Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat heute gemeinsam mit Vizekanzler
Lars Klingbeil (SPD) das Deutsche Heer in Munster besucht, um sich ein
Bild von der Ausrüstung und den künftigen Fähigkeiten der Truppe zu
machen. Gleichzeitig prüfen die USA eine mögliche Reduzierung ihrer
Truppen in Deutschland, wie Präsident Donald Trump auf seiner
Onlineplattform Truth Social mitteilte. Die Ankündigung erfolgt inmitten
einer Auseinandersetzung zwischen Trump und Merz über den Irankrieg.
Merz hatte der US-Regierung vorgehalten, »offensichtlich keine
Strategie« zu haben. Trump äußerte sich daraufhin wütend über Merz.
Derzeit sind rund 39.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert, ihre
Zahl soll laut Vorgaben des US-Kongresses langfristig auf dem aktuellen
Niveau bleiben. Hauke Friederichs, sicherheitspolitischer Korrespondent
der ZEIT, hat Merz nach Munster begleitet und ordnet im Podcast ein, wie
ernst die Drohung aus Washington ist und welche strategischen Interessen
für die USA und Deutschland hinter der Stationierung stehen.
Die schwarz-rote Koalition hat sich bei der geplanten Reform des
Heizungsgesetzes auf eine Kostenbremse für Mieter geeinigt.
Kostenrisiken zwischen Mietern und Vermietern sollen aufgeteilt werden,
wie die Spitze der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD mitteilte.
Zugleich sollen sich Vermieter stärker an den laufenden Kosten
beteiligen, wenn sie weiter auf fossile Heizungen setzen. »Wir schaffen
Habecks Heizungsgesetz ab und geben im Keller wieder die notwendige
Freiheit«, sagte Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) zur Einigung.
Umweltverbände warnen dagegen vor einer Kostenfalle beim Gas. Kritiker
sehen außerdem Rückschritte beim Klimaschutz im Gebäudebereich und eine
Verlängerung der Abhängigkeit von fossilen Energien. Was bedeutet die
Einigung konkret für Mieter und Vermieter? Und welche Folgen hat sie für
die Energiewende im Gebäudesektor? Darüber spricht im Podcast Marlies
Uken, stellvertretende Leiterin des Wirtschaftsressorts der ZEIT.
Außerdem im Update:
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden, dass Kulturstaatsminister
Wolfram Weimer die Betreiber des Berliner Buchladens Zur schwankenden
Weltkugel nicht als »politische Extremisten« bezeichnen darf.
Hintergrund ist die Kontroverse um den Deutschen Buchhandlungspreis, bei
dem Weimer drei bereits ausgewählte Preisträger gestrichen hatte.
Und sonst so? NS-Verbrecher jagen: The Darkest Files gewinnt den
Deutschen Computerspielpreis 2026.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Friedrich Merz: Sein neuer Mut zur Ehrlichkeit
Sicherheitspolitik: USA prüfen Truppenreduzierung in Deutschland
Gebäudeenergiegesetz: Koalition einigt sich auf Kostenbremse für Mieter
in Heizungsgesetz
Heizungsgesetz: Der Hammer
Deutscher Buchhandlungspreis: Gericht untersagt Wolfram Weimer Aussage
zu Berliner Buchladen
Wolfram Weimer: "Das ist überhaupt nicht als Kulturkampf gedacht"
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Folge vom 30.04.2026Army, go home? Was ein US-Truppenabzug für Deutschland bedeuten würde (Update)
