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Kultur & GesellschaftTalk

MDR KULTUR trifft: Menschen von hier

Jede Woche stellen wir einen interessanten Menschen vor, der sich dem kulturellen Leben in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen besonders verpflichtet hat. Unsere Gäste geben Einblicke in ihr privates Leben und stellen ihre Arbeit vor.

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Folgen von MDR KULTUR trifft: Menschen von hier

54 Folgen
  • Folge vom 31.01.2026
    MDR KULTUR trifft Jonas Schütte
    Mitten im Zentrum von Halle fand Jonas Schütte eine Wohnung, die sich als Wohnzimmertheater anbot und einen kunstaffinen Vermieter dazu. Jonas Schütte gründete den Kaulenberg e.V., der sich als Plattform für Freie Darstellende Künste in Halle und Sachsen-Anhalt versteht. Der Verein betreibt die Volksbühne am Kaulenberg, wirkt darüber hinaus in verschiedenen Kooperationen und etablierte sich zu einem wichtigen kulturellen Anlaufpunkt in der Region. Mit zeitgenössischem Theater und sozialkritischen Themen bietet die Volksbühne ein abwechslungsreiches Programm mit lokalen, nationalen- und internationalen Künstlern und Jonas Schütte inmitten als Schauspieler, Regisseur, Autor und Produzent. Am 30. Januar steht „Hamlet und ich“ auf dem Spielplan und am 31. Januar 14.00 Uhr „Romeo vs Julia: Liebe auf Ableben“ und ab 19.30 Uhr „Die Unendliche Geschichte“. In Konstanz am Bodensee wurde Jonas Schütte 1983 geboren, in Ravensburg wuchs er auf. Dort fand er durch die Theaterautorin und Regisseurin Ingrid Lausund u.a. „Der Tatortreiniger“ über drei Projekte das Theater kennen und lieben. Von 2005 bis 2009 studierte Jonas Schütte an er Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin Schauspiel. In der Spielzeit 2008/ 2009 arbeitet er ein Jahr im Theater an der Rott in Eggenfelden unter dem damaligen Oberspielleiter Brian Lausund. Von 2009 bis 2013 wurde Jonas Schütte dann festes Ensemblemitglied an neuen theater Halle. Anschließend arbeitete er als freiberuflicher Schauspieler, Regisseur, Autor und Produzent im deutschsprachigen Raum, lebend in Halle und Berlin. 2017 realisierte Jonas Schütte zusammen mit dem preisgekrönten Zauberkünstler Markus Zink und dem Sounddesigner Stephan Kloß die Uraufführung von Jan-Philipp Sendkers Bestseller „Das Herzenhören“ am Studio Halle. 2018 übernahm er die Regie der MDR Comedy-Sendung „Zärtlichkeiten im Bus“. Zudem produzierte er die Science-Fiction-Theater-Comedy-Serie „SOAP - Siebte Ostdeutsche All Patrouille“. Seit 2009 engagiert sich Jonas Schütte für Kinder- und Jugendkultur in Halle, gründete u.a. das „Projekt „Die Bude“ und 2015 „Das Größere Übel“. Moderation: Thomas Bille Redaktion: Angelika Zapf
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  • Folge vom 24.01.2026
    MDR KULTUR trifft Dennis Krauß
    Der undotierte Preis DER FAUST würdigt in acht Kategorien, sowie mit einem Preis für das Lebenswerk, Kulturschaffende, deren herausragende Leistungen wegweisend für das deutsche Theater sind. Vergeben wird die Auszeichnung von der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und dem Deutschen Bühnenverein. Die Neuproduktion „Sleepless“ von Dennis Krauß feierte am 17.04.2024 im Opernhaus Chemnitz seine Premiere. Grundlage ist der Erzählband „Trilogie“ des norwegischen Autors Jon Fosse, 2023 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Eine kluge mutige Arbeit, die publikumswirksam ihren eigenen Weg sucht und selten in der Interpretation von zeitgenössischen Opern zu erleben ist, so die Jury-Begründung in der Kategorie Regie Musiktheater. Derzeit arbeitet Dennis Krauß an der Neuproduktionen von „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart am Theater Chemnitz. Die