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Radio FRO 105,0 Folgen
Freier Rundfunk Oberösterreich GmbH Kirchengasse 4 A-4040 Linz Radio FRO sendet 24 Stunden täglich auf der Frequenz 105.0 Mhz im Raum Linz und Umgebung und auf der Frequenz 102.4 MHz im Gebiet Urfahr West/Eferdinger Becken. Im Liwest- und im WAG-Kabel sind wir zu hören auf 95.6 Mhz und im Internet unter http://www.fro.at/livestream Radio FRO folgen auf... ‣ www.facebook.com/RadioFRO ‣ www.instagram.com/radiofro ‣ www.twitter.com/RadioFRO ‣ www.youtube.com/RadioFROLinz Möglichkeiten zum Mitmachen: ‣ selbst eine Radiosendung machen (lernen) ‣ leistbare Radioworkshops und Radioausbildungen ‣ Mitglied des Redaktionsteams des Infomagazins FROzine des Kultur- und Bildungskanals oder Freundeskreis werden. Werde Radio FRO-Freund*in! Radio FRO Newsletter abbonieren
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Folge vom 01.10.2026Calle Libre Festival Linz und Street ArtCalle Libre Festival 2026 in Linz Am 18. und 19. September verwandelte sich das Gelände der Post City Linz, dem ehemaligen Logistikstandort und Verteilzentrum der Post AG, in Zusammenarbeit mit dem Urban Art Kollektiv Calle Libre in das größte Street Art Ensemble des Landes. Der Gebäudekomplex, der nach dem Umzug des Postverteilerzentrums nach Allhaming lange Zeit als Austragungsort verschiedener Kunst und Kulturveranstaltungen diente, bis zuletzt dem Ars Electronica Festival, soll in den nächsten Jahren abgerissen und neu bebaut werden mit einem Mix aus Wohn- und Gewerbebauten. Über die genaue Zukunft der Post City werde laut Post-Generaldirektor Walter Oblin in den nächsten zwei Jahren entschieden. Doch vor dem Abriss solle das Areal noch einmal neu genutzt werden. Gesprochen haben bei der Pressekonferenz zum Calle Libre Festival: Jakob Kattner (Kurator und Vorstandsvorsitzender Calle Libre), Walter Oblin (Generaldirektor Österreichische Post AG), Margot Nazzal (Landeskulturdirektorin OÖ) und Dietmar Prammer (Bürgermeister von Linz) Auf insgesamt 2744 Quadratmetern stellen 8 unterschiedliche nationale und internationale Künstler:innen ihre Wandgemälde aus, die unter dem Motto „Addressing Tomorrow“ stehen. Die Kunstwerke verbinden Motive von Natur und Technologie miteinander. Zu sehen sind Linda Steiners sanftmütige Riesin auf der rechten Fassadenseite, die Brennnessel und Skorpion hält und das Wandgemälde von Manuel Skirl, welches klassische Bauernbilder mit floralen Elementen verbindet. Zu den weiteren ausstellenden Personen gehören Coins, Mario Naise und Noel aus Österreich sowie Salab aus Frankreich, JahOne aus Bulgarien und der spanische Spidertag, dessen leuchtendes interaktives Wandgemälde den Uhrturm ziert. Das Calle Libre (span. für „Freie Straße“) ist Kulturprojekt und Festival, welches 2014 in Wien startete und seitdem zum größten Street Art Festival in Zentraleuropa avancierte. Es versucht Kunst öffentlich zugänglich zu machen, Sichtbarkeit für Street Art und Urban Aesthetics auf kuratierten Wänden zu kreieren und zum Dialog anzuregen. Jakob Kattner, Gründer des Festivals, bringt gemeinsam mit seinem Team jährlich verschiedene nationale und internationale Künstler*innen nach Wien, um sie dort ihre Kunst ausstellen zu lassen. Neben den Wandgemälden und Installationen verbindet das Calle Libre auch Workshops, Urban-Artist-Touren und Musikveranstaltungen. „Gemeinsames Malen als Flucht vor den Alltagssorgen“ Das Kunstkollektiv Perras Bravas aus Mexiko Beitrag von südnordfunk im Radio Dreyeckland Freiburg von freie-radios.net: https://www.freie-radios.net/138347 Ciudad Juárez – eine Stadt, die seit den 1990er Jahren zum Synonym für Frauenmorde geworden ist. Hier, in der mexikanischen Grenzmetropole, wurde der Begriff Femizid zum ersten Mal verwendet. Hier wuchsen junge Frauen auf, für die Gewalt, Mord und das Verschwinden von Mädchen zur Alltagsrealität gehörten. Drei von ihnen haben sich zusammengetan: Die Künstlerinnen Poli no Police, Nayo und C Is for Scorpio nennen sich Perras Bravas – Bissige Hündinnen. Mit Street Art erobern sie sich den öffentlichen Raum zurück, der ihnen als Frauen verwehrt werden sollte. Sie kleben Paste-Ups an Wände, malen Graffiti und schaffen damit nicht nur politische Kunst, sondern auch einen Safe