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Folge vom 30.04.2026Neuer Atom-Deal mit dem Iran, aber wie?Im Ringen um ein Ende des Irankriegs sieht US-Präsident Donald Trump den jüngsten iranischen Vorschlag, Medienberichten zufolge, skeptisch. Denn er klammert offenbar das iranische Atomprogramm aus. Die iranische Führung verlangt demnach für einen Beginn von ernsthaften Verhandlungen das Ende der US-Blockade gegen ihre Tanker und Häfen. Trump dagegen möchte sie lieber während der Verhandlungen als Druckmittel einsetzen. Die Verhandlungen mit dem Iran über das Atomabkommen von 2015 hatten mehrere Jahre gedauert. Trump kündigte es im Jahr 2018 auf. Damit, wie nun erfolgreiche Atomverhandlungen aussehen könnten, hat sich der außenpolitische Korrespondent der ZEIT, Michael Thumann, beschäftigt. Die Bundesregierung plant eine Zuckersteuer. Sie soll ab 2028 auf zuckerhaltige Getränke erhoben werden und ist Teil der Gesundheitsreform, die am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Verbraucherschützerinnen und Ärzte werben schon länger für eine solche Abgabe, die Lebensmittelbranche ist dagegen. Auch die CDU hatte sich noch im Februar auf ihrem Parteitag gegen eine solche Abgabe ausgesprochen. Was die Steuer ökonomisch bringen könnte – und in welchem Dilemma der Staat bei der Besteuerung gesundheitsschädlicher Substanzen steckt, das erklärt der Wirtschafts-Ressortleiter der ZEIT, Roman Pletter. Und sonst so? Das erste Mal Döner essen mit 92. Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Jannis Carmesin und Helena Schmidt Mitarbeit: Susanne Hehr und Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Iran-Atomabkommen: »Nukleargespräche laufen anders als Immobiliendeals« Iranverhandlungen: Vorteil Iran Irankrieg: Trump sagt Gesandtenreise ab und kritisiert »Verwirrung« der Iraner Zuckersteuer: Dick und selbst schuld? So ein Quatsch Haushalt: Bundesregierung will offenbar Zuckerabgabe einführen Gesundheitsreform: Lars Klingbeil offen für Einführung einer Zuckersteuer Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 29.04.2026Krankenkassenreform: Sparen auf Kosten der Versicherten? (Update)Die Bundesregierung hat eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen. Der Entwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken soll ein Defizit von rund 15,3 Milliarden Euro ausgleichen und die Beiträge stabil halten. Die Regierung rechnet mit Einsparungen von 16,3 Milliarden Euro im kommenden Jahr. Für Versicherte bedeutet das: höhere Zuzahlungen für Medikamente, Einschränkungen bei der Familienversicherung und höhere Beiträge für Besserverdienende. Das Krankengeld bleibt dabei unverändert. Auch Ärzte, Krankenhäuser und Pharmafirmen sollen sparen. Kritik kommt von Grünen, Gewerkschaften und Krankenkassen, die Nachteile für Versicherte und Versorgung befürchten. Die Reform soll bald im Bundestag beschlossen werden. Was das nun konkret für die Bürger bedeutet, erklärt Carla Neuhaus, Redakteurin im Wirtschaftsressort der ZEIT. Lars Klingbeil hat die Eckwerte für den Bundeshaushalt 2027 und die Finanzplanung bis 2030 vorgestellt. Geplant sind Ausgaben von rund 543 Milliarden Euro, ein großer Teil davon für die Verteidigung. Der Wehretat soll auf etwa 105,8 Milliarden Euro steigen. Zur Finanzierung plant die Regierung neue Schulden von rund 197 Milliarden Euro zusammen mit dem Sondervermögen für Bundeswehr und Infrastruktur. Gleichzeitig setzt die Regierung auf Einsparungen in den Ministerien, Reformen im Sozialbereich und zusätzliche Einnahmen, etwa durch neue Abgaben und höhere Steuern. Ziel des Haushalts ist es laut dem Finanzminister, die Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. Außerdem im Update: Die EU-Kommission ermittelt erneut gegen Meta. Im Fokus stehen mangelhafte Alterskontrollen bei Instagram und Facebook. Das Mindestalter von 13 Jahren werde laut Kommission nicht ausreichend überprüft. Neben den Altersregeln untersucht die EU auch, ob suchtfördernde Algorithmen Nutzer länger auf den Plattformen halten. Wie effektiv die EU große Techkonzerne regulieren kann, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen, ordnet