Literatur reagiert auf gesellschaftliche Entwicklungen, auf Stimmungen und Trends, erzählt mal realistisch, mal phantastisch von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Andererseits reagieren wiederum Leserinnen und Leser, aber auch Kritikerinnen und Kritiker mit Begeisterung oder auch mit Ablehnung auf literarische Texte und machen sie zum Teil eines gesellschaftlichen Diskurses. So entsteht eine interessante Wechselwirkung zwischen Realität und Fiktion, zwischen Erleben und Erzählen. Nun hat der Literaturwissenschaftler Steffen Martus ein Buch geschrieben, das genau diese Wechselwirkung untersucht. Es heißt "Erzählte Welt. Eine Literaturgeschichte der Gegenwart 1989 bis heute". Bettina Baltschev ist für MDR KULTUR im Gespräch mit dem Autor.Verfügbar bis 14. Februar 2027
Kultur & GesellschaftTalk
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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
Folgen von MDR KULTUR Diskurs
41 Folgen
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Folge vom 14.02.2026Erzählte Welt: Literaturgeschichte der Gegenwart
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Folge vom 07.02.2026Die großen Fragen des Lebens – Paula Modersohn-Becker und Edvard MunchPaula Modersohn-Beckers Kunst war in der Zeit ihres Entstehens eigenwillig, konsequent und aufregend neu. Erst nach ihrem frühen Tod mit nur 31 Jahren, entwickelte dieses Werk in einer radikal modernen Bildsprache Weltgeltung.Vor 150 Jahren, am 8. Februar 1876, wurde Paula Modersohn-Becker in Dresden geboren – ein Datum, dass den Anlass gibt für die im Dresdner Albertinum gezeigte Ausstellung "Die großen Fragen des Lebens". Eine Schau, die das Werk Paula Modersohn-Beckers im Dialog mit dem von Edvard Munch zeigt. Wie es zu diesem interessanten Projekt gekommen ist, was das Werk von Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch miteinander verbindet, und welche Rolle Dresden dabei spielt – darüber sind die beiden Kuratoren der Ausstellung, Birgit Dalbajewa und Andreas Dehmer, im Gespräch mir MDR KULTUR Redakteurin Katrin Wenzel.Verfügbar bis 7. August 2026
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Folge vom 31.01.2026Crazy Rich: Erkundungen in der Welt der SuperreichenJulia Friedrichs ist vielfach prämierte Reporterin, Buchautorin und Filmemacherin. In ihrem Buch "Crazy Rich – Die geheime Welt der Superreichen" beschäftigt sie sich nicht zum ersten Mal mit der Schicht in unserer Gesellschaft, die einerseits am wenigsten erforscht ist und andererseits auch selbst gern diskret auftritt: Hochvermögende. Dabei lässt sie Leserinnen und Leser teilhaben an ihren mal mehr mal weniger erfolgreichen Bemühungen, diese Menschen für Gespräche zu gewinnen, um zu erfahren wie sie leben und was sie denken – nicht zuletzt über die zuletzt wieder lauter werdende Forderung, große Vermögen und Erbschaften zu besteuern.Das Gespräch mit Julia Friedrichs führt Annette Militz.Verfügbar bis 14. Dezember 2026
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Folge vom 24.01.2026Róža Domašcyna: "Ich bin neugierig"Seit ihrer Kindheit bewegt sich Róža Domašcyna in zwei Sprachen: dem Sorbischen und dem Deutschen. Sie wurde 1951 in Zerna, zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda, in einer sorbischen Familie geboren. Aber man sollte sie deswegen nicht als 'sorbische Dichterin' bezeichnen. Denn seit Kindertagen übt sie das Miteinander der Kulturen – und dabei Dinge in den Blick zu nehmen, die nicht nur neben- sondern miteinander existieren. Auch in ihrer Widersprüchlichkeit. Reiche Erfahrungen also, die sich auch in Róža Domašcynas sehr besonderen, sehr eigenen lyrischen Sprache niederschlagen. Jetzt erscheint in der 'Sorbischen Bibliothek' des in Bautzen ansässigen Domowina Verlages ein Gedichtband von ihr, der 111 Gedichte präsentiert. Im Gespräch mit MDR KULTUR Redakteurin Katrin Wenzel erzählt Róža Domašcyna, welcher Name in ihrem Ausweis steht, wie in ihrer Kindheit gesprochen wurde. Und welche Inspiration ihr aus der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlerinnen wie Gerda Lepke oder Angela Hampel zuwächst.Verfügbar bis 23. Januar 2027