Vor sechs Jahren rief Konstanz als erste Stadt in Deutschland den Klimanotstand aus. Mit angestoßen wurde der Beschluss vom damaligen Fridays-for-Future-Aktivisten Manuel Oestringer. Ziel ist es, die Stadt bis 2035 klimaneutral zu machen. Auch wenn der Weg anspruchsvoll ist, zeigt sich heute: Der Klimanotstand hat konkrete Veränderungen angestoßen.
Wärmenetze, Solarstrom und ein klarer Fahrplan
Besonders bei der Wärmewende geht es voran. Konkrete Planungen für neue Wärmenetze liegen vor, der Bau des ersten Netzes könnte noch in diesem Jahr beginnen. Auch beim Ausbau von Photovoltaik gibt es Fortschritte, wenn auch noch nicht im gewünschten Tempo. Konstanz weiß genau, wo es steht: Ein enges Monitoring und ein umfassender Maßnahmenkatalog zeigen, was bereits erreicht wurde und wo nachgesteuert werden muss.
Grund zur Zuversicht
Für Manuel Oestringer ist genau das ein Grund zur Zuversicht. Konstanz habe früh ambitionierte Ziele formuliert und sich damit einen Vorsprung gegenüber vielen anderen Städten erarbeitet. Auch die Klimaschutzbewegung sei weiterhin aktiv, heute weniger symbolisch, dafür stärker auf konkrete Lösungen fokussiert. Sein Fazit: Wenn Klimaschutz ernst genommen wird, kann er nicht nur Emissionen senken, sondern auch die Lebensqualität spürbar verbessern.
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