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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

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Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

376 Folgen
  • Folge vom 14.02.2023
    #92 Ben Hodges: Frustriert über die Zögerlichkeit des Westens
    Eine besondere Ausgabe: Dieses Mal analysieren Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler die Lage im Ukraine-Krieg nicht allein, sie haben fachkundige Unterstützung aus den USA: Ben Hodges, früherer Generalleutnant der US-Armee und Ex-Oberkommandierender der US-Landstreitkräfte in Europa von 2014 bis 2017 – und seine Frau, die Historikerin Alexandra Schwarzkopf, als Übersetzerin. Bühler und Hodges kennen und schätzen sich seit vielen Jahren. Natürlich tauschen sie sich auch regelmäßig über den Ukraine-Krieg aus. Hodges gilt mit Blick auf die Chancen der Ukraine, den Krieg zu gewinnen, als Optimist. Er sagt: Willen und Logistik gewinnen einen Krieg – und da habe die Ukraine Vorteile. Außerdem: 50 Nationen unterstützten die Ukraine, Russland bekomme im Wesentlichen nur iranische Unterstützung. Im Detail analysiert er, warum die russische Armee bisher hinter den Erwartungen der meisten Analysten zurückgeblieben ist. Vorteile der Russen sieht Hodges bei der schieren Masse an Soldaten und Munition. Bühler sagt, dass die Ukraine jetzt eigentlich wieder in die Offensive kommen müsste. Vielmehr hätten aber die Russen derzeit die Initiative. Hodges sagt, die Ukraine halte die Linien und könne gezielte Gegenoffensiven planen. Von der westlichen Staatengemeinschaft würde sich Hodges mehr Unterstützung wünschen. Sie müsste deutlich sagen, dass es ihr Ziel sei, dass die Ukraine den Krieg gewinne – und dafür auch mehr Unterstützung bereitstellen. Hodges meint damit auch seine Heimat, die USA – und speziell mehr Panzer. Bühler sagt dazu, 2022 sei die Chance verpasst worden, eher Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern. Wie wird der Krieg ausgehen? Hodges sagt, wenn der Westen liefere, was notwendig sei, werde die Ukraine gewinnen. Er findet: Auch die Krim muss wieder ukrainisch werden. Sonst sei es nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten russischen Angriff. Bühler äußert sich da zurückhaltender. Die Krim-Frage würde er erst später im Rahmen von Verhandlungen klären wollen. Weitere Themen: Es geht um die Rolle Deutschlands im Krieg. Hodges lobt, nach den USA belege Deutschland Platz 2 bei der Unterstützung der Ukraine. Und: Raketen für die Ukraine mit größerer Reichweite? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 10.02.2023
    #91 Hat die russische Offensive begonnen?
    Landesweit hat Russland wieder einmal massiv Städte mit Raketen beschossen. Im Donbass gibt es heftige Kämpfe. Ist das die angekündigte Offensive Russlands? Nein, sagt, Ex-Nato-General Erhard Bühler. Mit einer solchen weiteren Angriffswelle habe man rechnen müssen. Die Lage für die Ukraine sei besonders bei Bachmut kritisch. Deswegen rechnet Bühler damit, dass die Stadt bald geräumt wird. Weitere russische Angriffe gebe es bei Kreminna. Das alles habe mit einer großen russischen Offensive nichts zu tun. Noch nicht. Moderatorin Angela Tesch, die Tim Deisinger vertritt, spricht mit Bühler auch über die Europareise des ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Dieser habe vor allem zwei Botschaften im Gepäck gehabt: Erstens Dank für die erhaltene Hilfe und zweitens die Bitte nach mehr. Von der Reise gehen laut Bühler auch Signale an Russland aus. Und die Debatte um Kampfjets gewinnt weiter an Fahrt. Bühler sagt, langfristig könne es sein, dass der Westen um die Lieferung von Flugzeugen nicht umhinkomme. Dabei gehe es aber zunächst nicht um Deutschland und die Bundeswehr. Der Westen liefert der Ukraine Kampfpanzer. Aber wann werden die da sein? Und wie verändern sich damit die militärischen Fähigkeiten der Ukraine? Dazu gibt es eine Reihe von Hörerfragen. Es geht auch darum, wie der deutsche Leopard 2-Panzer im Vergleich zu russischen Panzern abschneidet. Und es geht um Äußerungen der US-Reporterlegende Seymour Hersh, der behauptet, die USA hätten die Nordstream-2-Pipelines gesprengt. Bühler dazu: „Ich halte das für eine Ente“. Zwei Hauptgründe dafür: Die behauptete Quelle und der Ort von Hershs Veröffentlichung. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 08.02.2023
    #90 Gab es im März 2022 eine Chance auf Frieden?