Premiere ist am 30. Januar. Kein moralisches Lehrstück, heißt es in der Ankündigung, sondern ein faszinierender Balanceakt zwischen Komödie und Tragödie, Chaos und Ordnung, Freiheit und Zwang, zwischen der grotesken Komik des Maskenballs und der tödlichen Ernsthaftigkeit des Abgrunds, der in der universellen Frage mündet: Wie viel Individualität kann eine Gesellschaft ertragen, bevor sie ins Wanken gerät? In Berlin wurde Dennis Krauß 1991 geboren. An der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin studierte er Regie und arbeitete anschließend als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner. Dennis Krauß war Assistent am Schauspiel Frankfurt, dem Berliner Ensemble und später als langjähriger Mitarbeiter von Regisseur und Bühnenbildner Ulrich Rasche an international renommierten Theater- und Opernhäusern wie dem Residenztheater München, dem Burgtheater Wien, der Staatsoper Stuttgart, dem Grad Théatre de Genève und den Salzburger Festspielen tätig. Mit der Inszenierung von „Tristan und Isolde für Kinder“ im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2021 und neu inzensiert für das Tokyo Spring Festival 2024 erlangte Dennies Krauß erste überregionale Aufmerksamkeit. Mit Benjamin Brittens „A Midsummer Night`s Dream“ debütierte er 2022 als Regisseur und Bühnenbildner am Theater Aachen. Es folgten Engagements an den Theatern Krefeld-Mönchengladbach, Chemnitz und Regensburg. Zuletzt eröffnete Dennis Krauß mit „Der fliegende Holländer“ am Theater Osnabrück die aktuelle Spielzeit.Moderation: Ellen SchwedaRedaktion: Angelika Zapf
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  • Folge vom 17.01.2026
    MDR KULTUR trifft Babett Baraniec
    Zusammen mit Sebastian Miedtank betreibt Babett Baraniec eine digitale Begleitplattform, die Krebspatientinnen und -patienten, sowie ihre Angehörigen mit verständlichen Expertenkursen, praktischen Selbstmanagement-Tools und Online-Gesprächsforen durch die jeweiligen Therapiephasen begleitet, finanziert über günstige Mitgliedsbeiträge. Das Angebot umfaßt interaktive, evidenzbasierte Lernmodule zu Themen wie Diagnoseverständnis, Symptom- und Nebenwirkungsmanagement, Ernährung, Sozialrecht oder Komplementärmedizin, um Betroffene bei ihren Entscheidungen zu unterstützen. Das 2023 gegründete Unternehmen Gesundheitsedukation Babett Baraniec, Sebastian Miedtank GbR - Krebs Campus schafft somit auch Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung und trägt dazu bei, daß das Gesundheitssystem langfristig entlastet wird, so die Begründung der Jury. Diese besteht aus Vertretern von Stiftungen, Wohlfahrtsverbänden, Hochschulen, Wirtschaftsförderung, Kreativwirtschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen.Babett Baraniec treibt an, daß Wissen Angst kleiner macht, die Selbstwirksamkeit stärkt. Sie selbst war nach dem Studium in der medizinischen Grundlagenforschung tätig, promovierte in Neurobiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, als sie 2012 schwanger wurde und mit der Geburt Ihrer Tochter die Diagnose Leberkrebs erhielt. Metastasen fanden sich in den Folgejahren auch der Bauchdecke, der Nebenniere und in der Lunge. 19 Operationen liegen hinter ihr. Dennoch absolvierte Babett Baraniec in Gera noch einen Master-Studiengang in Medizinpädagogik und unterrichte viele Jahren angehende Pflegefachkräfte. In Leipzig wurde Babett Baraniec 1976 geboren, dort wuchs sie auf. Schon als Kind interessierte sie, herangeführt durch den Großvater, die Biologie. Nach dem Studium in Leipzig war sie von 2004 bis 2009 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Zentrum für Molekulare Neurobiologie wissenschaftliche Angestellte und promovierte dort. 2009 bis 2012 war Babett Baraniec wissenschaftliche Angestellte an der Universität zu Lübeck am Institut für Anatomie. 