Bestseller-Autor und Philosoph Christoph Quarch gibt jeden Freitagmorgen seinen "Frühstücks-Quarch" im Radioprogramm SWR Aktuell ab. Er sucht sich also jede Woche ein Thema aus, über das er nachdenkt und sich manchmal auch aufregt. Diese Woche: Der kleine Ort Davos war gefühlt das Zentrum der Welt: Staatschefs, Wirtschaftsbosse, Aktivisten - sie alle sind in die verschneiten Schweizer Berge gepilgert, um beim Weltwirtschaftsforum über die großen globalen Themen zu beraten. Was dort auf der Bühne gesagt wurde, haben wir in Echtzeit mitbekommen. Die eigentliche Musik aber spielte, wenn man den Auskünften der Teilnehmer folgt, jenseits der Kameras: in den Hinterzimmern und bei den Kamingesprächen. Die einen schätzen die Intimität der Vier-Augengespräche, die anderen bemängeln, das sei nicht transparent und führe zu Klüngelei und Vetternwirtschaft. Was soll man davon halten? Das klärt Christoph Quarch im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer.
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Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.
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Folge vom 24.01.2026Frühstücks-Quarch: Weltpolitik in Hinterzimmern
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Folge vom 23.01.2026Angeklagter Markus Söder – Bayerns Ministerpräsident muss vors Stockacher NarrengerichtDas Stockacher Narrengericht gehört zur schwäbisch-alemannischen Fastnacht wie der Narrensprung in Rottweil oder die Da-Bach-na-fahrt in Schramberg. Jedes Jahr wird am „Schmotzigen Dunschtig“, dem Donnerstag vor Aschermittwoch symbolisch eine bekannte Persönlichkeit vor Gericht gestellt. Dieses Jahr erwischt es den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder. Über Söder urteilt Jürgen Koterzyna. Er ist einer der Narrenrichter. "Wir haben kurz vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg darauf geachtet, jemanden zu nehmen, der hier nicht zur Wahl steht. Einen bayrischen Ministerpräsidenten hast du nicht alle Tage vor Gericht. Zuletzt war das Franz Josef Strauß 1979." Der "Angeklagte" ist so bekannt, dass alle Eintrittskarten für die Gerichtssitzung binnen Minuten ausverkauft waren. Aber wie hat er reagiert? Und was wird ihm vorgeworfen? Darüber spricht Jürgen Koterzyna mit SWR Aktuell-Moderator Gerald Pinkenburg.
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Folge vom 23.01.2026Piste voll – Ampel rot: Wie sich ein Schwarzwaldort gegen wildparkende Wintersportfans wehrtIm Schwarzwald erwarten die Liftbetreiber am Wochenende einen Ansturm der Wintersportfans. Für Ortschaften wie Dobel im Nordschwarzwald bedeutet das zugeparkte Straßen. Wenn dann Feuerwehr oder Rettungsdienst zu einem Einsatz müssen, wird es eng. Deshalb hat die Gemeinde sich vorbereitet. Bürgermeister Christoph Schaak in SWR Aktuell: "Wir haben viele Parkplätze – da wird dann von Gemeindemitarbeitern nachgeschaut, ob es noch Kapazitäten gibt. Wenn nicht, ist Schluss." Die Gemeindemitarbeiter kontrollieren auch, ob die Zufahrten zu Rodelhängen und Skipisten frei sind. Das ist wichtig, falls sich Besucher verletzen und ein Krankenwagen kommen muss. Das gleiche gilt für die Wasserentnahmestellen der Feuerwehr. "Wenn da alles zugeparkt wird und es brennt, kommt die Feuerwehr nicht durch." Wenn die Parkplätze belegt sind, werden die Zufahrtsstraßen gesperrt. "Wenn man von Auswärts kommt, schaut man auf die Webseite. Und da zeigt eine Ampel grün, orange oder rot. Damit man gar nicht erst in die Versuchung kommt, loszufahren", sagt Christoph Schaak im Gespräch mit Gerald Pinkenburg.
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Folge vom 23.01.2026Auffallend leiser Bundeskanzler Merz: Schwäche oder Kalkül?Gestern EU-Sondergipfel in Brüssel, heute Gespräche in Rom, zuvor das Weltwirtschaftsforum in Davos: Bundeskanzler Merz ist in diesen Tagen außenpolitisch stark gefordert. Auffällig ist dabei weniger, wo er unterwegs ist, sondern wie zurückhaltend er öffentlich auftritt. Während andere europäische Spitzenpolitiker US-Präsident Trump zuletzt scharf kritisierten, blieb Merz auffallend leise. Ist das ein Zeichen von Schwäche oder bewusstes Kalkül? Die Politikwissenschaftlerin Daniela Schwarzer sieht darin vor allem Strategie. Merz habe früh klargemacht, dass sich das transatlantische Verhältnis grundlegend verändert habe und Europa sich neu aufstellen müsse. Diese realistische Einschätzung ziehe sich durch seine Linie, auch wenn er aktuell weniger öffentlich kommentiere als etwa Frankreichs Präsident Macron.