„2024 ist ein Mensch pro Stunde im Mittelmeer ertrunken – und die Dunkelziffer ist weit höher“ – Seebrücke Graz
Am 3. April fand in Graz erneut eine Demo des Demobündnisses OGR (Offensive Gegen Rechts) statt. Ihr hört den Redebeitrag der Seebrücke Graz. Darin wird thematisiert, wie viele Menschen im letzten Jahr im Mittelmeer ertrunken sind, wie die österreichische Politik durch Abschottung dazu beiträgt und wie das Land durch den Stopp des Familiennachzugs für Geflüchtete nun jede Menschlichkeit verliert. Zudem wird aufgezeigt, welche Auswirkungen dies für die Schwächsten der Gesellschaft hat. Die Rede fokussiert außerdem einen solidarischen Umgang mit Geflüchteten als einen Weg hin zu einer generell resilienteren Gesellschaft.
Mehr Infos zur Seebrücke Graz findet ihr hier.
Bild: Seebrücke Graz
Türkei – Proteste, Repression und vorgezogene Wahlkämpfe
In der Türkei brodelt es – doch in den hiesigen Nachrichten bleibt es weitgehend still. Tobi vom VC Mytilini hat mit Ozan Mirkan Balpetek über die aktuelle Protestwelle gesprochen: Hunderttausende Menschen gehen auf die Straße, nachdem die Regierung durch Gerichtsentscheidungen gezielt oppositionelle Kandidaten wie den Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu aus dem Rennen drängt.
Themen des Gesprächs: die massive Mobilisierung vor den Wahlen 2028, die wirtschaftliche Schieflage – und der autoritäre Umgang mit demokratischen Strukturen. Außerdem sprechen die beiden über die symbolische Bedeutung der vorgezogenen Wahlen der Oppositionsparte und die wachsende politische Repression.
Der Beitrag ist auf Englisch.
Hier findet ihr Quellen zur aktuellen Situation in der Türkei:
Fayn – a diginal news & creative storytelling studio from Istanbul
Diken
Apaçık Radyo
Aposto World
Evrensel daily
T24
dokuz8haber
Medyascope
Scrolli
Kapsül: Anasayfa
Kısa Dalga
Bianet
Nachrichten
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Folge vom 09.04.2025„2024 ist ein Mensch pro Stunde im Mittelmeer ertrunken“ – Seebrücke Graz | Türkei – Proteste und Repression
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Folge vom 26.03.2025„Ich kann seither nur noch ein bis zwei Stunden am Stück schlafen“ – Hausdurchsuchungen in der linken Szene | Kulturland retten!„Ich kann seither nur noch ein bis zwei Stunden am Stück schlafen“ – Hausdurchsuchungen in der linken Szene Anfang bis Mitte März fanden in Graz sieben Hausdurchsuchungen in der linken Szene statt. Sieben Personen wurden zeitweise festgenommen, eine Person ist seither in Haft. Es geht um einen Vorfall Ende Jänner nach dem Burschenschafterball in Graz: Ein Ballbesucher stürzte, nachdem ihm seine Burschenschafter-Kappe vom Kopf gerissen wurde. Die ermittelnden Behörden ließen sogar eine Person mittels Interpol suchen, und die Hausdurchsuchungen wurden kurz nach 05:00 Uhr von der Cobra durchgeführt – einer Spezialeinheit, die normalerweise bei der Terrorismusbekämpfung zum Einsatz kommt. Wir sprechen heute mit Robin (Name von der Redaktion geändert), Mitbewohner:in eines Angeklagten, über die Hausdurchsuchung, wie Robin die Nacht wahrgenommen hat und über die Verhältnismäßigkeit. Kulturland retten: Demo-Rückblick und Interview mit der Festivalleitung der Diagonale Im zweiten Beitrag heute geht es um die prekäre Lage der freien Kulturszene in der Steiermark. Nach den massiven Förderkürzungen und der überraschenden Neubesetzung des steirischen Kulturkuratoriums wächst der Widerstand stetig. Am 20. März fand in Graz eine Demonstration unter dem Motto „Kulturland retten“ statt (Link zur Kampagne und zur Petition). Die Organisator:innen rechneten mit 500 Personen, gekommen sind jedoch rund 3.000 Menschen. Daniel war vor Ort und hat Demoteilnehmer:innen gefragt, warum sie hier sind. Im zweiten Teil des Beitrags hört ihr ein Interview mit Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh, der Festivalleitung der Diagonale. Lilly spricht mit den beiden über den Diagonale-Preis für den besten Nachwuchsfilm und darüber, dass er nicht mehr vom Land Steiermark finanziert wird. Hier könnt ihr das gesamte Interview nachhören. Update: Durch die solidarische Unterstützung der Produktionsfirmen Prisma Film, AMOUR FOU Vienna und AV-Professional GmbH kann der Preis nun doch wie geplant vergeben werden.