Lisa Hegemann, Leiterin des Digitalressorts der ZEIT, ein. Und sonst so? Rätselhaftes Loch in Bielefeld Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Marco Fründt, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: GKV-Sparpaket: Was für eine Enttäuschung! Gesundheitsreform: Kabinett beschließt Reform der gesetzlichen Krankenversicherung Gesundheitsreform: Nina Warken verteidigt geplante Einsparungen bei der Krankenkasse Gesundheitsreform: Die Kassenprüferin Druck auf Bundesregierung: Wird schon schiefgehen Gesundheitsreform: Grüne werfen Warken Reform zulasten von Versicherten und Betrieben vor Gesundheitsreform: Ver.di kündigt Proteste gegen Warkens Reformpläne an Gesundheitsreform: Kassenärzte-Chef kritisiert geplante Teilkrankschreibung Gesundheitsreform: Was jetzt auf Patienten zukommt Livestream: Bundeshaushalt 2027: Jetzt live: Das plant Finanzminister Klingbeil für den neuen Haushalt Bundeshaushalt 2027: Lars Klingbeil verteidigt höhere Neuverschuldung Bundeshaushalt: CDU-Politiker fordern Klingbeil zu Sparpaket auf Jugendschutz: EU-Kommission ermittelt gegen Meta wegen mangelnden Kinderschutzes Social-Media-Sucht: "Die Eltern haben keine Ahnung, was ihre Kinder am Smartphone machen" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 29.04.2026Haushalt 2027: Die 20-Milliarden-LückeDie Bundesregierung will die Eckpunkte für den Haushalt 2027 sowie ein Sparpaket für die gesetzlichen Krankenkassen im Kabinett beschließen. Geplant sind unter anderem Einsparungen bei der Mitversicherung von Ehepartnern sowie eine teilweise Finanzierung von Bürgergeldkosten aus dem Staatshaushalt. Mit dem Kabinettsbeschluss beginnt das parlamentarische Verfahren. Der Haushaltsentwurf wird anschließend im Bundestag beraten und kann dort noch verändert werden. Welche konkreten Regelungen beschlossen werden könnten und welche Auswirkungen sich daraus für die Bürger ergeben, erklärt Mark Schieritz, stellvertretender Leiter im Politikressort der ZEIT. Außenminister Johann Wadephul hat bei einem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York für eine stärkere Rolle Deutschlands geworben. Bei Gesprächen mit UN-Vertretern will der Außenminister Deutschlands Einfluss in der Weltorganisation stärken. Hintergrund ist die Kandidatur Deutschlands für einen nicht ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Inhaltlich setzt die Bundesregierung unter anderem auf Themen wie Klimawandel als Sicherheitsrisiko, Terrorismusbekämpfung sowie neue Bedrohungen im Cyber- und Weltraum. Wie die Chancen für einen Sitz im Sicherheitsrat stehen, ordnet Rieke Havertz, internationale Korrespondentin der ZEIT, ein. Und sonst so? Paketboten dürfen vor Hunden auf Autos flüchten. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Mathias Peer, Marco Fründt, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Was machen die Reformen mit Ihrem Geld? Erhöhen und senken Sie mit unserem Tool die Steuern Druck auf Bundesregierung: Wird schon schiefgehen Wirtschaftskrise: Mehr Geduld wagen Reformen der Bundesregierung: Wann kommen die Reformen noch mal – und welche überhaupt? Friedrich Merz: Der Kanzler sucht seine Geschichte Treffen der EU-Außenminister: Johann Wadephul lehnt weitreichende Sanktionen der EU gegen Israel ab Europäische Union: Deutsche wollen stärkere Führungsrolle in der EU Iran: UN-Sicherheitsrat fordert sofortiges Ende der iranischen Angriffe Hitze: Klimawandel beeinträchtigt zunehmend menschliche Gesundheit Cybersicherheit: Deutschland braucht echte Cybersicherheit, aber keinen »Cyberdome« Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.