2017 bis 2019 absolvierte sie an der Hochschule für Gesundheit Gera den Masterstudiengang Medizinpädagogik. Babett Baraniec lebte und arbeitete als Medizinpädagogin fünf Jahre in Plauen, u.a. am Helios Vogtland-Klinikum Plauen, zog 2021 nach Leipzig und arbeitete dort im Helios Park-Klinikum Leipzig an der Berufsfachschule und gründete im Februar 2023 in Leipzig die Gesundheitsedukation Babett Baraniec, Sebastian Miedtank GbR - Krebs Campus. Moderation: Thomas BilleRedaktion: Angelika Zapf
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  • Folge vom 10.01.2026
    MDR KULTUR trifft Bernd Ebert
    Seit Mai 2025 ist Bernd Ebert Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Eine der zentralen Fragen ist für den Kunsthistoriker und Generaldirektor „Was ist ein Museum?“ Und was kann es als Institution, als Museumsverbund leisten. Zu den Staatlichen Kunstsammlungen gehören zwölf Museen, darunter das Grüne Gewölbe, die Gemäldegalerie Alte Meister, das Albertinum, das Kupferstich-Kabinett, die Rüstkammer, der Mathematisch-Physikalische Salon, das Münzkabinett, das Kunstgewerbemuseum, sowie die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen und weitere Sammlungen, die an verschiedenen Orten in historischen Gebäuden wie dem Residenzschloss, dem Zwinger und dem Jägerhof beheimatet sind.Das Jahr 2026 begann für Bernd Ebert am 09. Januar mit einer feierlichen Schlüsselübergabe für zwei fertiggestellte Festräume im Dresdner Schloss. Das ehemalige Residenzschloss ist eines der prominenten Aushängeschilder Dresdens. Im Februar 1945 wurde es bei der Bombardierung Dresdens stark beschädigt, seit 40 Jahren wieder aufgebaut und restauriert. Fürs Publikum werden sich der jetzt der Große Ballsaal und der Propositionssaal erst im April öffnen, wenn dort die neue Dauerausstellung „Masken und Kronen - Festkultur und Herrschaftspräsentation am sächsischen Hof“ eröffnet wird. Zwei weitere große Ausstellungen für 2026: Ab 08. Februar, dem 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker, wird im Albertinum die Ausstellung „Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Die großen Fragen des Lebens“ eröffnet und im Semperbau am Zwinger ist im September „Correggio. Berührend menschlich“ zu sehen.In Berlin wurde Bernd Ebert 1972 geboren, dort wuchs er auf. In Dresden absolvierte er Anfang der 90er Jahre zunächst eine Ausbildung bei der Deutschen Bank zum Bankkaufmann. Anschließend studierte Bernd Ebert in Bonn Kunstgeschichte, Rechtswissenschaft und Betriebswirtschaft. 2005 promovierte er zu den niederländischen Barockmalern Simon und Isaack Luttichuys. Mehrjährige Forschungsaufenthalte führten in dafür in die Niederlande. Anschließend arbeitete Bernd Ebert für Privatsammlungen, den Kunsthandel, war für zahlreiche Museen wie die Kunsthalle Emden, das Metropolitan Museum of Art in New York, die Newtown Galleries in Johannesburg, die National Gallery of South Africa und das Irma Stern Museum Kapstadt tätig. 2005 bis 2013 war Bernd Ebert zunächst als wissenschaftlicher Museumsassistent in der Generaldirektion und Gemäldegalerie, später als wissenschaftlicher Referent des Generaldirektors der Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz tätig. 2011 forschte er u.a. als Gastwissenschaftler am Getty Research Institute in Los Angeles. 2013 bis April 2025 leitete Bernd Ebert die Sammlung für Holländische und Deutsche Barockmalerei an der Alten Pinakothek München der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und war damit verantwortlich für die Staatsgalerien in Bayreuth und Bamberg.Moderation: Ellen Schweda Redaktion: Angelika Zapf
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