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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

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Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

376 Folgen
  • Folge vom 30.06.2023
    #128 Gefährliche Lage am AKW Saporischschja?
    Zu Beginn des Podcasts sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über den Stand der Dinge nach dem Wagner-Aufstand in Russland. Inzwischen haben sich mehrere maßgebliche Akteure zu Wort gemeldet. Präsident Wladimir Putin versucht sich in seiner Erzählung der Ereignisse. Danach habe sich die ganze russische Nation geschlossen dem Aufstand entgegengestellt. Russland stehe gestärkt da. Bühler sagt dazu, die Tatsachen sprächen eine andere Sprache. Das System Putin sei vom Aufstand überrascht worden und habe dem zunächst nichts entgegensetzen können. Auch der belarusische Präsident Alexander Lukaschenko verbreitet seine Version der Ereignisse. Putin habe die Wagner-Truppen zunächst auslöschen wollen. Er, Lukaschenko, habe Putin davon abgebracht und auch den Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin zur Aufgabe bewogen. Diese Version hält Bühler für weitaus glaubwürdiger. Außerdem geht es um die Rolle des russischen Generals Sergej Surowikin, der inzwischen festgenommen worden sein soll. Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Deisinger und Bühler ordnen den russischen Raketenangriff auf das Stadtzentrum von Kramatorsk ein. Im Nachgang gibt es verschiedene Versionen, wer dabei getroffen werden sollte. An der Front ist Russland weiter in der Defensive, außer bei Kreminna. Die Ukraine verfolgt ihre Offensive weiter. Bei Bachmut komme die ukrainische Armee langsam aber stetig voran, so Bühler. Ein wichtiges Thema ist die aktuelle Lage am ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja, das unter russischer Kontrolle steht: Hier ist die Situation nach der Sprengung des Kachowka-Staudamms angespannt. Perspektivisch könnte Wasser zur Kühlung der sechs abgeschalteten Reaktoren fehlen. Noch gibt es einen abgetrennten Bereich des Kachowka-Stausees, der unbeschädigt ist und für die Kühlung genutzt wird. Es gibt aber Meldungen, dass die Russen auch den dortigen Staudamm vermint haben. Noch alarmierender klingen Meldungen des ukrainischen Geheimdienstes. Demnach sind vier der Reaktoren im AKW von den Russen zur Sprengung vorbereitet worden. Die Bedrohungslage sei da, so Bühler. Er rechnet aber nicht damit, dass die Russen das AKW wirklich zerstören wollen. Auch weil damit russisches Kernland bedroht würde. Ausschließen könne man es aber nicht. Es bleibt eine weitere Frage: Wie würde die Nato reagieren, wenn das AKW zerstört würde? Eine radioaktive Wolke könnte dann Nato-Gebiet bedrohen. Würde die Nato in den Krieg eintreten? Deisinger und Bühler sprechen auch darüber, ob das Image des Verteidigungsministers Boris Pistorius (SPD) erste Dellen bekommen hat. Seine Ankündigung, Tausende Bundeswehr-Soldaten dauerhaft nach Litauen zu schicken, scheint vorab wenig mit dem Rest der Bundesregierung und der Bundeswehr abgestimmt worden zu sein. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 27.06.2023
    #127 Wagner-Aufstand: Die Geschichte ist noch nicht zu Ende
    Die Welt blickte gebannt nach Russland, als die Wagner-Truppe um ihren Chef Jewgeni Prigoschin den Aufstand wagte. Doch so schnell, wie es begann, endete es auch wieder. Darüber sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge. Viele Fragen seien noch offen, sagt Bühler. Auch wisse man noch zu wenig über den Deal, der den Aufstand beendet habe. Die Geschichte sei noch nicht beendet. Spekulationen über einen womöglich inszenierten Aufstand erteilt Bühler jedoch eine klare Absage. Und er erklärt im Detail, warum solchen Theorien seiner Meinung nach jegliche Plausibilität fehlt. Doch warum wagte Prigoschin den Aufstand? Bühler glaubt, der Wagner-Chef habe die Bodenhaftung verloren. Er habe sich und seine Rolle im russischen System massiv überschätzt. Im Detail geht es auch darum, wie der Aufstand ablief: Dass die russische Armee so wenig Widerstand geleistet habe, ist für Bühler erklärbar. Die Wagner-Gruppe habe einen Ruf. Und die russischen Truppen hätten schlicht nicht gewusst, was sie erwarte. Die Führung