Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag. Der November verbindet sich in vielen Kulturen mit Tod und Trauer. Ein weltlicher November-Gedenktag ist der Volkstrauertag, seit 1952 immer am zweiten Sonntag vor dem ersten Advent. In diesem Jahr ist das der 23. November. Der Tag soll zu Verständigung und Frieden mahnen. Die Deutschen gedenken der Opfer der beiden Weltkriege, sowie des Nationalsozialismus. Im Deutschen Bundestag wird an die Opfer von Gewalt und Krieg aller Nationen erinnert. Die 1990 in Köln geborenen Lara Schink absolvierte 2009 bis 2014 ein Gartenbaustudium an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden, einschließlich eines dreiwöchigen Praktikums auf dem Johannisfriedhof Dresden. Von 2014 bis heute ist Lara Schink Friedhofsverwalterin im Verband der Annenfriedhöfe Dresden. Diese Tätigkeit beinhaltet u.a. die Entwicklung neuer Grabangebote, Begleitung von Bau- und Denkmalrestaurierungsmaßnahmen, Umweltprojekte, Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyarbeit und Fördermittelbeschaffung. Ab 2019 wirkte sie zudem freiberuflich als Lehrbeauftragte für das Teilmodul „Friedhofsgartenbau“ für Gartenbau-Studierende an der HTW Dresden. Lara Schink ist Sprecherin des Netzwerks Dresdner Stadtteilfriedhöfe und war Teil des Projekts „Green Urban Labs II“. 2023 wurde Lara Schink von der Bürgermeisterin Eva Jähnigen und dem Verein zur Förderung der deutschen Friedhofskultur e.V. mit dem Memento-Award u.a. für herausragendes bürgernahes Engagement“ ausgezeichnet. Im Juni wurde der Neue Annenfriedhof 150 Jahre alt und das wurde mit einem Picknickkonzert gefeiert. Der Neue Annenfriedhof ist der vierte angelegte Annenfriedhof, und damit der jüngere der beiden, die bis heute bestehen. Der erste Annenfriedhof geht auf das Jahr 1578 zurück, als Kirchhof der Annenkirche. Er blieb bis 1828 geöffnet. Im September, am Tag des Offenen Denkmals und am bundesweiten Tag des Friedhofs gab es auf dem Neuen Annenfriedhof abwechslungsreiche Führungen, Veranstaltungen und Gesprächsangebote.Moderation: Carsten TeschRedaktion: Angelika Zapf
Kultur & GesellschaftTalk
MDR KULTUR trifft: Menschen von hier Folgen
Jede Woche stellen wir einen interessanten Menschen vor, der sich dem kulturellen Leben in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen besonders verpflichtet hat. Unsere Gäste geben Einblicke in ihr privates Leben und stellen ihre Arbeit vor.
Folgen von MDR KULTUR trifft: Menschen von hier
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Folge vom 22.11.2025MDR Kultur trifft Lara Schink
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Folge vom 15.11.2025MDR KULTUR trifft Olaf TheuerkaufAm 03.11. wird seit dem Jahr 2000 der Weltmännertag, ein Aktionstag zur Männergesundheit, begangen und am 19.11. der Internationaler Männertag, eingeführt 1999 von Trinidad und Tobago. Zu den Zielen des Internationalen Männertages gehört das Augenmerk auf Männer - und Jungen-Gesundheit zu legen, das Verhältnis der Geschlechter zu verbessern, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und männliche Vorbilder hervorzuheben. Auch gilt dieser Tag als Anlass Benachteiligungen von Männern und Jungen aufzuzeigen und ihren Einsatz für die Gemeinde, Familie, Ehe und Kinderbetreuung zu würdigen. 2006 wurde Olaf Theuerkauf Mitbegründer der Stiftung Männergesundheit mit Sitz in Berlin und ist heute deren kaufmännischer Vorstand. Am 19.11. wird der aktuelle und sechste Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit vorgelegt. Er trägt den Titel „Gewalterfahrungen von Jungs und Männern und die Folgen für ihre Gesundheit.