Das seit rund 26 Jahren verhandelte Freihandelsabkommen zwischen der
Europäischen Union und den südamerikanischen Mercosur-Staaten ist erneut
vertagt worden. Hintergrund sind weiterhin Vorbehalte mehrerer
EU-Mitgliedsstaaten, darunter Frankreich, Italien, Ungarn und Polen. Die
Länder befürchten negative Auswirkungen auf ihre Landwirtschaft und
verweisen auf mögliche Wettbewerbsnachteile für europäische Bauern. Das
Mercosur-Abkommen sieht vor, Zölle auf rund 91 Prozent des Warenhandels
zwischen der EU und den Mercosur-Staaten abzuschaffen. Was ein Abkommen
für die Mercosur-Staaten und Europa bedeuten würde, ordnet Thomas
Fischermann, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT, ein.
In der Europäischen Union wird derzeit darüber diskutiert, ob Begriffe
wie „Wurst“, „Fleisch“, „Hack“ oder „Schnitzel“ künftig ausschließlich
für Produkte aus tierischem Fleisch verwendet werden dürfen. Anlass ist
ein Antrag von konservativen Abgeordneten, der mit dem Schutz von
Tierhaltern und möglicher Verwechslungsgefahr für Verbraucher begründet
wird. Hersteller verweisen darauf, dass pflanzliche Alternativen bereits
klar gekennzeichnet sind, etwa durch die Bezeichnung „vegan“ oder
„vegetarisch“. Das EU-Parlament stimmte dem Vorschlag mehrheitlich zu,
eine abschließende Entscheidung steht noch aus. Was ein Verbot der
Produktnamen für die Branche bedeuten würde, analysiert Merlind Theile,
Redakteurin im Politikressort der ZEIT.
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Moderation und Produktion: Lisa Caspari
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Kai Schnier, Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Mercosur-Abkommen: Platzt der Deal, würde das vor allem Europa schaden
Freihandel: Tausende Landwirte demonstrieren in Brüssel gegen
Mercosur-Abkommen
Handelsabkommen: EU-Parlament fordert besseren Schutz für Bauern bei
Mercosur-Abkommen
Handelsabkommen: Friedrich Merz versichert EU-Mehrheit für
Mercosur-Abkommen
Anruf an alle / Fleischersatzprodukte: Wann ist die Wurst eine Wurst?
Fleischersatz: Die Wurst als Waffe
Veggie-Wurst: Dies ist keine Wurst
Ist das eine Blase? / Wirtschaftspodcast "Ist das eine Blase?": Ist der
Veggie-Hype vorbei?
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Folge vom 20.12.2025Mercosur-Abkommen: Wer profitiert – und wer verliert
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Folge vom 19.12.2025Update: Drei Perspektiven auf die Ergebnisse des EU-GipfelsDie EU hat sich nicht darauf einigen können, eingefrorene russische Staatsvermögen direkt für die Finanzierung der Ukraine zu nutzen. Stattdessen verständigten sich die Staats- und Regierungschefs auf einen Kompromiss: Die Ukraine erhält 2026 und 2027 von der EU zinslose Kredite in Höhe von 90 Milliarden Euro. Wie hoch das finanzielle Risiko für die EU tatsächlich ist und ob der Kompromiss nun doch ein Erfolg ist, erklärt ZEIT-Korrespondent Ulrich Ladurner. Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Plan, eingefrorenes russisches Staatsvermögen zur Finanzierung von Ukrainehilfen zu nutzen, scharf kritisiert. Was Putin darüber hinaus zu möglichen Friedensverhandlungen gesagt hat, welche Rolle er den USA zuschreibt und wie seine Aussagen einzuordnen sind, erklärt Politikredakteur Maxim Kireev. Außerdem im Update: Die Entscheidung über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ist verschoben worden. Und sonst so? Es gibt sie doch: positive Nachrichten fürs Klima im Jahr 2025. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Maximilian Renzikowski Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: EU-Gipfel: Reicht das, um Russland zu beeindrucken? Krieg gegen die Ukraine: EU will vorerst kein russisches Vermögen zur Ukrainehilfe nutzen Russisches Vermögen: Der hybride Krieg hat eine weitere Front Krieg gegen die Ukraine: Wladimir Putin wirft EU versuchten "Raub" vor EU-Gipfel: Belgien fordert bei russischem Vermögen Vergemeinschaftung des Risikos Friedrich Merz: Er will führen. Jetzt zeigt sich, ob Europa ihm folgt Handelsabkommen: Friedrich Merz versichert EU-Mehrheit für Mercosur-Abkommen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 19.12.2025Was AfD-Abgeordnete wirklich in den USA gemacht habenDie AfD nutzt die letzte Sitzung des Bundesrates in diesem Jahr, um einen Antrag zur deutschen Außenpolitik einzubringen. Darin kritisiert sie die US-Politik der Bundesregierung und spricht sich zugleich ausdrücklich für den außenpolitischen Kurs der Trump-Administration aus. Der Antrag folgt kurz nach einer Reise mehrerer AfD-Abgeordneter in die USA, mit der die Partei ihre transatlantischen Kontakte demonstrieren wollte. Recherchen der ZEIT zeigen jedoch, dass