Willkommen in der Reaktionskultur! Nicht mehr der Inhalt, sondern die Reaktion darauf ist zur vorherrschenden Form der Kommunikation im Netz geworden. Das ist die These von Annekathrin Kohout und Ausgangspunkt für die Analyse in ihrem gerade erschienenen Buch "Hyperreaktiv – wie in sozialen Medien um Deutungsmacht gekämpft wird". Entzauberung des Internets: Was wurde aus dem Gründungsversprechen, ein Ort der Gleichberechtigung zu sein, wenn große Plattformen mit kommerziellen Interessen, unsere Lust am Kommunizieren lenken. Und wie beeinflusst Social Media letztlich, wie wir die Welt und unser Gegenüber wahrnehmen.Die Kulturwissenschaftlerin Annekathrin Kohout im Gespräch mit Claudia Bleibaum.Verfügbar bis 18. Oktober 2026.
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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
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41 Folgen
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Folge vom 18.10.2025Hyperreaktiv: Wie Social Media unsere Kommunikation verändert
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Folge vom 11.10.2025Ferne Eliten? Raj Kollmorgen über Ostdeutsche in FührungspositionenDer Anteil von Ostdeutschen in Führungspositionen ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Waren es 2018 noch 10,9 Prozent, so lag ihr Anteil 2024 bei 12,1 Prozent. Das geht aus aktuellen Zahlen des Elitenmonitors hervor, einer von der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland initiierten Langzeituntersuchung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Leipzig, Jena und der Fachhochschule Zittau/Görlitz. Hierfür wurden rund 3.000 Spitzenpositionen in zwölf Sektoren untersucht. Sind das gute Nachrichten? Zumindest zufriedenstellende? Und wie sehen sie eigentlich aus – die "Netzwerke der Macht"? Welche Rolle spielen sie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und wie kann bzw. sollte man sie beeinflussen? Fragen an den Soziologen Raj Kollmorgen, Prorektor für Forschung an der Hochschule Zittau/Görlitz und Transformationsforscher.Das Gespräch mit Raj Kollmorgen führt Katrin Wenzel. Es ist bis zum 11. Oktober 2026 verfügbar.
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Folge vom 04.10.2025Den "Mythos" Ostfrau entzaubernWas ist eigentlich eine "Ostfrau"? Jemand, der in der DDR geboren wurde und heute in Ostdeutschland lebt? Oder darf die "Ostfrau" zwischendurch auch in den Westen gezogen sein? Der Begriff "Ostfrau" taucht jedenfalls bis heute auf, mal gelobt als besonders authentische und starke Frau, mal eher herablassend als Gegenentwurf zur Frau von Welt. Nun ist ein Sachbuch erschienen, das das Thema etwas ernsthafter und tiefgründiger ausleuchtet. Es heißt "Wir sind anders! Wie die DDR Frauen bis heute prägt". Geschrieben hat es die Historikerin Annette Schuhmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für zeitgenössische Forschung in Potsdam. Bettina Baltschev ist mit der Autorin im Gespräch.Verfügbar bis 4. Oktober 2026
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Folge vom 20.09.2025Kommen Sie mir nicht mit Muse! – Das Leben der Elsa AsenijeffSie war Schriftstellerin, Frauenrechtlerin, Lebenskünstlerin, Protagonistin des Leipziger Expressionismus und eine der ersten zugelassenen Studentinnen in Leipzig: die 1867 in Wien geborene und 1941 im sächsischen Bräunsdorf gestorbene Elsa Asenijeff. Zu Gast im MDR KULTUR Diskurs ist Margret Greiner, die mit "In mir tobt und brodelt stets etwas Gefährliches - das Leben der Elsa Asenijeff" (btb Verlag) die erste Biografie dieser bemerkenswerten Frau vorgelegt hat. Wieso wurde diese um 1900 in Leipzig so gefeierte Autorin vergessen? Heute steht sie im Schatten ihres berühmten Geliebten, des Bildhauers und Malers Max Klinger – aus dem sie Margret Greiner vehement herausholen möchte. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt sie von der literarischen Kunst und exzentrischen Persönlichkeit der Asenijeff, wie die amour fou mit Max Klinger zustande kam und zu Ende ging, wie es dazu kam, dass diese Frau ihre letzten Lebensjahrzehnte in der geschlossenen Heilanstalt verbrachte.Verfügbar bis 20. September 2026