“ Und erscheint im Psychosozial-Verlag. In Zella-Mehlis wurde Olaf Theuerkauf 1967 geboren. Von 1983 bis 1988 studierte er an der Hochschule für Musik Franz-Liszt in Weimar und besuchte als ausgebildete Trompeter und Diplommusiker von 1987 bis 1990 die Meisterklasse von Prof. Ludwig Güttler. Nach dem NVA-Grundwehrdienst im Musikcorps bis Frühjahr 1990 arbeitete Olaf Theuerkauf bis 1992 als Solotrompeter in Rudolstadt und dem Deutschen Nationaltheater in Weimar. 1992 bis 1993 gründete und leitete eine Konzert - und Künstleragentur und ist seit 1993 und bis heute Geschäftsführer der Kongress- und Kulturmanagement GmbH in Weimar. Zudem war er Geschäftsführer von 2002 bis 2012 der AVISO Verlagsgesellschaft PR und PA, 2002 bis 2008 der dkg-web.gmbh, 2005 bis 2014 der GmbH Begehbare Organe und Health und 2008 bis 2013 Generalsekretär vom Dachverband der Prostatazentren e.V.Moderation: Thomas Bille Redaktion: Angelika Zapf
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Folge vom 08.11.2025MDR KULTUR trifft Nirit Sommerfeld1961 in Eilat in Israel geboren, in Ostafrika und in Bayern aufgewachsen, lebt Nirit Sommerfeld seit Frühjahr 2024 in Chemnitz. Im diesjährigen Kulturhauptstadtjahr schaffte Nirit Sommerfeld am einstigen Geschäftssitz am ehemaligen Antonplatz mit Chemnitzer Schülerinnen und Schülern einen lebendigen Erinnerungsort. Zudem eröffnete Nitit Sommerfeld im smac, dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz, das Museumscafé „Julius im Schocken“. Dort auch wird am 14. Dezember „Tacheles. Das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 in Chemnitz“ eröffnet, in welches sich Nirit Sommerfeld ebenfalls einbringen wird. Die für den 09. November im Café „Julius im Schocken“ geplante Veranstaltung in Erinnerung an die Reichpogromnacht 1938 mußte krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt werden und nun im Dezember zur Auffühung kommen. Erstmalig und in Anwesenheit von Patricia Litten wird das Hör- und Rate-Spiel „Sommerfeld. Litten. X.“ - kurz SoLiX zur gezeigt, entwickelt und gestaltet von Jugendlichen aus Chemnitz unter fachlicher Begleitung. Die Live-Musik kommt von Nirit & Orchester Shlomo Geistreich. Im Sommer veröffentlichte Nirit Sommerfeld ihren Debütroman „Beduinenmilch“ im Verlag ars vivendi und er war nach kurzer Zeit bereits vergriffen. Die Neuauflage erscheint dieser Tage. Ein Buch, welches drängende Fragen nach Zugehörigkeit, Verantwortung und Menschlichkeit stellt. Nirit Sommerfeld ist Mitbegründerin des „Bündnisses für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern“ und engagiert sich seit vielen Jahren für die israelisch-palästinensische Freundschaft. Die Mutter von Nirit Sommerfeld wurde 1937 in Jerusalem, damals Palästina, geboren. Ihr Vater kam 1919 in Chemnitz zur Welt. 1937 floh er als 18-jähriger nach Palästina. Sein Vater Julius, der Großvater von Nirit Sommerfeld, war ein Chemnitzer Tuchhändler, der von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurde. Sein Geschäft wurde zu einem „Jüdischen Altersheim“ umgebaut. 1961 wurde Nirit Sommerfeld in Eilat in Israel geboren, wuchs dort und in Ostafrika und in Bayern auf, wo sie 1981 das Abitur machte. 1981 bis 1984 absolvierte sie ein Schauspielstudium an der Hochschule für Kunst und Musik Mozarteum in Salzburg und nahm 1984 bis 1987 ein Engagement als Schauspielerin am Stadttheater Krefeld/ Mönchengladbach an. Nach der Geburt ihrer Tochter Lilian arbeitete Nirit Sommerfeld ab 1988 freiberuflich als Drehbuch- und Synchronbuch-Autorin, als Schauspielerin an freien Theatern, sowie für Film und Fernsehen, als Autorin, Projektleiterin und Regisseurin in Berlin, München, Wien, Rom und Tel Aviv. 1994 kam ihre Tochter Stella zur Welt. Drei Jahre später gründete Nirit Sommerfeld die Agentur Sarah Stern: Management und Coaching für Künstlerinnen, war 2007 bis 2009 freie Autorin in Tel Aviv, 2013 bis 2015 Intendantin des „Kleinen Theater Haar“ in Oberbayern und von 2015 bis 2016 Geschäftsführerin einer NGO. 22 Jahre und bis 2020 stand Nirit Sommerfeld mit ihrer Band „Orchester Shlomo Geistreich“ auf der Bühne. 