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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

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Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

376 Folgen
  • Folge vom 17.01.2023
    #84 Nichts auf Lager – Deutschland und seine Leopard-Panzer
    Am Wochenende gab es neue russische Angriffswellen mit Raketen auf Städte in der Ukraine. Wieder war die zivile Infrastruktur das Ziel, es gab großflächige Stromausfälle. Besonders tragisch ist der Einschlag in ein Hochhaus in Dnipro mit Dutzenden Toten. Ex-Nato-General Erhard Bühler geht davon aus, dass es sich um gezielten Beschuss handelte. Viele der Geschosse sind ukrainischen Angaben zufolge abgefangen worden. Gegen manche Geschosse haben die Verteidiger aber auch keine Chance. Warum das so ist, besprechen Tim Deisinger und Erhard Bühler im Podcast. Ansonsten ist die aktuelle Lage von schweren Kämpfen im Donbass bestimmt. Größere Frontverschiebungen gibt es nicht. Allerdings hat die Ukraine inzwischen eingeräumt, dass sie die Stadt Soledar verloren hat. Wendet sich da gerade die Lage zugunsten der Russen? Das sehe er nicht, sagt Bühler. Vielmehr gebe es noch ein Zeitfenster für die Ukrainer, wieder in die Offensive zu kommen. Die Debatte um die Lieferung von Kampfpanzern dauert an. Mehrere Länder wollen Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine abgeben. Diese Woche dürfte entscheidend sein. Und Deutschland? Immer wieder stand die Frage im Raum, ob Leopard-Panzer aus Industriebeständen an die Ukraine geliefert werden könnten. Ein Interview mit einem Experten legt jetzt jedoch nahe, dass solche Lieferungen erst 2024 realistisch wären. Die Panzer seien fern davon, einsatzfähig zu sein. Deutschland hätte bereits im vergangenen Jahr eine Aufarbeitung dieser Panzer in Auftrag geben sollen, findet Bühler. Da sei eine Chance verpasst worden. Wir sprechen darüber, welche Möglichkeiten Deutschland noch hat. Eine Lieferung aus Bundeswehr-Beständen zum Beispiel? Bühler will das nicht mehr ausschließen. Er sagt aber auch, dass dies schwerwiegende Folgen für die Bundeswehr hätte. Und: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht tritt ab. Ihr Nachfolger hat viel zu tun. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 13.01.2023
    #83 Der blutige Kampf um Soledar
    In dieser Folge spricht Tim Deisinger mit Ex-General Erhard Bühler über die aktuelle Lage in Soledar. Bühler geht davon aus, dass die Kleinstadt in der Nähe von Bachmut bis auf wenige Gebiete von den Russen erobert worden ist. Allerdings sei "Soledar als Sprungbrett zu Bachmut überbewertet". Warum, erklärt der Ex-General ausführlich. Außerdem führt er aus, was es bedeuten würde, wenn die Ukraine auch Bachmut an die Russen verlieren würde. Bühler geht auch auf den nachlassenden Beschuss aus der Luft durch Russland ein. Dieser deute darauf hin, dass Moskau mit seiner Munition haushalten müsse. Ein weiteres Thema ist das russische Personal. Nach nur wenigen Monaten Amtszeit wurde der Oberbefehlshaber für den Krieg gegen die Ukraine ausgewechselt. Generalstabschef Waleri Gerassimow wurde zum neuen Kommandeur der russischen Truppen in der Ukraine ernannt. Der bisherige Kommandeur Sergej Surowikin soll Gerassimows Stellvertreter werden. Bühler nennt den Vorgang "bemerkenswert" und erklärt, was das für den Kriegsverlauf bedeutet. Außerdem beantwortet der Ex-General die Frage, wer die Militärhilfe an die Ukraine bezahlt. Muss Deutschland nur das bezahlen, was es auch liefert? Oder fließt auch Geld aus europäischen Töpfen an die Amerikaner? Weiterhin bewertet Bühler Meldungen, dass die Bundeswehr langsamer wachsen wird als geplant. Das sei bitter und liege unter anderem an einer zu starken Zentralisierung. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 10.01.2023
    #82 Sinneswandel des Westens in der Panzerfrage
    Zur aktuellen Lage: Im Raum Bachmut rücken die Kämpfe um die Stadt Soledar in den Fokus. Dort liegen die Erfolge derzeit aufseiten der russischen Armee. Der Ort ist laut Ex-Nato-General eine Art „Sprungbrett“ für die Eroberung von Bachmut, das seit Monaten ein Ziel der Russen ist. Ob die ukrainische Armee Soledar halten kann, scheint aktuell fraglich. Eine Rolle spielt bei den Kämpfen ein Tunnelsystem vor Ort. Außerdem geht ein Blick nach Belarus: Dort ist eine neue große Militärübung von einheimischen und russischen Truppen geplant. Was ist davon zu halten? An einen Kriegseintritt von Belarus glaubt Bühler nicht. Frankreich, die USA und Deutschland wollen Panzerfahrzeuge liefern. Frankreich liefert AMX-10, die Amerikaner den Bradley, die Deutschen den Marder. Es liegt nahe, dass es da eine Absprache gegeben hat. Wir sprechen darüber, was die Panzer der Ukraine bringen können. Mit Blick auf die Lieferungen spricht Bühler von einem „Sinneswandel im Westen“. Die Entscheidung komme spät, er spricht von einer verpassten Chance. Dennoch findet er es gut, dass jetzt geliefert wird. Und: Wie ist der Stand beim Pannenpanzer Puma? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 05.01.2023
    #81 Makijiwka: Verräterische Handys?
    Nach dem ukrainischen Angriff auf eine russische Truppenunterkunft spricht die Ukraine von Hunderten Toten auf russischer Seite. Russland räumt den Tod von 89 Soldaten ein. Sie hätten in der Neujahrsnacht unvorsichtig agiert und zahlreiche Handybotschaften verschickt. Ex-General Bühler glaubt nicht, dass dies der Grund war. Die Ukraine habe wohl schon vorher gewusst, dass es da ein lohnenswertes Ziel gebe. Der Angriff habe Russland einen schweren Verlust zugefügt. Der Fehler liege bei der russischen Führung. Beim Blick auf die aktuelle Lage sind derzeit vor allem drei Städte von zentraler Bedeutung: Kreminna, Bachmut und Cherson. Außerdem geht es um den Fall Lambrecht. Ihr missglücktes Silvestervideo habe eine "verheerende Wirkung", so Bühler. So dürfe sich eine Oberbefehlshaberin nicht verhalten. Er sagt aber auch: Sie hat sich entschuldigt. Und: Frankreich und die USA liefern weitere Waffensysteme - ist das der Einstieg in westliche Kampfpanzerlieferungen? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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