die Reise nicht so verlaufen ist, wie von der AfD behauptet. Demnach wurde sie nicht von der deutschen Botschaft flankiert, zudem fanden offenbar weniger hochrangige Gespräche statt als öffentlich dargestellt. Die Delegationsreise kostete rund 100.000 Euro Steuergeld. Unklar ist, ob die Reise die angegebenen Ziele erreicht hat. Warum sucht die AfD die Nähe zur US-Regierung? Christian Fuchs aus dem Investigativ-Ressort der ZEIT erklärt im Podcast, was die Abgeordneten der AfD in den USA gemacht haben und welche Folgen eine zweckfremde Verwendung von Steuergeld haben könnte. Die Bundesregierung will bis Ende des Jahres 535 Afghaninnen und Afghanen mit Aufnahmezusage aus Pakistan nach Deutschland bringen. "Wir wollen das so weit wie möglich im Dezember abschließen", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Die Bundesregierung stehe dazu im Austausch mit den pakistanischen Behörden. Laut Menschenrechtsorganisationen warten allerdings deutlich mehr Betroffene auf ihre Ausreise, rund 1.800 sollen es sein. Deutschland hatte besonders gefährdeten Personen nach der Machtübernahme der Taliban vor vier Jahren Schutz zugesagt – darunter ehemaligen Ortskräften, Menschenrechtlern, Richtern und Journalisten. Hunderte von ihnen harren bis heute in Pakistan aus. Zugleich droht die pakistanische Regierung mit Abschiebungen nach Afghanistan. Wolfgang Bauer, Reporter der Chefredaktion der ZEIT, ordnet im Podcast ein, warum nur ein Teil der Zusagen eingelöst wird und was den Zurückgelassenen droht. Und sonst so? Busfahrerin hält an, um sich einen Döner zu kaufen Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Susanne Hehr, Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: AfD-Abgeordnete in den USA: AfD-Politiker fliegen auf Steuerzahlerkosten nach New York AfD bei den Young Republicans: Nicht mal der deutsche Konsul hatte Zeit Alexander Dobrindt: Bundesregierung will Aufnahme von Afghanen bis Jahresende abschließen Aufnahme von Afghanen: Sie stehen auf der falschen Liste Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 18.12.2025Update: EU-Asylrecht – Abschiebung in ein unbekanntes LandDas Europaparlament hat beschlossen, dass EU-Länder Asylbewerber künftig in Drittstaaten abschieben dürfen, in denen sie weder geboren wurden noch je gelebt haben. Das Verfahren, das an das umstrittene Ruanda-Modell Großbritanniens erinnert, soll Abschiebungen erleichtern, ohne dass ein reguläres Asylverfahren innerhalb der EU erfolgt. Die Abstimmung erfolgte überwiegend mit Stimmen rechts der Mitte, darunter CDU/CSU- und AfD-Abgeordnete. Linke, Grüne und Sozialdemokraten stimmten mehrheitlich dagegen. Wie wirksam dieses Verfahren tatsächlich ist und ob dadurch die Migration zurückgeht, analysiert Simon Langemann, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT. Beim EU-Gipfel in Brüssel soll über die Nutzung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte zur Unterstützung der Ukraine entschieden werden. Bundeskanzler Friedrich Merz setzt sich dafür ein, die Mittel in Form eines sogenannten Reparationsdarlehens bereitzustellen. Mehrere Mitgliedsstaaten äußern jedoch Bedenken. Besonders zurückhaltend zeigt sich Belgien, da dort beim Finanzdienstleister Euroclear der Großteil der russischen Gelder verwaltet wird. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa machten deutlich, dass der Gipfel notfalls verlängert werde. Ziel sei eine Einigung über die Finanzierung der Ukraine für die kommenden zwei Jahre. Außerdem im Update: Bei der Schufa wurden verspätete Zahlungen bislang meist bis zu drei Jahre gespeichert, selbst wenn die Rechnungen inzwischen beglichen wurden. Der Bundesgerichtshof entschied nun, dass die Speicherfrist vom Einzelfall abhängt und in bestimmten Situationen auch kürzer ausfallen kann. Was das für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet, erklärt Marilena Piesker, Redakteurin im Geldressort der ZEIT. Und sonst so? Melanias eigene Dokuserie Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Abschiebungen in den USA: "Weil wir Migranten sind" "Ruanda-Modell": Willkommen in Ruanda Rechtsextremismus in Europa: So sieht der europäische Rechtsruck aus EVP: In der EU ist die Brandmauer bereits gefallen Russische Vermögen: EU einigt sich offenbar auf dauerhaftes Einfrieren russischer Vermögen Friedensverhandlungen in Berlin: Lohn des Risikos EU-Gipfel: Belgien fordert bei russischem Vermögen Vergemeinschaftung des Risikos Ukraine: Von der Leyen verlangt "gerechten Frieden" für die Ukraine Schufa: Drei Jahre im Schufa-Knast. Ist das gerecht? "Letzte Verteidigungswelle": Extrem jung, extrem schnell radikalisiert Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.