Space füreinander. Kathrin Zeiske hat das feministische Kollektiv in Ciudad Juárez getroffen und mit ihnen gesprochen. Mein erstes Graffiti Beitrag von Radio corax aus Halle von freie-radios.net: https://www.freie-radios.net/137368 Egal ob auf Clubtoiletten im Stadtbild oder auf S-Bahnen, Graffiti ist aus dem Stadtbild nicht wegzudenken. Auch Joana und Vito von der tagesaktuellen Redaktion waren zusammen malen. Für Joana war es das erste Mal, dass sie mit der Dose gesprayt hat. Genau genommen nicht so gaaanz das erste Mal – aber es ist das erste eigene Bild dabei rumgekommen. Vito erklärt, wie man einen Buchstaben aufbaut, wie man eine Outline zieht und erzählt, wie er früher das ganze Dorf zugetaggt hat. Währenddessen versucht Joana das Erklärte umzusetzen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Wir nehmen euch mit an die Wand!
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Folge vom 30.09.2026Safe Abortion Day in Linz & Verein unSICHTBARSafe Abortion Day in Linz Die Safe Abortion Day Initiative entstand 1990 auf dem 5. Feministischen Treffen Lateinamerikas und der Karibik (EFLAC) und setzte sich für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Lateinamerika und der Karibik ein. Der Aufruf wurde von internationalen und lokalen feministischen Netzwerken in zahlreichen Ländern Europas, Afrikas, Asiens und Nordamerikas aufgegriffen und weitergeführt. Seit 2022 vernetzt sich das „Bündnis 28. September“ österreichweit rund um den Safe Abortion Day, um Bewusstsein für das Thema zu schaffen und veranstaltet zahlreiche Workshops, Diskussionsrunden, Infostände und Demonstrationen in Wien, Innsbruck, Salzburg, Graz und Linz. In Linz fanden dieses Jahr mehrere Aktionen am Hauptplatz und eine Prozession durch die Innenstadt statt. CatCallsOfLinz, Mitglied der internationalen Bewegung Chalkback.org, kreidete Abtreibungsmythen auf den Boden den Infostand am Linzer Hauptplatz, um so auf Irrtümer und Fehlschlüsse bezüglich des Themas Abtreibung aufmerksam zu machen. Ab 15 Uhr konnte man auch auch an einem Abortion Quiz teilnehmen, und so sein eigenes Wissen zu dem Thema testen. Der Infostand wurde von verschiedenen feministischen und FLINTA Organisationen und Vereinen aufgebaut, darunter das Frauenbüro Linz und das Frauen*Volksbegehren. Ab 16 Uhr zog von der Domgasse aus die Prozession der Hl. Abortia durch die Linzer Innenstadt. Daran beteiligt waren das fvk – fem voice kollektiv, maiz, M. C. Monster* und das Perchta* Kollektiv Linz, die sich mit lautem Trommeln, Protestrufen und in kreativen Perchta-Verkleidungen für das Recht auf einen freien und sicheren Schwangerschaftsabbruch stark machten. Weitere Informationen zum Safe Abortion Day Linz unter https://www.linz.at/frauen/132067.php und zum Safe Abortion Day Österreich unter https://www.safeabortionday.at/ Eröffnung der Infostelle des Vereins unSICHTBAR in Linz Am 18. September hat die Beratungsstelle des Vereins unSICHTBAR in der Hauptstraße 66 in Linz eröffnet. Den Verein gibt es schon über drei Jahre und bietet Familien Unterstützung dabei, wenn sie Kinder mit unsichtbaren Behinderungen oder Neurodivergenz haben, oder auch als Erwachsene selbst betroffen sind. Bei einer Behinderung kommt oft das Bild von Rollstühlen oder Blindenstöcken in den Sinn, an chronische Erkrankungen, Autismus, ADHS denken wenige. unSICHTBAR bietet Beratungen für Eltern an, Austauschtreffen für Betroffene und es wird auch psychosoziale Elternberatung geben. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden erzählen, dass die meisten Personen damit Probleme haben, Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen, oder überhaupt Informationen zu finden, was möglich wäre. Am Anfang herrsche viel Überforderung und hier möchte unSICHTBAR ansetzen. Mit niederschwelliger Beratung und Austausch auf Augenhöhe. Die Obfrau, Selina Junger, ist selber Mutter eines Kindes mit Beeinträchtigung, daher weiß sie gut genug, welche Hürden es bei Behörden gibt. Egal ob schon eine Diagnose vorhanden ist, oder auch dieser Weg noch bevorsteht, unSICHTBAR ist in Oberrösterreich, der Steiermark und Niederösterreich vertreten und möchte weiterhin so viele Personen wie möglich erreichen. Egal ob mit einem Anruf, einer E-Mail oder jetzt in Linz vor Ort.