habe versagt. Präsident Wladimir Putin habe Prigoschin zu lange gewähren lassen. Und Putin habe sich weiter beschädigt, weil er erst scharfe Strafen angekündigt und dann der Straflosigkeit für die Aufständischen zugestimmt habe. Der Aufstand habe aller Welt gezeigt, dass Putin nicht mehr die volle Kontrolle habe. Die aktuelle militärische Lage in der Ukraine: Die Ukrainer versuchen weiter, mit kleineren Angriffen Schwächen in der russischen Verteidigung zu finden. Größere Geländegewinne bleiben dabei bisher aus. Ein Großteil der Offensivkräfte wartet noch auf den Einsatz, sie stehen noch hinter der Front. Und die Ukrainer sind an einer Stelle wieder mit Aufklärungseinheiten über den Dnipro übergesetzt. Außerdem gab es eine Meldung, die viele aufhorchen ließ, auch bei der Bundeswehr. Deutschland will nun doch eine Brigade mit 4.000 zusätzlichen Soldaten und Soldatinnen dauerhaft in Litauen stationieren. Bühler sagt, sie sollten dort zusammen mit Truppen aus anderen Ländern mögliche Aggressoren abschrecken. Das sei eine Reaktion auf das Verhalten Russlands. Bühler spricht von einem notwendigen Schritt, mit dem Deutschland eine Führungsrolle übernehme. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 22.06.2023
    #126 Offensive doch ausgebremst?
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eingeräumt, dass die Offensive langsamer als gewünscht vorankomme. Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler schauen genauer auf die Aussage. Haben die Ukrainer den Gegner vielleicht unterschätzt oder die eigene Stärke überschätzt? Bühler meint, es sei noch zu früh, das zu bewerten. Die Offensive komme weiter voran. Zuletzt habe die Ukraine die logistisch wichtige Tschonhar-Brücke zwischen der Krim und dem südukrainischen Cherson zerstört. Das sei aus operativer Sicht ein wesentlicher Punkt. Selenskyj hatte die geringen Geländegewinne auch auf die weiträumige Verminung des Geländes durch russische Truppen zurückgeführt. Bühler erklärt, welche Möglichkeit die Armee bei der Minenräumung hat und wie genau das abläuft. Außerdem sprechen die beiden über den Parlamentarischen Abend des Reservistenverbandes. Bühler und Deisinger waren dort mit dem sicherheitspolitischen Medienpreis "Goldener Igel" in der Kategorie Internet ausgezeichnet worden. Im Podcast stellen sie auch andere Preisträger vor. Zum Reservistenverband: Preisträger Goldener Igel Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 20.06.2023
    #125 Keine Pause bei ukrainischer Offensive
    Die Ukraine hat bei ihrer Offensive bisher nur geringe Geländegewinne erzielt. Darüber sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler in dieser Ausgabe. Die Informationslage ist weiterhin sehr dünn. Bühler erklärt, dass beide Seiten verständlicherweise ihre Geheimnisse nicht öffentlich machten. Nach seiner Einschätzung kommt die Ukraine zwar nur sehr langsam voran, aber man sehe Fortschritte. Zudem habe die Ukraine die meisten ihrer Offensiv-Streitkräfte noch gar nicht eingesetzt. Der Fokus liege derzeit ohnehin nicht auf Geländegewinnen, sondern darauf, russische Streitkräfte zu dezimieren. Bühler hält zudem nichts von Spekulationen, Kiew lege jetzt eine operative Pause ein, um die Taktik zu prüfen. Dafür gebe es keinerlei Anzeichen. Die Taktik werde auch so überprüft. Der frühere General hält außerdem Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin über hohe Verluste auf ukrainischer Seite für nicht plausibel. Ein weiteres Thema ist der Vermittlungsversuch afrikanischer Staaten. Bühler erläutert, welche Interessen die Länder verfolgen und woran die Initiative scheiterte. Er legt auch die Gründe dar, warum es derzeit keine vergleichbaren europäischen Bemühungen gibt. Es geht noch einmal um die Forderung, die Ukraine sofort in die Nato aufzunehmen. Bühler reagiert hier auf Nachfragen von Hörern und erläutert seinen Standpunkt und welche Gefahren er sieht. Und: Wie gefährlich ist der Brandherd Kosovo? Die Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo schaukeln sich weiter hoch: Zuletzt hatte Serbien drei kosovarische Polizisten festgenommen und nun ein Verfahren eingeleitet. Wie sollte Europa hier reagieren? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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