    Vorab eine Info: Wir hatten bei der Aufzeichnung teilweise Tonprobleme und bitten darum, dies zu entschuldigen. Israels früherer Ministerpräsident Naftali Bennett hat in einem Interview gesagt, im März 2022 sei ein Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine möglich gewesen. Er selbst, Bennett, habe den Deal zwischen Russland und der Ukraine eingefädelt. Dieser sei dann von den USA, Frankreich und Deutschland torpediert worden. Das Gespräch hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Eine vertane Chance oder ist es viel komplizierter als von Bennett beschrieben? Ex-Nato-General Erhard Bühler hat sich das Interview angeschaut. Er vermutet bei Bennett politische Motive hinter den Aussagen und hat seine Zweifel an deren Wahrheitsgehalt. Das Ganze zeige aber immerhin, dass es 2022 zumindest Versuche gegeben habe, zu einem schnellen Frieden oder wenigstens einem Waffenstillstand zu kommen. Eine verpasste Chance des Westens sieht Bühler nicht. Moderatorin Angela Tesch, die Tim Deisinger vertritt, spricht mit dem Ex-General über die Chance von neuen Friedensinitiativen. Bühler sieht dabei wenig Bewegung aufseiten Russlands. Zur aktuellen Lage: Es tut sich wenig an den Frontlinien. Russland hat im Donbass erhebliche Verluste, zeigt sich aber zufrieden mit dem militärischen Fortkommen. Die Lage bei Bachmut ist schwierig für die Ukrainer, so Bühler. Eine wichtige Rolle spielen dabei zwei Straßen. Wenn die Ukrainer zurückweichen müssen, wo wäre die nächste Verteidigungslinie? Und: Deutschland genehmigt bis zu 178 Leopard 1-Panzer für die Ukraine. Doch viele sind noch reparaturbedürftig. Daneben ist bereits beschlossen, dass die Ukraine Panzer des Typs Leopard 2 bekommt. Deutschland stand da lange auf der Bremse. Inzwischen hat sich das geändert. Nun aber geht es bei den Partnerländern nur schleppend voran.   Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 03.02.2023
    #89 Bundeswehr: Zeitenwende in Gefahr?
    In dieser Folge spricht Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über den Zustand der Bundeswehr. Klar ist, dass das vom Bundestag beschlossene Sondervermögen von 100 Milliarden Euro nicht ausreichen wird, um die Truppe für die Zukunft fit zu machen. "Die Nagelprobe steht in den nächsten Tagen an", meint Bühler. Finanzminister Christian Lindner stelle nämlich in Kürze die Eckwerte für den Haushalt 2024 und die mittelfristige Finanzplanung für die Folgejahre vor. Wenn da weiter auf Sicht gefahren werde, gebe es keinen Anlass mehr für Optimismus. Außerdem erläutert der Ex-General, was sich seit der Zeitenwende-Rede von Kanzler Olaf Scholz verändert hat. Welche Maßnahmen wurden getroffen? Was wurde an Ausrüstung und Waffen bestellt? Ein weiteres Thema ist die Friedensinitiative von US-Präsident Joe Biden. Einem Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" zufolge sollte Russland 20 Prozent des ukrainischen Territoriums erhalten. Im Gegenzug hätte Kiew Frieden bekommen. Beide Seiten haben den Plan den Angaben nach abgelehnt. "Die Russen wollen mehr haben", ist für Bühler die Erkenntnis dieses Berichts. Auf der anderen Seite könnten die Ukrainer nicht akzeptieren, dass dem Aggressor so viel Land überlassen werde. In diesem Zusammenhang warnt der Ex-Nato-General auch vor einem eingefrorenen Konflikt. Natürlich blicken Deisinger und Bühler auch wieder auf die aktuelle Kriegssituation. Dabei stellt der Ex-General fest, dass der Schwerpunkt der Kämpfe weiterhin bei Bachmut liegt. Die Russen hätten das östlich gelegene Industriegebiet komplett eingenommen. Es gebe auch aus dem Südosten und aus dem Nordosten Angriffe auf das Stadtgebiet. Wird Bachmut fallen? Bühler bewertet außerdem die Chancen für eine größere Offensive durch die Russen. Was spricht dafür? Was spricht dagegen? Und welche Rolle spielt bei den Russen das symbolische Datum, der 24. Februar? An diesem Tag vor einem Jahr hatte Russland den Krieg begonnen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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