Die EU-Staaten wollen Asylverfahren und Abschiebungen in sogenannte
Rückkehrzentren in Drittstaaten auslagern. Das ist Bestandteil einer
Verschärfung weiterer Asylregeln, auf die sich Vertreter des
EU-Parlaments und der Regierungen der Mitgliedsländer am Montag nach
Angaben der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft geeinigt haben. Mit der
Rückführungsverordnung sollen Schutzsuchende, deren Asylanträge
abgelehnt wurden, in diese Zentren außerhalb der EU geschickt werden,
zum Beispiel nach Ruanda oder Usbekistan. Menschenrechtsorganisationen
kritisieren die geplanten Maßnahmen. Wie die Beschlüsse mit der seit
Langem geplanten Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystems
GEAS zusammenhängen, erklärt ZEIT-Auslandskorrespondent Ulrich Ladurner.
Péter Magyar, der ungarische Ministerpräsident, hat am Dienstag
anlässlich seines Amtsantritts Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin
besucht. Der Ungar ist seit 24 Tagen im Amt, Merz nannte ihn einen
Hoffnungsträger und seine Präsidentschaft einen »tiefen Einschnitt in
der Geschichte Ungarns nach dem Ende des Kalten Krieges«. Er traue
Magyar zu, dass er Ungarn zurück in die Mitte Europas führe. Am Freitag
hatte die EU die Freigabe von mehr als 16 Milliarden Euro eingefrorener
Finanzmittel für Ungarn angekündigt. Darüber, was Péter Magyar in seiner
bisher kurzen Amtszeit bereits erreicht hat, spricht der
Auslandsredakteur der ZEIT, Alexander Kauschanski.
Außerdem im Update:
Touristinnen und Touristen, die den Kölner Dom besuchen wollen, müssen
von Juli an zwölf Euro Eintritt bezahlen. Das haben die
Kirchenverantwortlichen mitgeteilt. Das Geld solle die Instandhaltung
der Kirche sicherstellen. Menschen, die einen Gottesdienst besuchen oder
für ein persönliches Gebet in den Dom kommen wollen, müssen weiterhin
keinen Eintritt zahlen.
Und sonst so? Der Vatikan muss sich neue lateinische Wörter ausdenken.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Mira Schrems
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Weitere Links zur Folge:
EU-Asylsystem: Bringt das die Wende?
Migration: EU macht Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei
Migration in Deutschland: Ist die Migrationskrise wirklich erledigt?
Wahl in Ungarn: Sie spüren die Zukunft
Ungarn nach der Wahl: »Ein Systemwechsel, der mit 1989/90 vergleichbar
ist«
EU-Gelder: EU gibt eingefrorene 16 Milliarden Euro für Ungarn frei
Eintrittsgeld für Kirchen: Besuch des Kölner Doms kostet bald zwölf Euro
Enzyklika »Magnifica Humanitas«: Der Papst gegen die Maschine
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Folge vom 02.06.2026Abgelehnter Asylantrag? Abschiebung ins Rückkehrzentrum (Update)
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Folge vom 02.06.2026Warum die Regierung sich mit der Bafög-Reform so schwertutBundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat am Sonntag gesagt, sie rechne nicht mehr mit einer schnellen Reform der Ausbildungsförderung Bafög. Diese werde von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt, die Situation für Studierende in Deutschland sei außerdem sehr privilegiert. Union und SPD wollten die staatliche Ausbildungsförderung laut Koalitionsvertrag »in einer großen Novelle« modernisieren. Warum das über Jahrzehnte bewährte Förderinstrument dringend reformiert werden sollte und was sie an der aktuellen Debatte stört, erklärt Anna-Lena Scholz, Co-Chefin des Bildungsressorts der ZEIT. Erst letzte Woche hat das US-Außenministerium erneut Sanktionen gegen mehrere Organisationen, Personen und Schiffe erlassen, die das »Rückgrat des illegalen Ölhandels im Iran bilden«. Laut dem US-Finanzministerium sollen die Sanktionen »Irans Ölnetzwerk« treffen, das das iranische Militär unterstützt. Doch die Sanktionen haben das iranische Regime bisher nicht zu Fall gebracht. Vor der Blockade der Straße von Hormus konnte es trotz der Sanktionen vor allem nach China große Mengen an Rohöl verkaufen. Dafür nutzt der Iran eine sogenannte Schattenflotte, die unter anderem in den Gewässern vor Malaysia operiert. Wie das genau funktioniert und wie tragfähig dieses Geschäftsmodell unter den aktuellen Bedingungen noch ist, erklärt Steffen Richter, Redakteur für internationale Politik bei der ZEIT. Und sonst so? Spontanes Piano-Solo vor 2.500 Zuschauern Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Christina Felschen, Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Studium: Dorothee Bär rechnet mit Aus für Bafög-Reform Studium: Forschungsministerium will Bafög-Reform zum Wintersemester umsetzen Studienfinanzierung: So können Studierende ihr Bafög aufstocken Öl aus dem Iran: So trickst der Iran bei seinem Ölgeschäft Straße von Hormus: Die mächtigste Waffe des Regimes Irankrieg: Chinas Freund ist: China Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 01.06.2026Israel droht mit neuen Angriffen auf Beirut (Update)Der Besuch der deutschen Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan im Libanon ist am Mittwoch »aus militärischen Gründen« abgebrochen worden. Hintergrund ist offenbar die Ausweitung der Militäroffensive Israels – trotz der seit 17. April vereinbarten Waffenruhe. Ähnelt das Vorgehen im Libanon zunehmend dem Krieg in Gaza? Und was sind die strategischen Gründe dafür, dass Israel den Konflikt weiter eskaliert? Das beantwortet Reporterin Anna-Theresa Bachmann direkt aus Beirut im Podcast. Neonazi Marla-Svenja Liebich soll aus Tschechien nach Deutschland ausgeliefert werden. Das hat ein Gericht in Pilsen heute entschieden. Nina Monecke aus dem Politikressort der ZEIT beobachtet den Fall. Was würde die Auslieferung für Liebich bedeuten? Außerdem im Update: Mit einer halben Billion Sondervermögen möchte die Bundesregierung die Infrastruktur in Deutschland modernisieren. Der ZEIT liegt ein erster Bericht des Bundesfinanzministeriums über die Umsetzung vor. Er zeigt: Das Geld fließt, aber langsamer als geplant. Und: Es kommt zur Stichwahl in Kolumbien, weil nach dem ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl weder der rechte Abelardo de la Espriella noch der linke Iván Cepeda eine Mehrheit erringen konnte. Auch in Äthiopien wurde am vergangenen Sonntag gewählt. Ein Sieg des amtierenden Ministerpräsidenten Abiy Ahmed gilt als wahrscheinlich. Und sonst so? Wie funktioniert Kinderkriegen im Weltall? Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Maximilian Renzikowski Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Libanon: Israel nimmt strategisch wichtige Festung im Südlibanon ein Südlibanon: Wie weit wird Israel im Libanon gehen? Rechtsextremismus: Marla-Svenja Liebich in Tschechien festgenommen Marla-Svenja Liebich: Offiziell eine Frau. Eine Behörde will das ändern Sondervermögen: Wohin fließt das Geld? Präsidentschaftswahl: Kolumbien wählt einen neuen Präsidenten Äthiopien: Parlamentswahl in Äthiopien beginnt Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 01.06.2026Gerüchte über Kanzlerwechsel: Wie angeschlagen ist Friedrich Merz?In der vergangenen Woche haben Spekulationen über einen möglichen Kanzlerwechsel für Unruhe in der Union gesorgt. Auslöser waren Medienberichte über angebliche Gedankenspiele, Bundeskanzler Friedrich Merz durch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Hendrik Wüst zu ersetzen. Führende CDU-Politiker wie Unionsfraktionschef Jens Spahn und mehrere Ministerpräsidenten der CDU signalisierten daraufhin ihre Unterstützung für Friedrich Merz. Doch warum konnten die Spekulationen überhaupt entstehen? Das erklärt Mariam Lau, Redakteurin im Politikressort der ZEIT. »Ob ich Kuba befreie oder ergreife«, sagte US-Präsident Donald Trump im März, »ich kann damit machen, was ich will.« Kuba steckt in einer tiefen wirtschaftlichen und humanitären Krise. Gleichzeitig wächst erneut der politische Druck aus den USA. Außenminister Marco Rubio spricht von einem »gescheiterten Staat« und bezeichnet Kuba als Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten. Laut Medienberichten wurden US-Kriegsschiffe nahe Kuba in Position gebracht, das Pentagon soll verschiedene Optionen gegen das Regime prüfen – offiziell bestätigt ist das bislang nicht. Alexander Kauschanski, Redakteur im Auslandsressort der ZEIT, führt im Podcast aus, warum die wirtschaftliche Krise bislang keine Gefahr für Kubas politische Elite darstellt. Und sonst so? Die «Tracht des Jahres» geht an die Ostersängerinnen aus der Lausitz. Moderation und Produktion: Erica Zingher Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Mathias Peer Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Debatte über »Kanzlertausch«: Spahn und Länderchefs stellen sich demonstrativ hinter Merz Kanzlertauschdebatte: Friedrich Merz bewertet Streit um Kanzlertausch als »Nebendebatte« USA und Kuba: Rubio bezeichnet Kuba als Gefahr für die nationale Sicherheit der USA Energiekrise in Kuba: »Ohne eine Einigung mit den USA gibt es keinen Ausweg« Anklage gegen Raúl Castro: Trump will Kubas Widerstand brechen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.