Umfragen zeigen: Die Demokratie wird als Regierungsform weiterhin als beste aller Möglichkeiten geschätzt. Aber: Die praktische Umsetzung, die sehen viele Menschen kritisch. Sie haben das Vertrauen in die Politik verloren. Viele haben das Gefühl, dass ihre Sorgen und Anliegen von Politik und Gesellschaft nicht ausreichend gehört werden.Der Verein "Mehr Demokratie" setzt auf etwas, das im politischen Alltag oft zu kurz kommt: Zuhören. Mit dem Dialogformat "Sprechen und Zuhören" will der Verein Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zusammenbringen. Das Besondere: Alle Beteiligten bekommen die gleiche Redezeit. Wir haben bei einer dieser Gesprächsrunden im Lüneburger Kurpark zugehört.Die Schriftstellerin Anne Rabe sagt, ein Grund für die Unzufriedenheit vieler Menschen sei der komplexe Zustand der Welt, die viele überfordere. Diese Krisen und Konflikte seien nicht in einer Wahlperiode zu lösen. Viele Menschen nähmen die Politik als "Lieferdienst" wahr und seien deshalb enttäuscht. Aber auch die Politik habe viele Probleme liegenlassen, gerade im Osten Deutschlands. "Es gibt nicht die eine Losung, das eine Rezept, was unser Vertrauen in die Demokratie wieder stärken kann. Aber ich glaube, es braucht vor allem Ehrlichkeit und ein Ernstnehmen."Weitere Informationen:"Kompromisse als Kernkompetenz": Demokratiebildung in Göttingenhttps://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3313024.htmlAutorin Rabe: Politik braucht Mut zur Ehrlichkeithttps://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3313442.htmlVerein "Mehr Demokratie": "Jeder Konflikt ist auch eine Chance"https://www.ndr.de/nachrichten/info/mehrdemokratie-126.htmlMitreden! Deutschland diskutiert: "Demokratie unter Druck: Wie kann Vertrauen neu entstehen?"https://www.ndr.de/nachrichten/info/epg/sendung-1119186.htmlAlle Folgen von NDR Info Thema auch in ARD-Soundshttps://www.ardsounds.de/sendung/das-thema/urn:ard:show:193cce6e1dd33420/Moderation: Peter MückeInterviews: Stefan SchlagPlanung: Jan Oppel
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Verschiedene Stimmen und Aspekte zum Thema des Tages – aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Kultur. In zehn Minuten blicken wir hinter die Schlagzeilen, erklären Zusammenhänge und zeigen unterschiedliche Perspektiven auf. Mit der Expertise und der Recherchekraft von NDR Info. Immer montags bis freitags ab 13 Uhr.
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Folge vom 22.06.2026Demokratie unter Druck - Wie kann Vertrauen neu entstehen?
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Folge vom 19.06.2026Straße von Hormus: Kann die Weltwirtschaft endlich aufatmen?Rund dreieinhalb Monate war die Straße von Hormus blockiert - ab heute ist die Meerenge wieder passierbar. Ein wichtiger Schritt für die Weltwirtschaft. Denn die Blockade hat weltweit für steigende Öl- und Gaspreise gesorgt. Doch eine wirkliche Entspannung der Lage ist noch nicht zu sehen. Es gibt die Sorge vor iranischen Minen in der Meerenge, dazu ist der Burgfrieden zwischen den Iran und den USA sehr fragil. Deswegen scheuen viele Schiffe noch die Durchfahrt. In dieser Folge beleuchten wir, wie lange es dauern könnte, bis sich der Schiffsverkehr wieder normalisiert, wann wir in Deutschland mit sinkenden Preisen rechnen können und warum ein deutscher Marine-Einsatz bei der Minenräumung große Risiken mit sich bringt. "Wir positionieren uns bewusst in der Schusslinie", sagt der Sicherheitsexperte Moritz Brake zu einem möglichen Engagement.Wenn ihr Kritik oder Anregungen habt: Schreibt uns gerne an podcast@ndr.de.weitere Informationen:Sicherheitsexperte Brake: Risiken in der Straße von Hormus erheblichhttps://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3308524.htmlRahmenabkommen stärkt das iranische Regimehttps://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3308396.htmlStraße von Hormus: Wird der Iran Geld für die Passage verlangen?https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3308462.htmlPolitologin Groitl zum Abkommen mit Iran: "Kein gutes Ergebnis für USA”https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/interviews/audio-3307754.htmlGespräche zwischen Iran und USA verschobenhttps://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-usa-abkommen-verhandlungen-100.htmlModeration: Maximilian SeibInterviews: Birgit LanghammerPlanung: Jan Oppel
