Den Verstand beschreibt Kant in der Kritik der reinen Vernunft als das Vermögen der Regeln oder der Begriffe: Durch ihn erst verstehen wir unsere Wahrnehmungen und erhält die Sinnlichkeit einen Sinn.
Zitat: 0:08
Der Verstand ist das Vermögen der Begriffe: 0:25
Begriffe sind nicht dasselbe wie Wörter: 12:34
Wer klares Denken will, sollte sich für klare Begriffe einsetzen: 22:13
Menschen reden oft aneinander vorbei, weil sie unterschiedliche Begriffe haben, selbst bei gleichen Wörtern: 35:49
Jeder Mensch hat nach seinen eigenen Begriffen Recht: 44:03
Die meisten Menschen leben in einer Phantasiewelt, statt in der Wirklichkeit: 54:31
Begriffe bilden nicht bloß die Wirklichkeit ab, sondern machen sie erst und entwickeln sich: 1:11:41
Die Arbeit des Begriffs: 1:31:00
Schluss: 1:41:41
Dank: 1:42:38
Über die Rolle des Verstandes als Regelvermögen und der Begriffe lese man am besten die entsprechenden Passagen in Kants Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/196.html und in
seinen Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0, sowie insbesondere zu den Begriffen Kants Vorlesungen über Logik: https://archive.org/details/kantsgesammeltes241imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes242imma
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Kultur & Gesellschaft
Kants Philosophie Folgen
Vor 300 Jahren wurde Immanuel Kant geboren - und in einer umfassenden Reihe von Vorträgen möchte ich mich seiner gesamten Philosophie widmen. Ich habe das vergangene Jahr damit verbracht, die 29 Bände der Kant-Gesamtausgabe zu studieren und täglich wenigstens 100 Seiten Kant zu lesen, um nun hier die wohl umfassendste und gründlichste Darstellung seiner Philosophie zu geben, die bisher versucht wurde, um ihren inneren systematischen Zusammenhang aufzuzeigen und um vor allem Kants Beitrag zur Aufklärung der Menschheit herauszuarbeiten.
Folgen von Kants Philosophie
103 Folgen
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Folge vom 28.09.2024Kants Philosophie - Was ist der Verstand?
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Folge vom 21.09.2024Kants Philosophie - Was ist Erfahrung?Eine wichtige Einsicht Kants ist, dass wir Erfahrung nicht haben, sondern machen. Sie ist empirische Erkenntnis. Als solche fußt sie zwar auf der Sinnlichkeit, ist aber nicht nur sinnlich. Eine bloße sinnliche Wahrnehmung wäre blind; wir wüssten nicht, was es ist, das wir wahrnehmen. Erst dadurch kommt Erfahrung zustande, dass der Verstand mehrere Wahrnehmungen verknüpft und synthetische Einheit in sie bringt. Dieser Akt des Verstehens oder der Intellektion ist der dritte der synthetisierenden Verstandesakte nach der Apperzeption und Apprehension. Zitat: 0:08 Apperzeption, Apprehension und Intellektion: 1:06 Erkenntnis ist eine objektive Vorstellung: 5:00 Erfahrung hat man nicht, sondern macht man: 11:52 Der heutige passive Erfahrungsbegriff und seine Folgen: 25:31 - Der Unsinn, Ausgewachsene hätten mehr Lebenserfahrung als Kinder und Jugendliche: 26:37 - Vorgebliche Erfahrung als Grund, seine Meinung nicht auf Grund von Fakten ändern zu müssen: 32:40 - Die Befindlichkeitsmoral der woken Linken: 35:04 - Die Berufung auf angebliche eigene Erfahrung als Immunisierungsstrategie: 44:46 - Berufung auf Erfahrung als Verantwortungsflucht: 51:55 Erfahrung ist ein System von Wahrnehmungen: 58:07 Dank: 59:03 Kants Erfahrungsbegriff bildet ein zentrales Thema seiner Kritik der reinen Vernunft, besonders der transzendentalen Analytik: http://korpora.org/kant/aa04/056.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
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Folge vom 14.09.2024Kants Philosophie - Apprehension: Die Rolle der Einbildungskraft in der ErfahrungDamit unsere mannigfaltigen Sinneseindrücke eine gemeinsame Wahrnehmung ausmachen können, müssen sie nach Kant erst mittels der Einbildungskraft aufgefasst bzw. apprehendiert werden. Dieses ist zwar ein empirischer Vorgang, aber einer, bei dem die Einbildungskraft doch unter Leitung des Verstandes steht, welcher somit synthetische Einheit in die Vorstellung des wahrgenommenen Objekts bringt. Zitat: 0:08 Wiederholung: Apperzeption: 0:28 Die Rolle der Einbildungskraft in der Wahrnehmung: 2:15 Beispiele für die Mitwirkung der Einbildungskraft an der Wahrnehmung: 10:20 Exkurs: Die meisten Menschen können nicht lesen: 18:12 Die Einbildungskraft wirkt nicht nur am Lesen oder Deuten von Zeichen mit: 29:04 Die Apprehension: 41:52 Die Reproduktion vergangener Wahrnehmungen durch die Einbildungskraft: 46:39 Der Zusammenhang von Apprehension und Apperzeption: 50:55 Dank: 57:56 Über die Apprehension schreibt Kant nur sehr wenig und auch sehr dunkel. Wer es nachlesen will, halte sich an die transzendentale Deduktion der reinen Verstandesbegriffe in der Kritik der reinen Vernunft. Da Kant diese Passage zwischen der ersten und zweiten Auflage beträchtlich geändert hat und sie übrigens kurz ist, empfehle ich zum besseren Verständnis beide Versionen zu lesen: http://korpora.org/kant/aa03/107.html | http://korpora.org/kant/aa04/074.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
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Folge vom 07.09.2024Kants Philosophie - Die Apperzeption: Das Selbstbewusstsein als Akt des DenkensDas Denken ist nach Kant eine Tätigkeit des Verknüpfens. Alles Material unserer Vorstellungen kommt aus der Sinnlichkeit, aber es ist das Denken, welches es zusammensetzt und ihm die Form gibt. Der erste verbindende Akt des Denkens ist dabei die Apperzeption, wodurch die verschiedenen Vorstellungen in unserem Bewusstsein gedacht werden als zu einem und demselben Subjekt als eben dessen Vorstellungen gehörig. Zitat: 0:08 Alles Denken ist Verbinden: 0:55 Das Denkungsvermögen: 18:39 Der Verstand: 22:47 Das Ich ist der erste Akt des Denkens: 27:41 Der Irrtum im cartesischen „Ich denke, also bin ich“: 33:14 Das „Ich denke“ muss alle meine Vorstellungen begleiten können: 40:13 Empirische und reine Apperzeption: 46:22 Homo noumenon und phaenomenon: 1:09:30 Das Ich an sich ist nicht erkennbar: 1:22:33 Die transzendentale Einheit der ursprünglichen Apperzeption ist Bedingung der Möglichkeit der Erfahrung: 1:40:39 Dank: 1:47:32 Übersicht über das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg Obwohl diese Passagen zu den dunkelsten und schwierigsten bei Kant gehören, weiß ich, sowohl zur verbindenden Arbeit des Verstandes überhaupt als auch zur Apperzeption keine bessere Leseempfehlung zu geben als die transzendentale Deduktion der reinen Verstandesbegriffe in der Kritik der reinen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa03/107.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai