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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

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Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

376 Folgen
  • Folge vom 25.08.2023
    #144 Was Prigoschins möglicher Tod für den Krieg bedeutet
    In dieser Folge sprechen Jan Kröger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über den mutmaßlichen Tod des Chefs der Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin. Er und sein Stellvertreter Utkin sollen an Bord eines Flugzeug gewesen sein, das 300 Kilometer entfernt von Moskau abgestürzt ist. Bühler geht davon aus, dass eine Bombe oder eine Boden-Luftrakete den Absturz verursacht hat. Die Indizien, die dafür sprechen, erläutert er ausführlich. Auf den Krieg in der Ukraine wird der mögliche Tod Prigoschins laut Bühler keinen großen Einfluss haben. Dieser habe sich schon ab Mai aus dem Krieg abgemeldet. Allerdings sei mit Konsequenzen für die Wagner-Gruppe zu rechnen. Die Organisation sei oder werde zerschlagen. Eine Gefahr wird Bühler zufolge von ihr nicht mehr ausgehen. Das ein oder andere Mitglied werde vielleicht in die russische Armee gehen und dann gehe von ihm eine Bedrohung aus. Aber das betreffe nicht die Mehrheit der Söldner. Kröger und Bühler schauen auch auf die Lage an der Front. Nach Angaben des Ex-Nato-Generals hat die Ukraine vor allem in der Nähe der Stadt Robotyne erhebliche Fortschritte erzielt und die erste Verteidigungslinie durchbrochen. Sie könne möglicherweise Folgekräfte einsetzen, um in Richtung Asowsches Meer anzugreifen. "Das ist eine gute taktische Ausgangsposition, um einen operativen Durchbruch zu wagen", so Bühler. Der Ex-Nato-General bezieht auch Stellung zu einem Artikel der "New York Times", wonach hochrangige US-Militärs enttäuscht über die ukrainische Gegenoffensive seien. So habe die Ukraine zu viele Truppenteile an den falschen Orten. Sie müsse sich auf den Süden konzentrieren, um in Richtung Melitopol voranzukommen. Bühler erläutert, warum er diese Einschätzung nicht teilt. Außerdem bewertet er ausführlich den ukrainischen Angriff auf eine Tupolew vom Typ Tu-22M3 auf russischem Gebiet. Er geht auch auf die zugesagten Lieferungen von F16-Kampfjets durch Norwegen ein. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 22.08.2023
    #143 Die Ausrüstung der Soldaten
    In dieser Folge beschäftigen sich Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler sehr ausführlich mit der Frage eines Hörers. Er will wissen: Welche praktische Fähigkeit muss eigentlich die Ausrüstung eines Standard-Infanteristen haben? In seiner Antwort geht Bühler ins Detail und beschreibt Uniform, Waffen, Erste Hilfe oder Aufklärungsmittel. Er geht auch auf das Programm "Infanterist der Zukunft" ein. Gerade bei der Kommunikation wird sehr deutlich, wie modern Bundeswehr-Soldaten heute ausgerüstet sind. Sie haben laut Bühler einen "elektronischen Rücken". Sie könnten ihre Standorte permanent übermitteln und Lageinformationen weitergeben. Alles werde auf einer digitalen Karte dargestellt. Bühler zählt auch auf, was in der Notration EPA alles enthalten ist. Die ukrainische Armee kann dem Ex-General zufolge mit der Ausrüstung der Bundeswehr nicht mithalten, auch wenn sie Fortschritte gemacht habe. Bei der russischen Armee gebe es große Unterschiede zwischen den Einheiten. Ein weiteres Thema sind die zugesagten Lieferungen von F16-Kampfjets der Niederlande und von Dänemark an die Ukraine. Bis es soweit sei, werde es aber noch dauern, meint Bühler. Vorher müssten ukrainsche Piloten ausgebildet werden. Außerdem sei noch einiges zu klären. Dabei gehe es auch um Waffenlieferungen für die Flugzeuge. Weiterhin meint Bühler, dass sich Deutschland an der F-16-Koalition beteiligen könne, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Infrastruktur, Ausbildung und Munition. "Das könnte nach dem Taurus jetzt die nächste Diskussion werden", so der Ex-General. Er hoffe, dass hier schon Überlegungen da seien. Natürlich schauen Deisinger und Bühler auch auf die aktuelle Lage. Auf den südlichen Angriffs-Achsen bei Melitopol und Berdjansk geht es laut Bühler für die Ukraine langsam voran. Die Russen verlören deutlich mehr Artillerie und Munition als die Ukrainer. Diese hätten die erste Sicherungslinie durchstoßen, die erste Hauptverteidigungslinie sei nahezu erreicht. Die Russen führten dagegen bei Kupjansk erfolgreich einen Entlastungsangriff durch. Allerdings hätten sie dort aber keine Reserven mehr. Was das Ziel der Russen dort ist, erklärt Bühler ausführlich. Bühler stellt außerdem fest, dass die Ukrainer sich auf die russischen Kampfhubschrauber besser eingestellt hätten. Drei von ihnen hätten sie abgeschossen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 18.08.2023
    #142 Friedenslösung "Land gegen Nato-Mitgliedschaft"?
    In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über umstrittene Äußerungen aus der Nato. Es geht um den Direktor des Büros von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, Stian Jenssen. Der hatte in einer Podiumsdiskussion gesagt, eine mögliche Lösung für den Ukraine-Krieg könne darin bestehen, dass das Land Territorium abgebe und im Gegenzug Nato-Mitglied werde. Bühler findet die Aussagen nicht gut. Sie seien ein Fehler gewesen. Jenssen spreche aber auch nicht für die Nato. Er sei keine führende Persönlichkeit in der Nato, sondern ein Büroleiter. Bühler glaubt auch nicht, dass über einen solchen Weg zum Frieden in der Nato derzeit wirklich nachgedacht wird. Eine solche Lösung wäre laut Bühler schlecht für die internationale Ordnung, weil sie Russlands Angriffskrieg belohnen würde und die Unverletzlichkeit von Grenzen in Frage stelle. Jenssen selbst ist nach seinen Äußerungen inzwischen zurückgerudert und hat sich entschuldigt. Zur aktuellen Lage: Die Ukraine greift im Raum Bachmut und im Süden weiter an. Dabei wurden weitere Teile der bisher in Reserve gehaltenen Offensivkräfte eingesetzt. Im nordöstlichen Teil der Front – bei Kupjansk – greift die russische Armee an. Bühler sieht darin Entlastungsangriffe, die erfolgreich verlaufen. Denn die Erfolge der russischen Armee in diesem Abschnitt hätten dafür gesorgt, dass die Ukraine dort Reserven einsetzen müsse, die eigentlich für die Offensive bestimmt gewesen seien. Außerdem geht es um die Flugbereitschaft der Bundeswehr, die in den vergangenen Tagen unfreiwillig Schlagzeilen gemacht hat. Hintergrund ist, dass Außenministerin Annalena Baerbock bei einer geplanten Pazifikreise strandete und ihre Reise schließlich absagen musste. Bühler erklärt zunächst, was die Flugbereitschaft ist, wie viele Flugzeuge sie hat und was zu ihren Aufgaben gehört. Der Ex-General sagt: Der Vorfall sei ärgerlich. Es sei aber falsch, zu behaupten, die Flugbereitschaft der Bundeswehr sei unzuverlässiger als andere Fluglinien. Für Forderungen nach einer Abschaffung der Flugbereitschaft hat er kein Verständnis. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 15.08.2023
    #141 Russische Seeminen vor rumänischer Küste
    In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die Explosion einer russischen Seemine vor der Küste Rumäniens, in der Nähe des Badeorts Costinesti. Laut Bühler gab es schon mehrere Vorfälle mit russischen Seeminen. Rumänien habe sie aber nicht als Angriff gewertet und werde auch nicht in den Krieg eintreten. Außerdem erklärt der Ex-Nato-General, welche verschiedenen Arten von Seeminen es gibt, wie sie funktionieren und wie sie entschärft werden können. Auch die aktuelle Lage ist in dieser Folge Thema. Laut Bühler kommen die Ukrainer im Süden weiter langsam, aber stetig voran: "Das klingt wenig, ist aber angesichts der starken Verteidigung durchaus bemerkenswert." Außerdem bekämpfe die Ukraine die russische Artillerie sehr erfolgreich. Nach Einschätzung von Bühler hat die Ukraine dort zum ersten Mal nicht nur eine qualitative Überlegenheit bei der Artillerie, sondern auch eine quantitative. Außerdem hätten die Russen Probleme mit einer "Überdehnung der russischen Verteidigung". Was damit gemeint ist, erklärt Bühler ausführlich. Er geht aber auch auf die Erfolge der Russen in Kupjansk und Swatowe ein. Deisinger befragt Ex-Nato-General Bühler ausführlich zu den Entwicklungen in der aktuellen Taurus-Debatte. "Ich denke, dass Deutschland am Ende Taurus liefern wird", so Bühlers Prognose. Bedenken, die unter anderem von Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer kommen, teilt Bühler nicht. Es gebe keine Hinweise, dass die Ukraine sich nicht an die Abmachungen mit dem Westen halte und dann mit Taurus Ziele in Russland angreifen werde. Bühler erklärt auch, warum das Taurus-System die ukrainischen Flugzeuge schützen würde. Er geht aber auf die technischen Schwierigkeiten ein, die bei einer Lieferung überwunden werden müssten. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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