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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Folgen
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.
Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
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Folge vom 11.08.2023#140 Über Nato-Skepsis und AntiamerikanismusZur aktuellen Lage: Laut Ex-Nato General Erhard Bühler hat die Ukraine an der südlichen Front die Initiative. Sie sei aber weit von einem Durchbruch entfernt. Im Osten ist die russische Armee an einigen Frontabschnitten im Vorteil. Die Ukraine hat deswegen Reserven dorthin verlegt. Außerdem geht es ausführlich um die Rolle der Nato, die auch viele Hörerinnen und Hörer beschäftigt. Einige sehen das Bündnis kritisch, andere positiv. Es geht unter anderem um folgende Aspekte: Welche Rolle spielt die Türkei im Bündnis? Was eint die Mitgliedsstaaten und was trennt sie? Steckt hinter der Kritik an der Nato oft Antiamerikanismus? Und was haben die USA in der Geschichte getan, das diese Kritik ausgelöst hat? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 08.08.2023#139 Die Attacken auf die Krim-BrückenIn dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die ukrainischen Angriffe auf die Krim-Brücken. Zuletzt wurden die Tschonhar-Brücke und die Henitschesk-Brücke beschädigt. Bei beiden handelt es sich Bühler zufolge um logistische Versorgungsstraßen für die russische Armee. Aber auch die Versorgung über die beschädigte Kertsch-Brücke erfolge nur mit Einschränkungen. Bühler erklärt ausführlich, wie gefährlich die Angriffe für die Russen werden könnten. Deisinger stellt dem Ex-Nato-General außerdem die Frage, ob die Ukraine bei ihrer Offensive einem tatsächlichen Durchbruch näher gekommen ist? Bühler geht auch auf die unterschiedlichen Angriffs-Achsen ein. Ein weiteres Thema sind die russischen Luftangriffe. Laut Bühler wurden auf die Ukraine innerhalb von zwölf Stunden 70 Flugkörper abgeschossen. Es handle sich um einen der größten Luftangriffe in letzter Zeit. Er sei von langer Hand geplant gewesen und stehe nicht im Zusammenhang mit den Angriffen auf die Krim-Brücken. Bühler vermutet, die Russen hätten militärische Ziele treffen wollen wie Stützpunkte für die Storm-Shadow-Raketen. Warum er an den Erfolgs-Meldungen der Russen zweifelt, erklärt er ausführlich. Natürlich sprechen Deisinger und Bühler auch über den Ukraine-Gipfel in Dschidda. Der Ex-Nato-General lobt die Initiative Saudi-Arabiens. Auch wenn es keine Abschlusserklärung gebe, handle es sich um einen Erfolg für die Ukraine. Zum einen sei China mit dabei gewesen. Zum anderen seien sich die Teilnehmer einig gewesen, dass die territoriale Integrität der Ukraine gewahrt bleiben müsse. Bemerkenswert sind auch Aussagen von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, welche die "New York Times" veröffentlicht hat. Seine Aussagen zur Präsidentschaftswahl in Russland und zu den Kriegszielen bewertet Bühler kritisch. Er geht davon aus, das Ziel der Peskow-Aussagen sei gewesen, im Westen Diskussionen auszulösen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 04.08.2023#138 Bachmut: Russische Armee in BedrängnisIn dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler ausführlich über die aktuelle Lage. Laut Bühler gab es einige bemerkenswerte Ereignisse. Zunächst geht der Blick auf die Region Bachmut. Dort sei die Lage der russischen Armee schlecht, so Bühler. Die Russen müssten Verstärkungen von einem anderen Frontabschnitt heranbringen, was dort wiederum Auswirkungen habe. Im Süden komme die ukrainische Armee langsam aber stetig voran. Die Russen hätten dort keine nennenswerten