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Folge vom 18.06.2026EU-Gipfel: Werden wir gemeinsam endlich stärker?Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Vom G7-Treffen im französischen Évian geht es für Bundeskanzler Merz weiter nach Brüssel. Dort beraten die EU-Staats- und Regierungschefs vor allem über wichtige Sicherheitsfragen: Wie kann der Krieg in der Ukraine beendet werden - und das nicht zu russischen Bedingungen? Welche Rolle nimmt Europa bei der Sicherung der Straße von Hormus ein? Und wie soll mit China umgegangen werden, das den EU-Markt mit günstigen Produkten flutet?Der EU-Korrespondent der ARD Jean-Marie Magro sieht vor allem bei der Unterstützung der Ukraine gute Chancen für weitere Beschlüsse. Dabei hilft insbesondere, dass Ungarns neuer Ministerpräsident Magyar eine deutlich ukrainefreundlichere Linie fährt als sein Vorgänger Orban. Welche Rolle Europa nach einer Öffnung der Straße von Hormus in der Meerenge spielen könnte - darüber herrscht laut Magro in Brüssel noch keine Klarheit.Ein großes Thema beim EU-Gipfel ist der Handel mit China. Die Volksrepublik exportiert in großem Umfang in die EU. Die günstigen chinesischen Produkte werden zunehmend zu einem Problem für europäische Unternehmen. Frankreich, Spanien und Italien fordern eine härtere Gangart, bisher bremst Deutschland. Sandra Detzer, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen, fordert einen Kurswechsel von Kanzler Merz und seiner Koalition.Bei sämtlichen Herausforderungen müsse Europa geschlossen auftreten, sagt der SPD-Europaabgeordnete Tobias Cremer. Die EU müsse für sich definieren, was ihre Interessen sind und wie sie diese gemeinsam und selbstbewusst durchsetzen könne.Wir beleuchten in dieser Folge, wie geschlossen Europa in diesen EU-Gipfel geht und welche Herausforderungen bei den Verhandlungen warten.SPD-Politiker Cremer: Interessen Europas selbstbewusster durchsetzenhttps://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3306318.htmlEU-Gipfel in Brüssel: Wohl kein Wohlfühl-Terminhttps://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3306226.htmlEU-Gipfel: Deutschland als Bremser beim Schutz vor Chinas Übermacht?https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3306482.htmlZu viele schwierige Themen für nur einen Taghttps://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-gipfel-648.htmlModeration: Maximilian SeibInterviews: Liane KoßmannPlanung: Jan OppelProduktion: Dennis FilimonowUnd wenn ihr Kritik oder Anregungen habt: Schreibt es uns an podcast@ndr.de
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Folge vom 17.06.202635 Jahre deutsch-polnischer FreundschaftsvertragHeute vor 35 Jahren - am 17. Juni 1991 – da haben der polnische Regierungschef Jan Krzysztof Bielecki und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl in Bonn einen ganz bedeutenden Grundstein gelegt: Sie haben sich und den Polinnen, Polen und Deutschen versprochen: Von jetzt an gehen wir in Freundschaft zusammen in die Zukunft. Wir werden uns gute Nachbarn sein. Bitter nötig, dieses Versprechen, wenn wir an die Geschichte denken – Deutscher Überfall auf Polen, Besatzung, Zweiter Weltkrieg, Kalter Krieg.Und im Hier und Jetzt mit Russlands Krieg gegen die Ukraine - und Polen als Puffer zwischen Russland und Europa umso mehr eine bedeutende Botschaft.Wir schauen uns an, wie es um die Beziehung der beiden Länder heute steht. Fragen, was aus diesem Freundschaftsversprechen von vor 35 Jahren geworden ist. Welche Hoffnungen damals damit verbunden waren - und was sich erfüllt hat. Und wo wir noch Herausforderungen meistern müssen.weitere Informationen: Vor 35 Jahren: Deutschland und Polen wagen Neustartwww.dw.com/de/freundschaftsvertrag-1991-entschieden-sich-deutsche-und-polen-fuer-partnerschaft-statt-feindschaft/a-77519063CDU-Politiker Abraham: Deutsch-polnische Beziehungen "Erfolgsgeschichte"https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3304146.htmlSoziologe Fałkowski zur deutsch-polnischen Beziehung: "Zu wenig, zu spät"https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3304452.htmlEuropapolitik-Experte Martin Koopmann: Blick nach Deutschland für Polen schwierighttps://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3304216.htmlDeutschland und Polen: eine komplizierte Freundschafthttps://www.tagesschau.de/ausland/europa/deutsch-polnische-beziehung-proteste-100.htmlModeration: Jessica ChmuraInterviews: Liane Koßmann und Andreas SperlingPlanung: Kersten MüggeProduktion: Dirk LeukrothDistribution: Melanie Habermann