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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Folgen
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.
Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
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Folge vom 16.06.2023#124 Ukraine sofort in die Nato? Wäre Rutschbahn in den Krieg!In der heutigen Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über einen brisanten Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. So fordert unter anderem die ehemalige leitende Mitarbeiterin des Internationalen Stabs der Nato, die frühere "Chef-Strategin der Nato", Stefanie Babst, die sofortige Aufnahme der Ukraine in die Nato. Ihrer Meinung nach würde es sich um ein starkes Signal an den Kreml handeln. Doch Bühler warnt vor den Risiken. Er spricht von einer "Rutschbahn in den Krieg". Diese Strategie würde nach seiner Aussage den Konflikt schlimmer machen und die Nato über kurz oder lang zur Kriegspartei werden lassen. Er plädiert dafür, an der jetzigen Strategie festzuhalten. Man müsse die Ukraine in der Wahrnehmung ihres Selbstverteidigungsrechts unterstützen, gleichzeitig aber jede Ausweitung des Kriegs vermeiden. Ausführlich gehen Deisinger und Bühler auch wieder auf die laufende Gegenoffensive der Ukraine ein. Bühler geht davon aus, dass sie zur Zufriedenheit der ukrainischen Führung verlaufe. Die Ukraine gehe unverändert vor allem an drei Stellen offensiv vor: in den Regionen Bachmut, Saporischschja und des westlichen Donezk. Dabei erziele sie einzelne Fortschritte und schaffe die Voraussetzung für größere Angriffe. Aber wie sind Meldungen über ukrainische Verluste zu bewerten? Wieviel westliche Panzer und anderes militärisches Gerät hat die Ukraine bereits verloren? Auch darauf geht Bühler ausführlich ein. Außerdem erklärt er, wie geschickt die Russen ihre Hubschrauber mit Raketen und Maschinenkanonen einsetzen. Bühler bezieht auch Stellung zu den Aussagen des Militärökonomen Marcus Keupp. Dieser hatte unter anderem erklärt, die Ukraine verfolge eine Strategie der "tausend Bienenstiche". Ein großer Hauptangriff sei nicht zu erwarten. Diese Einschätzung sieht Bühler sehr skeptisch und führt auch aus, warum. Bühler glaubt auch nicht den Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, wonach die ukrainischen Verluste zehn Mal höher seien als die der Russen. Diese Zahlen sind laut Bühler außerhalb jeder Realität. Zum Schluss kommen Deisinger und Bühler noch auf die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung zu sprechen. Bühler äußerte sich lobend. Das Wichtigste sei, dass Deutschland zum ersten Mal eine solche Stratregie habe. Er würde sich wünschen, dass jede Regierung so etwas vorlegen müsse. Das könne man gesetzlich regeln. Der Ex-Nato-General erklärt, warum das auch Vorteile für die demokratischen Prozesse hätte. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 13.06.2023#123 Wie ist der Stand der ukrainischen Offensive?Wie kommt die Ukraine mit ihrer Gegenoffensive voran? Darüber sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge. Nach Einschätzung Bühlers befindet sich die ukrainische Armee noch in der Frühphase. Sie greife auf mehreren Achsen an und treffe auf Widerstand der Russen, die die Offensive erwartet hätten. Die Ukraine habe zwar mit dem Vorrücken ihrer Armee einige Dörfer befreit, die erste Verteidigungslinie der Russen sei durchbrochen worden. Damit teste sie aber noch die russische Verteidigung aus. Für die Offensive werden auch westliche Panzer eingesetzt. Es gab bereits Verluste. Bühler erklärt, warum die aber schwer zu beurteilen sind und auch, warum es Verluste gab, die gar keine waren. Moskau will derweil die Wagner-Truppen unter seinen Befehl bekommen. Sie sollen einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium unterzeichnen. Bühler erklärt, was Verteidigungsminister Sergej Schoigu damit bezweckt, die mittlerweile 40 verschiedenen Truppen kontrollieren zu können. Deisinger und Bühler schauen auch noch einmal auf den Kachowka-Staudamm. In den vergangenen Tagen wurde das Ausmaß der Katastrophe deutlicher. Nach Meinung des Ex-Generals zeige das immer mehr, dass eine Urheberschaft der Ukraine absurd sei. Ukrainska Pravda (ukrainisch) Ukrainska Pravda (englisch) Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Der Podcast zum Volksaufstand am 17. Juni "Ein halber Tag Freiheit"