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Folge vom 29.09.2026Solidaritätsfilmabend zu Protesten in GeorgienDokumentarfilm „Inner Blooming Springs“ und Podiumsdiskussion über die Proteste in Georgien Am Montag, den 21. September zeigte das Urania Ceenema in Zusammenarbeit mit Amnesty International Österreich den Dokumentarfilm „Inner Blooming Springs“ der georgischen Regisseurin Tiku Kobiashvili. Neben dem Film wurde auch eine Reportage über den georgischen Schauspieler Andro Chichinadze gezeigt, welcher in Folge seiner Unterstützung der Proteste seit zwei Jahren in Haft sitzt. Während der anschließenden Podiumsdiskussion, klärten die Amnesty-Expert:innen Marcel Zippenfenig und Ruth Dellinger über die aktuelle Menschenrechtslage in Georgien auf und machten auf den Fall des inhaftierten georgischen Schauspielers Andro Chichinadze aufmerksam. Dieser wurde in Folge seiner Teilnahme an den Protesten festgenommen und zu zwei Jahren Haft verurteilt. „Inner Blooming Springs“ Die Dokumentation Inner Blooming Springs oder im georgischen Original „Shinagani gazapkhulebis q’vaviloba“ feierte im Jahr 2025 seine Premiere bei der Berlinale und begleitet Tiku Kobiashvili und ihre engen Freunde Tina Matchavariani und Luka Chibukhaia dabei, wie sie die Zeit der Proteste miterleben und auch selbst auf die Straßen von Tbilisi gehen um zu demonstrieren. Dabei geraten auch sie und ihre Freundesgruppe in die Schusslinie der Polizei. Doch ihr Rückhalt untereinander und ihre Entschlossenheit die Geschehnisse festzuhalten sind ungebrochen. Sie versprechen sich, dass wenn jemand aus dem Kreis bei einer Demo festgenommen wird, Tiku das filmen soll. Der Film handelt von Zusammenhalt und dem Erwachsenwerden inmitten politischer Unruhen und Chaos, wobei die einzige Konstante die Freundschaft zwischen ihnen bleibt. Die 22-jährige Tiku Kobiashvili ist Fotografin, Filmstudentin und Filmemacherin. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in audiovisueller Kunst vom Georgian Institute of Public Affairs. Derzeit absolviert sie eine Ausbildung zur Kameratechnikerin und Kameraassistentin. Politische Situation in Georgien und die Protestbewegung Bereits seit 2024 dauern die pro-europäischen und pro-demokratischen Proteste in Georgien an. Im Mittelpunkt stehen die Kritik an der Regierungspartei Georgischer Traum, Vorwürfe von Wahlbetrug rund um die Parlamentswahl 2024 und die zunehmende politische Annäherung Georgiens an Russland. Ein zentraler Streitpunkt ist das „Foreign Agents Law“, das Organisationen und Medien mit erheblicher ausländischer Finanzierung zur Registrierung verpflichtet. Kritiker:innen sehen darin eine Einschränkung der Zivilgesellschaft und eine Orientierung am russischen Vorbild. Viele NGOs verweigerten die Registrierung. 2025 wurden die Maßnahmen gegen regierungskritische Organisationen weiter verschärft. Ende November 2024 verschärfte sich die politische Situation zusätzlich: Premierminister Irakli Kobachidze kündigte eine Aussetzung des EU-Beitrittsprozesses bis 2028 an. Dies führte zu weiterer Kritik aus der Bevölkerung und Europa, während der russische Präsident Wladimir Putin die Entscheidung begrüßte. Seitdem dauern die Proteste an. Es kommt infolgedessen zu Polizeigewalt, Verhaftungen und Strafverfahren gegen Demonstrierende, Journalist:innen und Personen des öffentlichen Lebens. Besonders bei politischen und protestbezogenen Verfahren komme es laut Amnesty wiederholt zu Verstößen gegen das Recht auf ein faires Verfahren. Verurteilungen und Verwaltungsstrafen würden sich häufig überwiegend oder sogar ausschließlich auf Aussagen der Polizei stützen, während die Beweislast faktisch auf die Angeklagten verlagert werde. Dadurch seien Tausende Menschen mit Geld- oder Freiheitsstrafen belegt worden, ohne dass die Rechtmäßigkeit, Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ausreichend geprüft worden sei. Gleichzeitig nehme auch der politische Einfluss auf Medien sowie auf den Kunst- und Kulturbereich zu. Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2024 weigerte sich die ehemalige Präsidentin Salome Surabischwili, die Wahl ihres Nachfolgers Micheil Qawelaschwili anzuerkennen. Wie viele Demonstrierende erkennt sie dessen Präsidentschaft bis heute nicht an. Gleichzeitig wird der politische Einfluss von Surabischwili und anderen Oppositionspolitiker:innen durch die Regierungspartei Georgischer Traum zunehmend eingeschränkt. Da es kaum noch politische Führungspersönlichkeiten gibt, die die Protestbewegung anführen, organisieren und koordinieren die Bürger:innen die Demonstrationen zunehmend selbst. Trotz der zunehmenden Repressionen setzen sich die Proteste fort. Die Bevölkerung hält weiterhin an ihren Forderungen nach Demokratie und Freiheit fest. Gleichzeitig nimmt die internationale mediale Aufmerksamkeit für die Protestbewegung deutlich ab. Während Georgien insbesondere 2024 noch stark im Fokus der internationalen Berichterstattung stand, ist das Interesse inzwischen zurückgegangen. Die internationale Berichterstattung ist jedoch von hoher Bedeutung, damit die Proteste und die Situation der georgischen Bevölkerung nicht in Vergessenheit geraten. Die Partei Georgischer Traum und Bidzina Ivanischwili Georgischer Traum wurde 2012 vom Milliardär Bidzina Ivanischwili als breites Oppositionsbündnis gegen den ehemaligen Präsidenten Micheil Saakaschwili gegründet, dem dieser die Unterdrückung der Demonstartionen 2007 und eine zunehmende Kontrolle der Meinungs- und Medienfreiheit vorwarf. Die Partei gewann die Parlamentswahl 2012 und regiert Georgien seither. Unter Iwanischwili und der heutigen Parteiführung strebt die Partei eine Politik der nationalen Souveränität, konservativer und LGBTQ+ feindlicher Werte sowie eine Annäherung an Russland an. Das Verhältnis zur EU und zu westlichen Institutionen ist dagegen konfliktreicher geworden. Bidzina Iwanischwili ist ein georgischer Unternehmer und Milliardär, der sein Vermögen vor allem in Russland im Banken- und Rohstoffgeschäft aufbaute. Er war 2012–2013 Premierminister, zog sich danach formal aus der Politik zurück und kehrte 2023 als Ehrenvorsitzender des Georgischen Traums zurück. Aufgrund seines großen politischen und wirtschaftlichen Einflusses gilt er weiterhin als zentrale Figur der Partei.
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Folge vom 29.09.2026CaligulaIn Anbetracht der Absurdität des Lebens und seiner tiefen Traurigkeit darüber, dass der Mensch sterben muss und deswegen nicht wirklich glücklich sein kann, beginnt der römische Kaiser Caligula, seine uneingeschränkte Macht dafür zu nutzen, Unmögliches von seinen Untertanen zu verlangen. Seine Vertrauten ermöglichen noch jeden grausamen Wunsch, während der Senat händeringend versucht, seine unberechenbarsten Launen zu zügeln und in produktive Bahnen zu lenken. Doch Caligula wünscht sich nur, den Mond zu besitzen, und der Staatshaushalt muss saniert werden … Albert Camus verbindet großes Historiendrama mit seiner bissig-lakonischen Dialogführung und der berühmten Philosophie des Absurden. So wird aus einem antiken Tyrannen ein moderner Charakter, der nach unbändiger Freiheit strebt in einem politischen System, das seinem willkürlichen Handeln nicht Herr wird. Inhaltsangabe Theater Phönix In dieser Sendung hören Sie Ausschnitte von der Pressekonferenz, der öffentlichen Hauptprobe und ein Interview mit dem Regisseur Nicolas Charaux und dem Schauspieler Martin Brunnemann