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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

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Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

376 Folgen
  • Folge vom 08.09.2023
    #148 Übernimmt sich Deutschland bei der Ukraine-Hilfe?
    In dieser Folge sprechen Angela Tesch und der frühere Nato-General Erhard Bühler über den deutschen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr. Bühler stellt fest, dass die Verteidigungsausgaben zu gering seien. Berücksichtige man die Entwicklung bei den Personal- und Betriebskosten würden sie sogar sinken. "Das ist nicht das, was bei der Zeitenwende versprochen wurde", stellt Bühler fest. Die Investitionen müssten vor allem über das 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen bezahlt werden. Das erschwere die Planung bei der Bundeswehr und führe zu Verzögerungen. Die Ursache für diese bedenkliche Entwicklung sieht Bühler nicht in den Hilfen für die Ukraine. Deutschland habe sich bei der Hilfe nicht übernommen. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt seien die deutschen Verteidigungsausgaben nicht sonderlich hoch. Außerdem ist die Hilfe laut Bühler notwendig. Warum er das so sieht, erklärt er in dieser Folge ausführlich. Natürlich spielt auch die aktuelle Lage in dieser Folge eine große Rolle. Im Süden greift die Ukraine weiter an, an der östlichen Front ist sie in der Defensive und verteidigt ihre Stellung. Ausnahme im Osten ist nach Aussage von Bühler aber der Raum Bachmut. Dort habe die Ukraine wie im Süden die Initiative. Im Zusammenhang mit der aktuellen Lage beantwortet Bühler auch viele Hörerfragen: Haben die Russen den Ukrainern bei Robotyne eine Falle gestellt? Besteht die Gefahr, dass die Ukrainer im Süden von den Russen eingekesselt werden? Warum baut die Ukraine nicht wie die Russen ein komplexes Verteidigungssystem mit Minen, Panzersperren und Schützengräben auf? Außerdem geht er auf Meldungen ein, dass Teile von russischen Drohnen auf rumänisches Gebiet gefallen seien. Eine Gefahr, dass bei der Nato der Bündnisfall ausgerufen werde, sieht er nicht. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 05.09.2023
    #147 Ministerwechsel während der Gegenoffensive
    In dieser Folge sprechen sprechen Angela Tesch und der frühere Nato-General Erhard Bühler über den bevorstehenden Ministerwechsel im Verteidigungsministerium. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, dass Oleksij Resnikow entlassen werden soll. Neuer Minister soll Rustem Umjerow werden. Für den Wechsel sieht Bühler gute Gründe. Unter der Führung von Resnikow habe es eine ganze Reihe von Skandalen und Straftaten gegeben. So habe man sich in der Ukraine für mehrere tausend Euro von der Wehrpflicht freikaufen können. Auch wenn Resnikow nicht persönlich verantwortlich sei, gehe es um politische Verantwortung. Das Vorgehen des Präsidenten sei wichtig, damit der Westen die Ukraine weiter unterstütze. An den designierten Minister hat Bühler hohe Erwartungen. Als Chef des Vermögensfonds habe er bewiesen, dass er effizient führen könne. Wie wird sich der Personalwechsel auf den Krieg auswirken? Welche Rolle spielt es, dass der neue Minister Krimtatare ist? Auch dazu bezieht Bühler Stellung. Außerdem befragt Tesch Ex-Nato-General Bühler ausführlich zur laufenden Gegenoffensive der Ukraine. "Einen Durchbruch sehe ich noch nicht", sagt Bühler zu den ukrainischen Erfolgen. Aber es gebe Einbrüche in die russischen Verteidigungssysteme. Diese habe die Ukraine deutlich in die Breite ausweiten können. Allerdings ist der Sommer vorbei und es bleibt nicht mehr viel Zeit bis zum Winter. Muss sich die Ukraine mit ihrer Offensive jetzt mehr beeilen? Bühler weist auch daraufhin, dass die Russen in der Verteidigung mit den ganzen Sperrsystemen gute Arbeit leisteten. Sie hätten außerdem in die elektronische Kriegsführung investiert und störten damit die ukrainische Gegenoffensive. Dazu empfiehlt Bühler einen Artikel der Neuen Zürcher Zeitung. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 01.09.2023
    #146 Rennt der Ukraine die Zeit davon?
