"Bei vielen Witzen gebietet es der Anstand, dass man sie nicht macht",
sagt der Komiker Tommi Schmitt, der mit dem Podcast "Gemischtes Hack"
bekannt wurde und dessen Sendung "Studio Schmitt" auf ZDFNeo läuft. Im
Podcast "Frisch an die Arbeit" erzählt er, dass er mit seinem Team daran
arbeitet, lustig zu sein, ohne sexistisch oder rassistisch zu werden.
"Wir haben in der Redaktion von Studio Schmitt 50 Prozent Autorinnen und
50 Prozent Autoren. Und zwar nicht, um sagen zu können, dass wir geile
Typen sind, weil wir so divers sind. Sondern weil es diese machohafte
Cowboy-Haltung verhindert."
Seit 2017 macht er mit seinem Komiker-Kollegen Felix Lobrecht den
Podcasts "Gemischtes Hack", der mit mehr als eine Million Zuhörerinnen
und Zuhörern einer der erfolgreichsten in Deutschland ist. "Damit haben
wir überhaupt nicht gerechnet", sagt Schmitt. "Das ist keine Koketterie:
Felix und ich hatten lediglich die Idee, einen Podcast aus der
Comedy-Branche zu machen, von einem auf der Bühne und einem hinter
Bühne, mehr nicht." Der Podcast entstehe mit minimalen Mitteln, ohne
Studio und Produktion. Oft sprächen Lobrecht und er einfach per
Smartphone und nähmen das Gespräch auf, das sei alles: "Felix und ich
bereiten uns auf diesen Podcast nicht vor."
Entsprechend groß sei für ihn der Wechsel zum Fernsehen gewesen. "Ich
war früher ja selbst schnell dabei, mich über Fernsehauftritte lustig zu
machen – aber wenn man jetzt auf der anderen Seite ist, merkt man,
wieviel Liebe und Arbeit in sowas steckt." Anders als als Gagschreiber
für andere bekomme er nun auch alle Kritik direkt ab, in den sozialen
Netzwerken und auch im Feuilleton. "Ich bin der Blitzableiter, ich halte
das Gesicht hin", sagt Schmitt.
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Frisch an die Arbeit Folgen
Alle 14 Tage stellen Hannah Scherkamp, Elise Landschek und Daniel Erk spannenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Fragen über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Arbeit. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo
Folgen von Frisch an die Arbeit
234 Folgen
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Folge vom 07.12.2021Wie vermeidet man sexistische Witze, Tommi Schmitt?
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Folge vom 23.11.2021Haben Sie eine Lieblingsskischanze, Katharina Althaus?„Es sind Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen: Wo sind meine Hände im Flug, wie stelle ich meine Ski?“, erzählt die Skispringerin Katharina Althaus, 25, die bei den vergangenen olympischen Spielen für Deutschland eine Silbermedaille geholt hat. Vor jedem Sprung konzentriere sie sich auf ein, zwei Aspekte im Bewegungsablauf und der Körperhaltung, die sie optimieren wolle, sagt sie im Podcast “Frisch an die Arbeit”: „Ich bin eigentlich nicht sehr perfektionistisch – außer beim Skisprung.” Althaus, die aus Oberstdorf im Allgäu stammt, erzählt, dass sowohl ihr Großvater als auch ihr älterer Bruder Ski gesprungen seien. Ihm habe sie beim Training zugeschaut und mit sechs Jahren wagte sie sich auf eine Schanze – auf die Minischanze. Von der Großschanze in Obersdorf sprang sie dann zum ersten Mal als Jugendliche mit 13 Jahren. Bei aller Vorbereitung sei der Moment, wenn sie die Beine durchdrücke und fliege, bis heute etwas Besonderes, sagt Althaus: „Der Sprung ist immer wieder ein Megagefühl!“ Sie springe schon so lange, dass sie vor dem Sprung überhaupt keine Angst mehr verspüre. Außerdem erzählt sie auch von schwierigen Momente. „Mich fragen Presseleute ganz direkt, was ich wiege”, sagt Althaus. “Ich finde das irritierend, das ist letztlich eine private Frage.” Außerdem merke sie auch jetzt noch, dass Frauen-Skisprung nicht so etabliert sei wie der Männersport. „Als Athletin wünsche ich mir die gleiche Aufmerksamkeit wie bei den Herren!