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Folge vom 09.06.2023#122 Wer hat den Kachowka-Staudamm zerstört?In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die Sprengung des Kachowka-Staudamms. Die Wassermassen ergießen sich in Richtung Cherson. Ortschaften wurden überschwemmt, die Bewohner mussten fliehen. Nach Ansicht von Bühler sprechen die Indizien dafür, dass Russland den Staudamm gesprengt hat. Welche das sind, erklärt er gleich am Anfang der Folge. Außerdem führt er aus, welche Motive dahinter stecken könnten. Die Ukrainer als Täter schließt Bühler weitestgehend aus. Der Bauart des Damms sei so massiv gewesen, dass Raketen und Artillerie zur Zerstörung nicht ausgereicht hätten. Ex-Nato-General Bühler geht auch auf die Folgen der Sprengung ein. Dabei stellt er fest, dass sie auch für die Russen Nachteile hat. So seien mühsam errichtete Verteidigungsstellungen der Russen überflutet worden. Die dort eingesetzten Truppenteile hätten ihre Stellungen fluchtartig verlassen. Außerdem seien jetzt Angriffe auf Mykolajiw und Odessa noch aussichtsloser. Für die Ukrainer sind die Folgen der Zerstörung laut Bühler gravierend. Neben dem Krieg hätten sie jetzt noch eine weitere Katastrophe zu bewältigen. Auch sie binde militärische Kräfte. Das zweite große Thema in dieser Folge ist die Nato-Übung "Air Defender 23". Bühler zufolge handelt es sich um die größte Verlegeübung seit Bestehen der Nato - aber längst nicht um das größte Nato-Manöver. "Solche Superlative sind nicht gerechtfertigt", so Bühler. 25 Nato-Staaten und Partner-Staaten seien beteiligt. Geplant werde mit 10.000 Soldaten und 250 Flugzeugen unterschiedlicher Typen. 180 seien in Deutschland stationiert. Bühler hält diese Übung für richtig und wichtig und erklärt auch, warum. Außerdem skizziert er die Abläufe. Urlauber müssten sich keine Sorgen machen, gravierende Auswirkungen für Flugpassagiere seien nicht zu erwarten. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 06.06.2023#121 Nato arbeitet nicht mehr zeitgemäßIn dieser Folge schauen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler auf den nächsten Nato-Gipfel im Juli in Litauen. Der wird besonders spannend, weil offenbar gravierende Änderungen bei der Nato-Struktur geplant sind. Bühler zufolge sind die bestehenden Strukturen "nicht ganz zeitgemäß". Seiner Meinung nach war die Bündnis-Verteidigung auch gegen Russland vor dem Ukraine-Krieg in den Hintergrund gerückt. Bühler erklärt, was sich jetzt ändern muss. Außerdem wird es bei dem Gipfel auch um die Beitrittsperspektive der Ukraine in die Nato gehen. Bühler hält es aber für unwahrscheinlich, dass es dafür zeitnah einen einstimmigen Beschluss der Mitglieder geben wird. Eine Frage, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden kann, beschäftigt weiterhin viele Hörerinnen und Hörer. Deshalb spielen Deisinger und Bühler verschiedene Szenarien durch. Ein Hörer hat zum Beispiel gefragt, ob die Situation zwischen Nordkorea und Südkorea nicht ein Vorbild sein kann. Bühler glaubt nicht daran und erklärt, warum sich die Konflikte stark unterscheiden. Ein anderer Hörer fragt, ob der Westen "den Spieß nicht umdrehen sollte" und mal Russland drohen sollte. Dabei denkt er an ein Ultimatum für einen Abzug der russischen Truppen. Der Westen könnte dem Hörer zufolge Russlands Präsident Putin damit drohen, den Krieg mit allen möglichen konventionellen Mitteln zu beenden, wenn die Forderung nicht erfüllt wird. Bühler führt aus, was die Konsequenzen dieses Vorgehens wären. Der Ex-Nato-General geht in dieser Folge außerdem auf die ukrainischen Geländegewinne südwestlich von Bachmut und in Soledar ein. Außerdem ordnet er die widersprüchlichen Meldungen von russischer Seite ein. Nach offiziellen Angaben wollen die Russen einen größeren ukrainischen Angriff Richtung Süd-Donezk abgewehrt und bis zu 300 ukrainische Soldaten getötet haben. Dieser Darstellung widerspricht aber ein russischer Kommandeur und auch die Ukraine dementierte diese Meldung. Weitere Themen sind die andauernden Kämpfe auf russischem Territorium im Gebiet Belgorod und der Kosovo-Konflikt. Warum gehen die Amerikaner auf Distanz zum Kosovo? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.