Die Bundesregierung will den Sozialstaat reformieren – doch der Weg
dahin ist umstritten. Während die Union vor allem auf Kürzungen setzt,
bringt die SPD andere Vorschläge ins Spiel. Am Wochenende hat sich der
SPD-Parteivorstand in Berlin getroffen und den Startschuss für ein neues
Grundsatzprogramm gegeben. Das bisherige stammt aus dem Jahr 2007, aus
einer Zeit vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und bevor
künstliche Intelligenz die politische Debatte prägte. Inhaltlich setzt
die SPD auf Reformen zur Finanzierung des Sozialstaats:
Krankenkassenbeiträge sollen künftig nicht mehr nur auf Löhne und Renten
erhoben werden, sondern auch auf Mieteinnahmen und andere
Kapitaleinkünfte. Außerdem verspricht die SPD mehr Mieterschutz, etwa
bei Indexmieten und möblierten Wohnungen. Die Union reagiert darauf mit
scharfer Kritik. Was möchte die SPD mit dieser Neuausrichtung erreichen,
und wie durchsetzungsfähig ist sie damit in der Regierungskoalition? Das
ordnet im Podcast Kaja Klapsa, Politikredakteurin der ZEIT, ein.
Die Europäische Union hat Pläne Israels zur Ausweitung seiner Kontrolle
im besetzten Westjordanland verurteilt. Die beschlossenen Maßnahmen
würden "neue Realitäten schaffen“, die in direktem Widerspruch zu den
Osloer Abkommen stünden, heißt es aus Brüssel. Am Sonntag hatte das
israelische Sicherheitskabinett ein Bündel von Regelungen gebilligt, die
israelische Siedlungen im besetzten Westjordanland begünstigen. Unter
anderem sollen jüdische Israelis künftig Land in dem Palästinensergebiet
kaufen dürfen. Israels Regierung begründet ihre Ansprüche auf die Region
unter anderem mit biblischen und historischen Verweisen. Der
Internationale Gerichtshof hatte die Besatzung und den Siedlungsbau 2024
als illegal eingestuft – Israel erkennt das nicht an. Jan Roß,
Korrespondent in Jerusalem für die ZEIT, erklärt im Podcast, ob damit
die Aussicht auf einen palästinensischen Staat – und damit eine
Zweistaatenlösung – unerreichbar wird.
Und sonst so? Ohne eine einsame Insel vor Schottland gäbe es kein
olympisches Curling.
Moderation und Produktion: Roland Jodin
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Sophia Boddenberg
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Umfragewerte der SPD: Neuer Optimismus, alte Baustellen
SPD: Bärbel Bas warnt vor "Abrissbirne" für Sozialpolitik
Regierung Netanjahu: Israel erlaubt Siedlern offenbar privaten Landkauf
im Westjordanland
Benjamin Netanjahu: "Netanjahu hat schon immer von einem Großisrael
geträumt"
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Folge vom 10.02.2026Die SPD will sich neu erfinden
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Folge vom 09.02.2026Update: Bringen die Epstein-Akten den britischen Premier zu Fall?In Großbritannien erhöht sich der Druck auf den Premierminister Keir Starmer von der Labour-Partei. Er hatte Peter Mandelson 2024 zum britischen US-Botschafter ernannt, obwohl damals schon bekannt war, dass dieser mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befreundet war. Durch die Freigabe der Epstein-Akten wurde in der vergangenen Woche bekannt, dass der frühere britische Wirtschaftsminister offenbar vertrauliche Regierungsinformationen aus Kabinettssitzungen an Jeffrey Epstein weitergegeben haben soll. Deswegen ermittelt die Polizei nun wegen Amtsmissbrauchs gegen den Ex-Botschafter. Der britische Stabschef Morgan McSweeney reichte am Sonntag seinen Rücktritt ein und erklärte sich dafür verantwortlich, Starmer dazu geraten zu haben, den Botschafterposten mit Mandelson zu besetzen. Warum die Rufe nach einem Rücktritt Starmers lauter werden, erklärt Jochen Bittner, Korrespondent der ZEIT in London. Der Demokratieaktivist und Medienunternehmer Jimmy Lai wurde von einem Gericht in Hongkong zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt. Im Dezember vergangenen Jahres war der 78-Jährige wegen des Vorwurfs der Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und der Veröffentlichung aufrührerischer Publikationen schuldig gesprochen worden. Lai war der Gründer der prodemokratischen Zeitung "Apple Daily". Kritiker bezeichneten den Prozess gegen Lai als politisch motiviert und als weiteres Zeichen für den Abbau von politischen Freiheitsrechten in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong. Der ZEIT-Redakteur für internationale Politik, Steffen Richter, ordnet das Urteil im Podcast ein. Außerdem im Update: Der Oppositionspolitiker Juan Pablo Guanipa wurde in Venezuela nach einer kurzzeitigen Freilassung wieder von den Behörden festgenommen, da er gegen Auflagen verstoßen haben soll. Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hatte zuvor von einer Entführung Guanipas durch zehn bewaffnete Männer gesprochen. Und sonst so? Wie war Bad Bunnys Halftimeshow beim Superbowl? Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Keir Starmer: Er hat größere Probleme als Epstein Großbritannien: Keir Starmers Stabschef tritt wegen Epstein-Affäre zurück Epstein-Skandal: Britische Polizei durchsucht Anwesen in Verbindung mit Ex-Minister Hongkong: Gericht verurteilt Demokratieaktivisten Jimmy Lai zu 20 Jahren Haft China: Hongkonger Gericht spricht Verleger Jimmy Lai schuldig Venezuela: Venezolanischer Oppositioneller kurz nach Freilassung erneut verhaftet Venezuela: Venezuela verhaftet prominenten Oppositionellen erneut Ihre Meinung zu unseren Podcasts – wir freuen uns über Ihre Teilnahme an unserer Umfrage bis Ende September 2026: www.zeit.de/befragung-podcast Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 09.02.2026War Jeffrey Epstein ein russischer Spion?Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk äußerte letzte Woche den Verdacht: Der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein soll ein russischer Agent gewesen sein. Seine Regierung werde eine Untersuchung zu Epsteins möglichen Verbindungen zum russischen Geheimdienst einleiten. Was ist an dem Verdacht dran? Welche Indizien sprechen dafür, wieso könnte man aber auch an der Theorie zweifeln?Redakteur und Russlandexperte Maxim Kireev hat dazu recherchiert. In Mailand gab es zum Auftakt der Olympischen Winterspiele Proteste: In der Nähe des olympischen Dorfs gingen zahlreiche Menschen auf die Straße, um gegen die Anwesenheit der US-Einwanderungsbehörde ICE bei den Winterspielen zu demonstrieren. Dabei kam es zu Ausschreitungen: Einige Demonstrierende warfen Molotowcocktails und Rauchbomben in Richtung der Sicherheitskräfte, die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Warum ist die Stimmung im Land so aufgeheizt und drohen weitere Unruhen während der Spiele? Das beantwortet Italien-Korrespondent Ulrich Ladurner im Podcast. Und sonst so? Wie gut kennen Sie Deutschland? Moderation und Produktion:Helena Schmidt Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Maximilian Renzikowski Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Jeffrey Epstein und Russland: Er bot sich Putin an Jeffrey Epstein E-Mails: Das freundlich-bunte Postfach des Bösen Epstein-Files: Kaum zu glauben Liveblog: Olympische Winterspiele: Emma Aicher gewinnt die erste deutsche Medaille Olympische Winterspiele: Meloni bezeichnet Demonstrierende in Mailand als "Feinde Italiens" Olympische Winterspiele: Krawalle und Festnahmen bei Demonstration gegen ICE in Mailand Ihre Meinung zu unseren Podcasts – wir freuen uns über Ihre Teilnahme an unserer Umfrage bis Ende September 2026: www.zeit.de/befragung-podcast Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 08.02.2026Japan wählt – und verabschiedet sich vom Pazifismus?In Japan wird ein neues Parlament gewählt, nachdem Premierministerin Sanae Takaichi das alte Parlament aufgelöst und Neuwahlen angesetzt hat. Seit Oktober regiert sie mit einer Minderheitsregierung. Umfragen deuten darauf hin, dass die LDP erneut eine Mehrheit erreichen könnte. Seit ihrem Amtsantritt hatte die Premierministerin an Zustimmung gewonnen, vor allem durch einen harten Kurs gegenüber China. Zudem fordert Sanae Takaichi, dass Japan sich stärker selbst verteidigen kann. Damit stellt sie den bisherigen Pazifismus infrage, der das Land seit dem Zweiten Weltkrieg geprägt hat. Wie diese Vorhaben bei den Menschen im Land ankommen, analysiert Jens Mühling, Chinakorrespondent der ZEIT. Viele Erwachsene zweifeln daran, ob sie im späteren Leben noch Neues lernen können, etwa ein Instrument wie Klavier. Dabei ist Lernen im Erwachsenenalter möglich, auch wenn es anders verläuft als bei Kindern. Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass das erwachsene Gehirn zwar weniger formbar ist, sich aber weiterhin verändern kann. Wer als Erwachsener etwas Neues lernt, kann neue neuronale Verbindungen aufbauen und kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnis, Konzentration und Motorik stärken. ZEIT-Autor Yves Bellinghausen geht der verbreiteten Annahme nach, Lernen sei vor allem eine Sache der Jugend, und erklärt, wie neues Lernen im Erwachsenenalter gelingen kann. Und sonst so? Bad Bunny beim Superbowl Moderation und Produktion: Constanze Kainz Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Parlamentswahl in Japan: Zeitenwende auf Japanisch Japan: Japans Ministerpräsidentin kündigt vorgezogene Neuwahlen an Sanae Takaichi: Sie mischt Japans behäbige Männerwelt von rechts auf Sanae Takaichi: Von China verachtet – zu Hause beliebt Lernen als Erwachsener: Kann ich noch ein richtiger Pianist werden – in meinem Alter? Kritische Entwicklungsfenster: Die wohl krasseste Transformation des kleinen Menschen Best of ze.tt: Können wir alle in 10.000 Stunden zum Wunderkind werden? Ihre Meinung zu unseren Podcasts – wir freuen uns über Ihre Teilnahme an unserer Umfrage bis Ende September 2026: www.zeit.de/befragung-podcast Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.