2020 bis 2022 schrieb sie an Ihrem Roman „Beduinenmilch“ und entwickelte 2023 das Kultur-Projekt „Antonplatz 15“ in Chemnitz. 2024 zog Nirit Sommerfeld nach Chemnitz, gründete und leitet den Verein Antonplatz e.V.Moderation: Karoline KnappeRedaktion: Angelika Zapf
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Folge vom 01.11.2025MDR KULTUR trifft Franziska WinterFranziska Winter wurde bei der diesjährigen Filmkunstmesse in Leipzig der Hauptpreis für das beste Jahresfilmprogramm 2024 einer alternativen/ nichtgewerblichen Abspielstätte von der Mitteldeutschen Medienförderung überreicht. Dieser Preis ist mit 15.000 Euro verbunden und Franziska Winter, die seit dem vergangenen Jahr das Kino mon ami im Weimar leitet, überlegt davon einen Archivschrank zu kaufen, um die über 25 Jahre aufgebaute Filmplakatsammlung zu sichern und vielleicht auch einen neuen Vorhang für den Lichtspielsaal. Neugierde treibt sie an, das Wissen um die transformative und verändernde Kraft von Kunst und Kultur. Das braucht es, um Antworten auf die Frage zu finden „Wie sieht das Kino der Zukunft aus?“, die auch auf der Filmkunstmesse in Leipzig diskutiert wurde. Gegenwart ist bereits daß die Mitteldeutschen Kurzfilmnächte noch bis Dezember die besten Kurzfilme aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den Kategorien Animation, Dok, Fiktion und Experimental, ausgezeichnet beim diesjährigen KURZSUECHTIG Kurzfilmfestival, in ausgewählten Kinos im Mitteldeutschland zeigen. Am 14. November ist im mon ami in Weimar Kurzfilmnacht. Der Auf- und Ausbau des kleinen Programmkinos mon ami geht mit dem Jahr 1999 auf Edgar Hartung zurück, der es nach vielen auch finanziell schweren Zeiten, gut aufgestellt und gut besucht nach 25 Jahren an Franziska Winter übergeben konnte. Für Edgar Hartung war das Schlüsselerlebnis für die spätere Leidenschaft Programmkino in jungen Jahren "Stalker" von Andrei Tarkowski, ein Klassiker des sowjetischen Kinos. 1985 ließ sich der gelernte Maschinenbauer daraufhin zum Filmvorführer ausbilden. Franziska Winter's Schlüsselmoment war ein Schulausflug ins Kino. Dort sah sie das erste Mal einen Film in Originalton, in Französisch. Heute ist sie promovierte Kulturwissenschaftlerin. 1988 wurde Franziska Winter in Rostock geboren. Von 2008 bis 2012 studierte sie in Hamburg Kulturanthropologie und Philosophie, sowie 2010 bis 2011 an der Universität Stockholm Social Anthropology, Gender ans Sexuality. Das Master-Studium Kulturwissenschaften - Culture, Arts and Media führte sie von 2012 bis 2014 an die Leuphana Universität Lüneburg. 2015 bis 2017 wirkte Franziska Winter als Redaktionsmitglied der EJECT - Zeitschrift für Medienkultur mit und wurde 2015 bis 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin der DFG-Forschungsgruppe Medien und Mimesis an der Bauhaus-Universität Weimar, 2020 bis 2023 Assoziierte am DGF Graduiertenkolleg Medienanthropologie an der Bauhaus-Universität Weimar, 2021 bis 2022 Stipendiatin und 2023 Wissenschaftliche Mitarbeiterin dort und von 2016 bis 2024 Doktorandin an der Fakultät Medien, Philosophie und Ästhetik an der Bauhaus-Universität Weimar. Seit 2024 ist Franziska Winter Kino- und Programmleiterin des mon ami in Weimar. Moderation: Carsten TeschRedaktion: Angelika Zapf