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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Folgen
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.
Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
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Folge vom 28.07.2023#136 Neue Phase der ukrainischen OffensiveIn dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die neue Phase der ukrainischen Offensive. Dabei geht es vor allem um einen Angriff der Ukraine bei Robotyne, rund 60 Kilometer südöstlich von Saporischschja entfernt. Dort wird laut Bühler eine Brigade eingesetzt, die bisher noch nicht im Einsatz war. Die Ukraine komme links und rechts von Robotyne voran. Es sei unwahrscheinlich, dass die Russen den Ort halten könnten. Wenn der Ort falle, sei die erste Hauptverteidigungslinie der Russen durchbrochen. Der Ex-Nato-General weist aber auch darauf hin, dass die Ukrainer immer noch nicht ihre Hauptkräfte einsetzen. Von den neuen Brigaden, die mit westlichem Material ausgerüstet seien, könne man bisher nichts sehen. Bühler fasst zusammen, insgesamt sei die Ukraine "auf einem guten Weg". Kritik an der ukrainischen Vorgehensweise findet er ungerecht und erklärt auch, warum. Außerdem thematisiert er russische Geländegewinne, die es ebenfalls gibt, und ordnet sie ein. Ausführlich beschäftigen sich Deisinger und Bühler mit der Nato und ihrer Glaubwürdigkeit. Bühler verweist auf eine Umfrage, nach der 54 Prozent der Deutschen der Nato vertrauen, 36 Prozent eher nicht. Auch wenn die Mehrheit der Nato vertraue, sei das nicht ausreichend. Was muss sich ändern? Bühler sieht auch die Politiker in der Verantwortung. Sie müssten mehr sicherheitspolitische Fragen in der Öffentlichkeit diskutieren. Ein Grund für das vorhandene Misstrauen gegenüber der Nato sieht Bühler auch in einem "offen zur Schau gestellten Anti-Amerikanismus". Deisinger und Bühler hören auch in eine Nato-kritische Rede der Linken-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen rein und beschäftigen sich mit ihren Argumenten. Die Abgeordnete stellt unter anderem in Frage, ob die Nato nur ein Verteidigungsbündnis sei. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 25.07.2023#135 Wagner in BelarusIn dieser Folge schauen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler nach Belarus. Nach dem Aufstand der Wagner-Gruppe ist es ruhiger geworden um die Söldner und ihren Chef Jewgeni Prigoschin. Es ist unklar, wie viele Soldaten Wagner noch hat. Bühler berichtet von Zahlen, nach denen Wagner bei den Kämpfen in der Ukraine die große Mehrheit der Truppen durch Tod oder Verwundung verloren hat. Die in Russland verbliebenen Angehörigen dürften über kurz oder lang Teil der russischen Armee werden. In Belarus sollen aktuell etwa 10.000 Wagner-Söldner sein. Was genau sie dort tun, darüber gibt es verschiedene Angaben. Das angrenzende Polen ist auf jeden Fall alarmiert und verlegt Truppen an die Grenze zu Belarus. Bühler hält das für nachvollziehbar. Es sei wahrscheinlich, dass Russlands Präsident Wladimir Putin die Wagner-Präsenz in Belarus nutzen werde, um Drohungen gen Polen und Ukraine auszusenden. Aktuelle Lage: Im Osten der Ukraine greift die russische Armee zwischen Swatowe und Kreminna an. An einer Stelle ist sie mehrere Kilometer vorgerückt. Ziel dürfte das Erreichen eines Flusses sein. Die Ukrainer erzielen dagegen bei Bachmut weitere Geländegewinne. Im Süden stehen die russischen Truppen unter Druck, da die Ukraine weiter angreift. Es gibt ukrainische Geländegewinne, allerdings sehr langsam. Die Ukraine kann darüber hinaus Erfolge vermelden im Kampf gegen Versorgungslinien im russischen Hinterland. Und es gab Drohnenangriffe auf Moskau. Weitere Themen: Neue Munition für die Ukraine. +++ Unbedachte Äußerungen des ukrainischen Präsidenten und die Abberufung des ukrainischen Botschafters in Großbritannien. +++ Der Bundeswehrbericht zum Ukraine-Krieg. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 21.07.2023#134 Wie eine europäische Luftverteidigung aussehen kannIn dieser Folge sprechen Host Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über den sogenannten European Sky Shield. Deutschland will mit mehreren anderen europäischen Staaten ein Luftverteidigungssystem aufbauen. Bühler spricht von einer wichtigen Initiative. Polen will sich nicht daran beteiligen und plant stattdessen ein anderes System. Bühler erklärt die Unterschiede, die Hintergründe, die Funktionsweisen solcher Systeme und ihren Sinn. Zum Ende des Getreideabkommens sagt der Ex-General, er glaube nicht, dass Russland Getreideschiffe direkt angreifen werde. Auszuschließen sei es aber nicht. Die Nato dürfe sich nicht direkt in den Konflikt hineinziehen lassen, indem sie den Schutz der Getreideschiffe übernehme, wenn diese aus ukrainischen Häfen ausliefen. Eine Alternative wäre eine Initiative der Türkei mit den Vereinten Nationen. Das gehe aber nur über den UN-Sicherheitsrat, in dem auch Russland sitze. Kurzum: Die Lage sei schwierig. Zur aktuellen militärischen Lage: Die Russen greifen zwischen Kupjansk und Kreminna an. Es handle sich um kleinere Angriffe, so Bühler. Die Ukraine halte die Linien. Bei Bachmut erzielten die Ukrainer kleine Fortschritte nördlich und südlich der Stadt. Von ukrainischer Seite heißt es, die Voraussetzungen für eine Einnahme der Stadt könnten bald erfüllt sein. Im Süden gebe es an der Front wenig Bewegung. Bühler glaubt, dass die Ukraine hier einen indirekten Ansatz verfolgt, bei dem die russischen Verteidiger nicht zur Ruhe kommen sollen, bis sich eine Chance zum Durchbruch bietet. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 19.07.2023#133 Russische Offensive im Osten?In dieser Ausgabe sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler ausführlich über die aktuelle Lage. Die ukrainische Offensive kommt weiter nur langsam voran. Laut Bühler haben sich die Ukrainer noch nicht entschieden, wo sie den Großteil ihrer Offensivkräfte einsetzen werden. Außerdem geht es um Meldungen, nach denen die Russen bei Kupjansk im Osten der Ukraine mehr als 100.000 Soldaten zusammengezogen haben. Steht dort eine russische Offensive bevor? Bühler glaubt eher an weitere Entlastungsangriffe, um die ukrainische Offensive im Süden zu stören. Für großes Aufsehen hat auch der Angriff auf die Brücke von Kertsch in der Nacht zum Montag gesorgt. Laut Bühler erfolgte der Angriff vermutlich vom Wasser aus. Die Auswirkungen könnten die Russen noch lange spüren. Moskau spricht von einem Terrorakt. Für den General ist klar: Die Brücke ist ein legitimes militärisches Ziel. Außerdem beantworten wir wie immer zahlreiche Fragen von Hörerinnen und Hörern. Unter anderem geht es dabei um das ausgelaufene Getreideabkommen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.