“, sagt Althaus. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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Folge vom 09.11.2021Wie bereiten Sie sich auf das Weihnachtsgeschäft im Buchhandel vor, Maria-Christina Piwowarski?"Du kannst keine gute Buchhändlerin sein, wenn du nicht sehr gerne und sehr breit gefächert liest", sagt Maria-Christina Piwowarski, die in Berlin den Buchladen Ocelot leitet. Jeden Abend nehme sie sich vor, 50 Seiten zu lesen, das sei ein gutes Pensum. Das ist wie Zähne putzen – wenn ich das nicht mache, fühlt sich das ein bisschen eklig an", erzählt sie im Podcast Frisch an die Arbeit. In der Regel schaffe sie so acht Bücher im Monat. Doch jeden Abend zu lesen sei auch wie Sport: "Man muss sich das vornehmen, es passiert nicht zufällig." Piwowarski, die als Kind eigentlich Schauspielerin, Lehrerin oder Meeresbiologin werden wollte, absolvierte eine Ausbildung als Buchhändlerin, vor allem weil sie mit Anfang 20 Mutter wurde und einen sicheren Beruf suchte. Auch wenn zur Arbeit einer Buchhändlerin "unglaublich viel putzen, Staub wischen und Bücher wieder gerade rücken" gehöre, sagt Piwowarski, finde sie ihren Beruf heute viel besser, als sie in der Ausbildung gedacht habe. "Ich bin immer wieder selbst überrascht, dass ich einkaufen kann, was mir gefällt – und dass dann Leute sagen: Boah, die Maria hat das ausgewählt, dann schaue ich mir das mal an!" Gerade für das Weihnachtsgeschäft müsse man sich in einer Buchhandlung sehr gut vorbereiten und das nicht nur, weil ausreichend Geschenkpapier im Lager liegen müsse. "Es gibt Standardfragen, die auf jeden Fall kommen", erzählt Piwowarski. "Jemand braucht einen Krimi. Jemand braucht einen Krimi, der aber auf keinen Fall blutig sein darf, jemand drittes braucht was für die Schwiegermutter – wir bereiten uns intern tatsächlich auf diese Fragen vor und legen Tabellen an." [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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Folge vom 26.10.2021Kann man mit Schwarzen Puppen die Gesellschaft verändern, Olaolu Fajembola?„Mir war als Kind nicht bewusst, dass ich Rassismus erlebe. Aber da war schon ein großes Unwohlsein”, sagt die Unternehmerin Olaolu Fajembola, die mit dem Onlineshop Tebalou ausgewähltes Spielzeug verkauft. Es ist für Kinder aller Hautfarben gemacht und bildet beispielsweise auch unterschiedliche Familienmodelle ab. Gemeinsam mit ihrer Co-Gründerin Tebogo Nimindé-Dundadengar hat Fajembola zudem ein Buch zum Thema veröffentlicht, es heißt "Gib mir mal die Hautfarbe – Mit Kindern über Rassismus sprechen”. “Wenn in meiner Schulzeit Afrika als Thema aufkam, erinnere ich mich, wie rassistisch das aufbereitet war. Und wie ich immer stellvertretend für den gesamten afrikanischen Kontinent sprechen sollte“, erzählt die 41-Jährige im Podcast Frisch an die Arbeit. Sie habe dann oft nicht gewusst, was sie darauf antworten soll. Als sie später ein Baby bekommen habe, habe sie gemerkt, dass sich viele Dinge seit ihrer eigenen Kindheit nicht verändert hatten. Noch immer habe es in die allermeisten Spielzeugläden nur weiße Puppen gegeben, sagt Fajembola im Podcast. Noch immer sei mit Hautfarbe nur ein Stift gemeint, mit dem man nur weiße Kinder malen kann. So sei sie mit Tebogo Nimindé-Dundadengar auf die Idee gekommen, Spielzeug anzubieten, das die Lebenswelt verschiedener Kinder abbildet: „Wir wollen zeigen, wie unterschiedlich Kinder sind und dass Puppen auch unterschiedlich aussehen können.“ [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.