Reserven mehr. Neuigkeiten gibt es laut Bühler auch bezüglich eines ukrainischen Brückenkopfs über den Dnipro bei Cherson. Außerdem fliegen wir mal die sogenannte Parlamentsschleife bei Rüstungsprojekten. Soll heißen, wir erklären, welche Rolle der Bundestag bei der Entscheidung über Anschaffungen der Bundeswehr hat. Das Parlament muss Anschaffungen ab einem Auftragsvolumen von 25 Millionen Euro zustimmen. Diese Parlamentsschleife ist vor vielen Jahren aus gutem Grund eingeführt worden. Sie verzögert den Prozess jetzt oft extrem, erklärt Bühler. Dabei muss die Bundeswehr im Zuge der angekündigten Zeitenwende viele neue Aufgaben stemmen und braucht dafür entsprechende Ausrüstung. Bühler ist deswegen für eine Lockerung oder gar für eine Abschaffung der Regel. Weitere Themen: Stellen die Russen neue Verbände auf? + Nato-Eskorte für Getreidefrachter im Schwarzen Meer? + Angriffe auf russische Einrichtungen auf der Krim. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 01.08.2023#137 Die Taurus-DebatteIn dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über den Taurus. Dabei handelt es sich um einen deutschen Langstrecken-Luft-Boden-Marschflugkörper. Er wird von einem Flugzeug verschossen und hat dann eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Der Marschflugkörper ist laut General Bühler nur schwer vom Radar zu erkennen, so dass die Luftverteidigung Probleme habe, sie zu bekämpfen. Bühler kann Berichte nicht bestätigen, dass nur 150 Taurus-Marschflugkörper der Bundeswehr von insgesamt 600 einsatzbereit seien. Er erklärt aber, warum es plausibel ist, dass nicht immer alle sofort eingesetzt werden können. In Deutschland wird im Moment intensiv darüber debattiert, ob Deutschland an die Ukraine solche Taurus-Marschflugkörper liefern sollte. Bühler würde das unter bestimmten Bedingungen sinnvoll finden. Militärisch wären sie seiner Meinung nach für die Ukraine im Krieg ein Gewinn. Mit den Kampfflugzeugen, die der Ukraine im Moment zur Verfügung stünden, sei der Taurus aber kaum kompatibel. Mit F16-Kampfflugzeugen könne das Problem aber behoben werden. Außerdem sei es sinnvoll, sich bei der Lieferung von Marschflugkörpern mit den USA abzustimmen. Bühler plädiert dafür, immer darauf zu achten, dass die Bundeswehr einsatzfähig bleibe. Deisinger und Bühler schauen auch in dieser Folge natürlich wieder auf die aktuelle Lage. Bühler zufolge ist die Lage, was den Frontverlauf angeht, unverändert. Es gebe geringfügige Geländegewinne der Ukraine bei Bachmut und im Süden. Entscheidender sei aber die Zerstörung der russischen Logistik, Gefechtsständen, Versorgungslinien und Radarstellungen. Da sei die Ukraine erfolgreich, so Bühler. Außerdem stellt er fest, dass sich die Ziele der großräumigen Luftangriffe der Russen verlagert haben - von den Hafenstädten wie Odessa wieder auf Städte in der zentralen und in der östlichen Ukraine. Dazu gehörten Sumy, Cherson und die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Krywyj Rih. Ausführlich wird Bühler von Deisinger zu den ukrainischen Drohnen-Angriffen auf Moskau befragt. Der Ex-Nato-General geht davon aus, dass es sich um legitime Ziele handelt. Allerdings müsse man bei der Bewertung vorsichtig sein, weil die Zielplanung nicht bekannt sei. Die Angriffe auf Moskau haben laut Bühler keine unmittelbaren militärischen Auswirkungen. Allerdings müsse Russland viel Aufwand betreiben, um Moskau zu schützen. Das seien Mittel, die Russland im Krieg an anderer Stelle fehlten. Präsident Wladimir Putin könne die Bevölkerung nicht schützen. Der Krieg sei auch in Moskau angekommen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.