    Der Herbst naht. In dieser Folge sprechen Jan Kröger und der frühere Nato-General Erhard Bühler darüber, ob die Ukraine vor der Schlammperiode noch genug Zeit hat, ihre Offensive zu einem Erfolg zu führen. Bühler sagt, die Zeit laufe im Krieg immer davon. Er glaube aber nicht, dass das Wetter die Offensive der Ukrainer zeitnah zum Stehen bringen werde. Je nach Wetter blieben noch vier bis acht Wochen. Und auch dann könne es weitergehen. Man dürfe die Auswirkungen der Schlammperiode nicht überbewerten. Ein anderer Punkt sei die Unterstützung der Ukraine durch den Westen. Hier spiele der Faktor Zeit ebenso eine wichtige Rolle. Bühler sagt, die Ukraine brauche mehr Unterstützung durch die europäischen Länder. Zur aktuellen Lage: Im Süden und Osten greift die Ukraine weiter an. Südlich von Bachmut erzielt sie weitere kleine Erfolge. Hauptsächlich binde die Ukraine dort nennenswerte russische Kräfte, so Bühler. Im Süden ist die ukrainische Armee inzwischen bis zur schwer befestigten „Surowikin“-Linie vorgedrungen. Bühler sagt, die Ukraine wolle hier den operativen Durchbruch erreichen. Auf Wunsch von mehreren Hörern geht es in dieser Folge außerdem um den Begriff „Brückenkopf“. Wo genau spielt der gerade eine Rolle in der Ukraine und was muss alles getan werden, damit ein Brückenkopf gebildet, gehalten und ausgebaut werden kann? Das erklärt Bühler auch anhand aktueller Entwicklungen. Denn die Ukraine hat unter anderem bei Cherson einen Brückenkopf über den Dnipro gebildet. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 29.08.2023
    #145 Befreiung von Robotyne: Wie geht es weiter?
    In dieser Folge sprechen Jan Kröger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die jüngsten Erfolge der Ukraine bei ihrer Offensive. Die Rückeroberung des Ortes Robotyne ist nach Meinung des Generals wichtig. Von einem strategischen Durchbruch möchte er aber noch nicht sprechen. Bei der Offensive wird nun als nächstes der Ort Tokmak in den Fokus rücken. Bühler geht davon aus, dass die Ukraine versuchen wird, ihn von seinen Verbindungslinien abzuschneiden. Es gebe aber zahlreiche Risiken. So sei Tokmak von den Russen zu einer Festung ausgebaut worden. Kröger und Bühler schauen aber auch auf die Reaktionen der Russen. Berichten zufolge verlegen sie Teile der 76. Garde Luftsturmdivision aus der Oblast Luhansk in den Süden. "Das wird dazu führen, dass die Russen in der Region Luhansk kaum Optionen haben." An einen Durchbruch ist laut General für sie dort dann nicht zu denken. Außerdem gibt es eine russische Gegenoffensive im Nordosten an der Front im Raum Kupjansk und Lyman. Wie gefährlich ist diese Offensive? Was ist das Ziel der Russen? Der General schätzt auch die Situation auf der Halbinsel Krim ein, wo die Ukraine ein paar Erfolge zu verzeichnen hatte. Sie hat es unter anderem geschafft, ein Flugabwehrsystem S-400 zu zerstören. Bühler erkennt hier eine klare militärische Strategie. Außerdem bewertet er eine Äußerung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der eine Entmilitarisierung der Krim unter bestimmten Voraussetzungen für möglich hält. Diese Folge thematisiert auch noch einmal den wahrscheinlichen Tod von Wagnergruppenchef Jewgeni Wiktorowitsch Prigoschin und die Folgen. Pawel Latuschka, ein belarussischer Oppositionspolitiker, warnt: Wagner-Söldner bekämen neue Reisepässe aus Belarus. Sie könnten in die EU einreisen und möglicherweise Terror-Anschläge verüben. Wie hoch ist diese Gefahr? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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