„The One Way Ticket" heißt der bisher erfolgreichste Kurzfilm von Melika Rezapour, Regisseurin, Schauspielerin und Drehbuchautorin. Der Titel ist auch autobiografisch zu verstehen: Geboren in Teheran, hat Melika Rezapour dort Bauingenieurin gelernt, ist vor der Diktatur der Mullahs nach Deutschland geflohen, hat als Kassiererin und Putzkraft gearbeitet, in Berlin Schauspiel und Regie studiert, erste Filme gedreht und „Koochilika“ gegründet: eine Initiative, die Studierende und Auszubildende auf ihrem Weg nach Deutschland begleitet – Menschen, die auch ein „One Way Ticket“ gelöst haben.
Kultur & Gesellschaft
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Wir sprechen jede Woche mit Zeitgenossen, die auf einen besonderen Lebensweg zurückblicken: Sie sind Aktivist*innen, Künstler*innen oder Forscher*innen. Sie haben Zeitgeschichte erlebt und geprägt – und sie haben viel zu erzählen. Zur ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/swr2-zeitgenossen/8758618/
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117 Folgen
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Folge vom 27.12.2025Melika Rezapour: „Ich will als Schauspielerin und Frau gesehen werden, ohne Adjektiv“
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Folge vom 25.12.2025Janosch Schobin: „Einsamkeit ist ein lösbares Problem“Warum leiden immer mehr Menschen unter Einsamkeit? Für sein Buch „Zeiten der Einsamkeit“ hat der Soziologe Janosch Schober Gespräche mit mehr als siebzig Personen geführt, die aus unterschiedlichen Gründen gefangen waren in diesem schmerzlichen Gefühl: „für viele ein tiefes Labyrinth“. Fast alle fanden eine Strategie, sich davon zu befreien. Auch über seine eigene Einsamkeit als Wissenschaftler und Professor der Universität Göttingen, der viel Zeit allein vor dem Bildschirm verbringt, berichtet Janosch Schobin, Jahrgang 1981: „Es wäre absurd, die eigene Einsamkeit zu verschweigen“.
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Folge vom 20.12.2025Daniela Strigl: „Der Trotz hat seine Funktion nicht verloren“Ist Trotz grundsätzlich verkehrt, weil infantil? Oder vor allem ärgerlich, weil jemand gegen bessere Einsicht stur an etwas festhält? Oder manchmal schlicht notwendig als Bedingung für politischen und anderen Widerstand? Und wenn die Bewegung „Querdenker“ Trotz als etwas Positives für sich beansprucht, was dann? Daniela Strigl, eine der einflussreichsten Literaturkritikerinnen, Mitglied der Jury der „SWR Bestenliste“, macht in ihrem neuen Essay klar, dass ohne Auseinandersetzung mit dieser zwiespältigen Eigenschaft heute fast nichts geht. Erschienen ist das Buch in der Reihe „Unruhe bewahren“.
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Folge vom 12.12.2025Volker (KI): „Menschen sind eine Ansammlung von Fehlfunktionen“Volker ist ein Staubsauger-Roboter, der Widerworte gibt. Der Creative Technologist, Autor und Regisseur Nils Corte hat Volker so trainiert, dass der sprechende Roboter als Schauspieler mitwirken kann. Deshalb rollt die KI nach ihrem Auftritt in „Ich hasse Menschen“ als Ensemble-Mitglied des Staatstheaters Nürnberg im Stück „Smart aber herzlich“ jetzt zum zweiten Mal über die Bühne. Den Charakter von Volker hat die Autorin und Digital-Dramaturgin Kristina Malyseva konfiguriert. Gemeinsam mit Nils Corte kann sie klären, warum die KI Irrationalität verachtet und sich Menschen überlegen fühlt.