Wie hielt es Konrad Adenauer mit den Nazis? In der Hinsicht ist viel Kritisches über den ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland geschrieben worden. Grund dafür ist, dass unter seiner Kanzlerschaft (1949 bis 1963) unzählige Altnazis führende Positionen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik innehatten. Auch Adenauers langjähriger, engster Mitarbeiter, Hans Globke, war schwer belastet. Er selbst aber war "ein glasklarer Anti-Nazi", sagt der Historiker Norbert Frei, der im Vorfeld des 150. Geburtstages von Konrad Adenauer eine sehr ausgewogene Biografie vorgelegt hat.In welchem Maße war der ehemalige Kölner Bürgermeister und Zentrumspolitiker von den Nazis verfolgt worden? Wie sehr misstraute Adenauer, nach allem was zwischen 1933 und 1945 passiert war, den Deutschen und ihrer politischen Urteilsfähigkeit? Und warum war die Aussöhnungspolitik gegenüber Israel auch ein sehr persönliches Anliegen des Kanzlers? Darum geht es im Gespräch zwischen Norbert Frei und MDR KULTUR-Geschichtsredakteur Stefan Nölke.Verfügbar bis 3. Januar 2027.
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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
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Folge vom 03.01.2026Konrad Adenauer – "Ein glasklarer Anti-Nazi"
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Folge vom 27.12.2025Alina Bronsky: "Essen" – Eine persönliche ErzählungDie Schriftstellerin Alina Bronsky im Gespräch mit Annette MilitzJeder könne über Essen schreiben, meint Alina Bronsky, es sei schließlich so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Und tatsächlich, wer da meint, es sei schon alles zu Papier gebracht über die vermutlich Elementarste unserer Beschäftigungen, den belehrt Alina Bronsky eines Besseren: "Essen" ist die ganz und gar persönliche Erzählung einer Frau, die in der ehemaligen UdSSR aufgewachsen ist, bevor sie mit 13 Jahren nach Deutschland kam. Und so geht es immer wieder auch um die Gerichte ihrer Kindheit und das Heimisch-werden in fremder Ess-Welt, wenn sie über Porridge, Borschtsch, Frikadellen oder Früchtebrot schreibt. Aber auch um das, was Nahrung eben auch ist: Mittel von Fürsorge, Emanzipation von emotionaler Erpressung – und Ausdruck von Liebe.Alina Bronsky, 1978 geboren, in Berlin lebend, vierfache Mutter sowie Autorin prämierter Romane wie "Baba Dunjas letzte Liebe", "Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" oder "Pi mal Daumen". Ihr Debüt "Scherbenpark" wurde 2013 fürs Kino verfilmt.
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Folge vom 20.12.2025Spielen ist eine Lebenseinstellung – Ein "Machbuch" von Karen KöhlerDie Dramatikerin, Schauspielerin und Schriftstellerin Karen Köhler hat gerade den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen für ihr Buch "Himmelwärts", ihr Roman "Miroloi" war für den Deutschen Buchpreis nominiert. In Ihrem neuen Buch beschäftigt sie sich mit einer ganz besonderen Tätigkeit: dem Spielen. Spielen ist eine Superkraft, so sagt sie, und Kreativität ist ansteckend. Und so hat sie kein Sachbuch, sondern ein Machbuch geschrieben mit Aufgaben, Anregungen und viel Wissen über das, was in unserem Geist und Körper während des Spielens passiert. Das Leben als Spiel, das wir schlussendlich verlieren werden – wer das lernt zu akzeptieren, hat das höchste Level geschafft … Was für ein Gewinn es ist, das Leben als Spiel zu betrachten, erzählt Karen Köhler im Gespräch mit Katrin Schumacher.Verfügbar bis 20. Dezember 2026
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Folge vom 13.12.2025Zeitkapsel Pompeji: Über den Alltag einer versunkenen StadtEr hat den Traumjob eines jeden Archäologen: Gabriel Zuchtriegel. Seit 2021 ist der gebürtige Baden-Württemberger Generaldirektor des Archäologischen Parks von Pompeji. Außerdem schreibt er recht erfolgreiche Bücher wie zuletzt den Titel "Pompejis letzter Sommer", erschienen bei Propyläen. Binnen Stunden wurde Pompeji – in der Nähe von Neapel gelegen – beim verheerenden Vulkanausbruch des Vesuvs im Jahre 79 völlig verschüttet. Und so ist diese römische Stadt wie in einer Zeitkapsel erhalten geblieben. Wie beschwerlich oder verschwenderisch lebten die Menschen? Arm und Reich, Herren und Sklaven, Handwerker, Prostituierte und hohe Magistrate wohnten ja dicht gedrängt beieinander. Wie freizügig war man sexuell und welche religiösen Vorstellungen kursierten im ersten Jahrhundert nach Christi? Darum geht es im Buch von Gabriel Zuchtriegel, und darüber erzählt er im Gespräch mit MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke.Verfügbar bis 13. Dezember 2026