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Folge vom 13.03.20258. März Demo in Graz | „Eine unabhängige Kultur gehört zu einer funktionierenden Demokratie“ – IG Kultur Steiermark8. März Demo und feministischer Kampftag in Graz: Ein Rückblick Am Samstag, den 8. März, fand in Graz eine Demonstration zum internationalen Feministischen Kampftag statt. Unter dem Motto „Solidarität kennt keine Grenzen – Feminismus und Frieden für alle!“ setzten sich die Teilnehmer:innen für eine Gesellschaft ein, in der Gleichberechtigung für alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung und weiteren Identitätsmerkmalen – gewährleistet ist. Es gab Redebeiträge von verschiedenen Initiativen, darunter einer Hebamme, Vertreter:innen von Defend Kurdistan und jungen Aktivist:innen, sowie einen Flashmob von The Cake Escape. Am Hauptplatz gab es dann das Resistance Quilt Project zu sehen und QuFO Graz hat einen Redebeitrag gehalten. Heute hört ihr einen ersten Rückblick zur Demo (hier auch auf der Website von 0803) und am Montag gibts dann ein einstündiges Feature zum Feministischen Kampftag in Graz. Bild: Bernhard Schindler „Eine unabhängige Kultur gehört zu einer funktionierenden Demokratie“ – Lidija Krienzer-Radojević von IG Kultur Steiermark In einem aufschlussreichen Interview mit Lidija Krienzer-Radojević, Vertreterin der IG Kultur Steiermark, wird die aktuelle Lage für Kulturschaffende in der Steiermark nach dem Regierungswechsel thematisiert. Krienzer-Radojević erklärt, wie sich die Situation konkret verschlechtert hat, vor allem durch Kürzungen und Änderungen bei Förderungen und Subventionen für jeden Bereich der Kulturarbeit, außer die sog. „Volkskultur“. Sie beschreibt außerdem, wie auch Vereine die sich mit Volkskultur beschäftigen von den Kürzungen betroffen sind, sie beantwortet die Frage ob ihrer Meinung nach die Kürzungen ideologisch motiviert sind und wir sprechen über die plötzliche Neubestellung des steirischen Kulturkuratoriums.
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Folge vom 05.03.2025PeriFeri – Seit 10 Jahren gegen Verschleppung und ZwangsheiratDer Verein PeriFeri setzt sich gegen die Verschleppung und Zwangsheirat junger Frauen ein. Zu Gast ist Selda Yücel, stellvertretende Leiterin des Nationalen Kompetenzzentrums gegen Verschleppung und Familiengewalt. Wie erkennt man eine Verschleppung? Welche Schritte sind notwendig, um Betroffene sicher zurückzuholen? Wie kann so eine Rückholung aussehen? Selda Yücel gibt Einblicke in ihre Arbeit, berichtet über Rettungseinsätze und die Schwerpunktsländer. Neben akuter Hilfe setzt PeriFeri auf Bildung und Prävention. Selda Yücel erklärt, wie man sich weiterbilden kann und welche Zukunftsvisionen bestehen. Selda Yücel studierte Menschenrechte und schrieb ihre Masterarbeit über Zwangsheirat. Sie ist eine erfahrene Expertin und Autorin des Kompasses Verschleppung und Zwangsheirat. Bild: Tamara Ussner