Lange Zeit galt Deutschland als „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“ – als Land ohne Oben und Unten. Doch die Realität sieht anders aus, sagt die Göttinger Soziologin Nicole Mayer-Ahuja im Gespräch mit Sebastian Friedrich: Die Ungleichheit wächst, Armut verkürzt das Leben, und selbst gut Ausgebildete erleben Unsicherheit und Konkurrenz.Mayer-Ahuja widerspricht dem Mythos der klassenlosen Gesellschaft. In ihrem Buch „Klassengesellschaft akut“ (C.H.Beck) zeigt sie, warum Lohnarbeit spaltet, wie sich Klassen heute neu formieren – und wo Chancen für Solidarität liegen.
Kultur & GesellschaftTalk
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Bei "Das Gespräch" kommen Menschen zu Wort, die Stellung beziehen und Positionen vertreten: kulturell oder gesellschaftlich, kenntnisreich, vielfältig und nicht selten provokant. Mal sind sie prominent und in aller Munde, mal ausgewiesene Experten auf ihrem Gebiet. Gemein ist ihnen allen, dass sie Inspirierendes zu sagen haben zu den Themen unserer Zeit - und oft auch sehr Persönliches. Wir stellen drängende Fragen und rollen nicht einfach den roten Teppich aus.
Folgen von NDR Kultur - Das Gespräch
80 Folgen
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Folge vom 26.10.2025Ungleich von arm und reich – Nicole Mayer-Ahuja und die „Spaltungslinie“
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Folge vom 14.10.2025MIT OPENER Text entsteht aus Text – die Buchpreisträgerin Dorothee ElmigerGestern mit dem Deutschen Buchpreis 2025 ausgezeichnet, heute im Gespräch mit Joachim Dicks über das Schreiben im Allgemeinen und ihren aktuellen Roman „Die Holländerinnen“ im Besonderen: die Schweizer Schriftstellerin Dorothee Elmiger.
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Folge vom 14.10.2025Text entsteht aus Text – die Buchpreisträgerin Dorothee ElmigerGestern mit dem Deutschen Buchpreis 2025 ausgezeichnet, heute im Gespräch mit Joachim Dicks über das Schreiben im Allgemeinen und ihren aktuellen Roman „Die Holländerinnen“ im Besonderen: die Schweizer Schriftstellerin Dorothee Elmiger.
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Folge vom 12.10.2025Psychologe Stephan Grünewald legt die Deutschen auf die CouchPandemie und Krieg, Klimakrise und Inflation – die Gegenwartslage ist ein Stresstest für uns alle. Doch anstatt kollektiv zu verzweifeln, entwickeln die Deutschen überraschende Überlebensstrategien. In seinem neuen Buch „Wir Krisenakrobaten. Psychogramm einer verunsicherten Gesellschaft“ (Kiepenheuer & Witsch) fragt der Psychologe und Bestsellerautor Stephan Grünewald, wie es sein kann, dass das Vertrauen in Politik und Gesellschaft zwar einen historischen Tiefpunkt erreicht hat, viele Menschen im Privaten aber erstaunlich zuversichtlich bleiben.Im Gespräch mit Verena Gonsch erklärt Stephan Grünewald, warum wir uns in unser „Schneckenhaus“ zurückziehen – und gleichzeitig neue Formen der Hoffnung erfinden. Er zeigt, wie die Menschen zwischen Alltagsängsten und persönlicher Zuversicht balancieren, fast wie Akrobaten auf dem Krisendrahtseil.