Memorial-Gründerin Irina Scherbakova und der deutsch-iranischen Journalistin Katajun Amirpur hat er in Leipzig über Zensur und politische Verfolgung gesprochen. Moderiert hat den Abend unsere Kollegin Natascha Freundel. Mit ihr sprechen wir auf radio3 über die Erkenntnisse der prominent besetzten Runde.
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Folge vom 20.03.2026LIT:potsdam im Nikolaisaal: Salman Rushdie und sein Erzählband "Die elfte Stunde"Gestern Abend hat Salman Rushdie im Nikolaisaal in Potsdam seinen Erzählband "Die elfte Stunde" vorgestellt. Die Lesung war der Auftakt für seine Tournee durch vier deutsche Städte. In fünf Geschichten richtet Rushdie den Blick auf die elfte Stunde unseres Daseins: auf Abschiede und Übergänge, auf das Altern, auf Wut und Gelassenheit, auf das, was gewesen ist und weiterwirkt. Rushdies Erzählungen leben von den unvergesslichen Charakteren, die er erschafft und gehen mit viel Weisheit den großen Fragen nach: Nehmen wir den Tod an oder lehnen wir ihn ab? Ist es Wut oder Ruhe, die unsere elfte Stunde prägt? Im Gespräch mit dem Kurator der Veranstaltung, Denis Scheck, sprach Rushdie über Endlichkeit und Erzählen, über Erfahrung und Fiktion – und darüber, welche Rolle Geschichten dabei spielen, dem Unabsehbaren Form zu geben. Tomas Fitzel saß im Publikum.